SG NARVA Berlin e.V.

10 Minuten kosten Sensation

SG NARVA Berlin u17 – Füchse Berlin 25:29 (16:14)

Spiele gegen die Füchse sind immer etwas Besonderes. Man darf sich mit den wohl besten Jugendhandballern Deutschlands messen und zeigen, dass es in Berlin auch außerhalb des Sportforums guten Sport zu bestaunen gibt. Wem diese Ehre zuteil wird, der sollte auch versuchen mit allem, was er hat, gegen die Übermacht anzukämpfen. Mit dieser Einstellung ging die u17 am Samstagnachmittag ins Spiel gegen die Berliner Sportschule.

Man wollte dem Gegner neue Sachen anbieten, vielleicht ungewohnt auftreten und mit maximaler Leidenschaft an den Sieg glauben. Den Sieg von Beginn an abschenken, weil der Gegner einen großen Namen aufzuweisen hat? Auf gar keinen Fall! Man spielt nicht, um zu verlieren.

Was die Mannschaft in den folgenden 50min ablieferte, war über weite Strecken schlichtweg besser als das, was der Gegner spielte. Leider war es am Ende ein 10-minütige Phase voller Fehler und nichts von dem, was man sich vornahm. Leider!

Doch zum Anfang: Mit einer ungewohnten Deckung wollte das Team den Hohenschönhausern etwas anbieten, mit dem sie nicht jeden Tag konfrontiert werden. Mit viel Laufbereitschaft und dem Willen, jeden Zweikampf zu führen und den Sportschülern keine leichten Würfe zu geben, verteidigten die Rot-Weißen sehr gut, zwangen die Füchse zu technischen Fehlern. Vorne wurde der Ball schnell gemacht und Niklas bedankte sich doppelt von Linksaußen zum 2:0. In der Folge fanden die Gäste erste Lösungen gegen die die Deckung, die nicht mehr gut nach vorne arbeitete, sondern zu spät in die Zweikämpfe kam und somit leichte Abschlüsse zuließ. Nach dem 2:7 gab es nach 7min die fällige Auszeit. Kurz die Marschroute in Erinnerung gerufen und weiter ging’s. In den nächsten 18min gewährte man den Füchsen ganze 6 Tore und netzte vorne selbst noch 14 mal. Überragend Philipp im Tor, der von der Abwehr toll unterstützt wurde und sich mit einer Glanzleistung bedankte. Es wurde viel gewechselt, weil jeder an sein Limit ging. Die frischen Kräfte brachten viel Betrieb und neue Ansätze mit in die Partie. Highlight war Max Jüstel’s Tanz auf dem Bierdeckel, bei dem er einen Füchse-Innenblocker in die falsche Richtung schickte, was zu einem Raunen in der gesamten Halle führte. Mit 16:13 wurde die Halbzeit dann mit einem direkten Freiwurf beendet, der den Weg ins heimische Gehäuse fand, weil er sensationell abgeknickt und in beinahe waagerechter Position geworfen wurde.

Die Emotionen stimmten, das Publikum wurde mitgezogen und man führte zur Hälfte gegen die Füchse. Weitermachen hieß die Devise.

Die ersten 10 Minuten der zweiten Hälfte gehörten zum Ensetzen aller den Gästen, die ohne großen Aufwand einen 11:2 Lauf hinlegten. Sie nutzten einfach jeden kleinsten Fehler der u17 eiskalt aus. Das ist der Unterschied auf diesem Niveau. Eine Zeitstrafe gegen Adrian nach anderthalb Minuten war der Türöffner zur taktischen Disziplinlosigkeit. Statt wie besprochen der Manndeckung der Sportschüler zu begegnen und möglichst lange den Ball zu halten, rannte man ins Verderben und musste in 2min einen 5:0 Lauf hinnehmen. Danach dauerte es noch einige Zeit, ehe man zu seinem Spiel fand. Das Problem: Man war mit 18:25 ins Hintertreffen geraten. Trotz dieser riesigen Hypothek machte man weiter und gewann die letzten 15min des Spiels abermals mit 7:4, sodass Gabo kurz vor dem Schlusspfiff das 25:29 erzielte. Toll geackert, toll gekämpft und doch waren alle sichtlich unzufrieden.

Die u17 verliert also gegen die Füchse mit 4 Toren, weil sie 10 Minuten lang wilde Sau spielten und den disziplinierten Vortrag der restlichen Spielzeit dadurch zunichte machten. Trotzdem kann man mit erhobenem Haupt aus der Sache gehen, haben sich die Jungs doch den Respekt der Füchse-Mannschaft und des Trainers erspielt. Und doch werden nur zwei Punkte vergeben. Schade, es wäre sicherlich mehr drin gewesen, aber kleinste Fehler entscheiden auf dem Niveau. Für die Mannschaft war das ein gutes Lernerlebnis, konnte sie doch einiges lernen. Auch kann man sich in seinem ausgegebenen Saisonziel bestätigt sehen, denn mit dieser Leistung muss man die Liga halten.

Nächste Woche geht es weiter gegen den SSV Falkensee, die am Samstag 15Uhr in der Gürtelstraße gastieren. Die u17 will zurück auf die Siegerstraße kehren und muss für ihr Ziel diese 2 Punkte holen. Mit einer ähnlich starken Teamleistung wie gegen die Füchse sollte das zu leisten sein. Auf geht’s! (by O.O.)

Kozik, Buchholz (n.e.)
Wiesner (5), Rabenalt, Bellmann, Neugebauer und Karpe (je 3), Jüstel, Schäler, Garcia (je 2), Suka und Meye (je 1), Lautenschläger, Kaufhold

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