SG NARVA Berlin e.V.

30:26-Heimsieg gegen FES

Keinerlei Diskussion des NARVA-Trainers mit dem Schiedsrichter. Ging einfach nicht, denn die angesetzten Schiedsrichter waren nicht erschienen und so verständigten sich die Mannschaftsverantwortlichen, das Spiel unter Leitung des Trainers der Gastgeber durchzuführen. Keine leichte Situation für alle Beteiligten. Den Narvaristi fehlte der etatmäßige Coach an der Seite, auf Hohenschönhausener Seite wurde die Spielleitung argwöhnisch betrachtet und damit die Konzentration bisweilen vom Wesentlichen abgelenkt. Im Nachgang wurde jedoch mannschaftsübergreifend bescheinigt, die Spielleitung habe das Endergebnis nicht bestimmt.
Als Mannschaftsverantwortlicher unserer 1. Männer sprang Rene Schnell dankenswerter Weise ein, der damit wohl im Gegensatz zum Berichterstatter die Saison als ungeschlagener Coach der Verbandsligatruppe abschließen wird. Vorwort Ende.

Die Voraussetzungen des Spiels waren klar: Ein Sieg musste her. FES hat trotz kräftigen Aderlass und Trainerwechsel mit 4:2 Punkten einen famosen Saisonstart aufs Parkett gezaubert und hätte uns mit einem Sieg in den Tabellenkeller befördert. Die Vorzeichen schienen gut, denn trotz Verletzungssorgen und einiger beruflich veranlasster Trainingsfehlzeiten wurde in der Spielvorbereitung gut gearbeitet und die Jungs waren auch in Erinnerung des letzten hohen Auswärtssiegs bestens motiviert.

Ein guter Start (3:1) gab dann weiteren Rückenwind und hätte bei konsequenter Chancenauswertung früh für Klarheit sorgen können. Einige freie Würfe ließen wir wie auch zuletzt liegen und sorgten für FES-Stimmung. Bis zur 25. Minute blieb das Spiel ausgeglichen, der Druck im eigenen Positionsangriff fehlte allerdings. Einzelaktionen Roberts und gute Wackler auf der Mitte von Marcus gegen seine ehemalige Mannschaft hielten uns im Spiel. Kurze Zeit später trauten die Zuschauer den Augen nicht so ganz, da mit einem 3:0-Lauf die Gäste eine Halbzeitführung ins Visier nahmen. Die NARVA-Antwort kam prompt: 14:14 zum Seitenwechsel.
Kurz zuvor gab es noch einen Aufreger. Ein langer Ball unseres Keepers auf den durchlaufenden Seppl wurde vom gegnerischen Torhüter im Feld abgegangen, wobei er jedoch zu einem „Zusammenstoß“ verursachte. Die Regel 8:5 sieht hier eine Disqualifikation mit Blick auf den Gesundheitsschutz auch bei geringem Körperkontakt vor. Dies wäre angesichts der besonderen Konstellation der Spielleitung kaum vermittelbar gewesen und wäre auch im Übrigen vom Berichterstatter als zu harte Strafe angesehen worden. So gab es nur Freiwurf, was aber immer noch Gesprächsvermerk auf Gästeseite provozierte. Da der Diskutant dabei vergaß den Ball herauszugeben, gab es die erste Hinausstellung vier Sekunden vor dem Wechsel. Beim anschließenden Freiwurf trafen die Verteidiger Robert nur im Gesicht und die Gäste mussten die 2. Halbzeit in doppelter Unterzahl beginnen, 16:14.


Die tiefer besetzte Bank machte sich jetzt bemerkbar und die FES-Jungs hatten kaum noch Gelegenheiten, 24:18. Alles easy?! Aber mitnichten. Technische Fehler, verpasste Chancen und schlechte Abstimmung in der Abwehr ließen FES auf zwei Tore aufschließen. Mit ein wenig Glück fanden dann einige Würfe wieder den Weg in das richtige Tor und beim 28:24 kurz vor Abpfiff waren zwei Punkte endlich in trockenen Tüchern.
Abschließend der Dank an beide Teams, die die schwierige Situation der Spielleitung nicht für unsportliche Spielchen ausnutzten. Für das schwere Auswärtsspiel bei Rotation muss mehr Konstanz her. Daran wird die Woche hart gearbeitet werden. Versprochen.

Fließ, Köhler – Roese (10), Gustke (5), Schwarz (4), Sander (3), Trautmann (3), Funda (2), Willamowski (2) Schmuhl (1), Patzlaff (1), Bardoel, Rucht (n.e.), Milk (n.e.)

t.k.

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