SG NARVA Berlin e.V.

Auch im Schatten lässt es sich gut sonnen!

 

1. Frauen – Sp.Vg. Blau-Weiß 1890 28:23 (16:11)

Endlich stand am Sonntag mal wieder ein Heimspiel auf dem Programm. Nachdem dies gefühlt vor Ewigkeiten das letzte Mal der Fall war, wurde selbst die seriöse Aufwärm-Musik vor Spielbeginn vom Team hinreichend zelebriert (Pumpen, Pumpen!). Diese „konzentrierte gute Laune“ und die Lust auf das Verfolgerduell (Platz 3 gegen 4, punktgleich) wollten wir auch im Spiel fruchtbar machen und für die zwei wichtigen Punkte alles geben. Für die richtige Motivation mussten sich die ersten Damen nur an die knappe Niederlage im Hinspiel in Tempelhof erinnern. Damals war unser Spiel gespickt von technischen Fehlern und Abschlussproblemen. Dass wir dahingehend einen Schritt nach vorne gemacht haben, galt es nun im Rückspiel in der Pali unter Beweis zu stellen.

Amelies erster Treffer bedeutete dann auch gleich die erste Führung für NARVA, die wir immerhin bis zur 8. Minute halten konnten. 😉 Danach entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, wobei schon abzusehen war, dass uns die starke Halblinke der Gäste, wie erwartet, die größten Probleme bereiten würde, auch wenn sie ihre insgesamt neun Treffer erst im späteren Spielverlauf markierte. So gönnte sich Freya ausnahmsweise gleich 2×2 Minuten Ruhe in den ersten 18 Minuten, da es uns im Abwehrverbund nicht gelang, die Gefahr aus dem linken Rückraum zu bannen. Doch wer regelmäßig bei den NARVA-Frauen auf der Tribüne sitzt, weiß, dass das Unterzahlspiel nicht immer mit einem Nachteil gleichzusetzen ist. So auch an diesem Tag, als Blau-Weiß trotz wiederholter Überzahl nicht in der Lage war, weiter als zwei Tore wegzuziehen (9:11, 20.). Eine gute Ausgangsposition, um sich die Führung im 6 gegen 6 zurück zu holen – und tatsächlich begann dann unsere stärkste Phase im Spiel. Manch einer munkelt, es lag an dem dazugestoßenen Zuschauer im Trikot eines vollkommen unbedeutenden Vereins aus dem Berliner Norden, der angeblich immer Glück bringt, andere sahen das starke Comeback von Susan, die nun ein ums andere Mal Würfe von jeder Position entschärfte, für den Lauf verantwortlich. Vielleicht lag es auch einfach an der verbesserten 7m-Verwertung im Vergleich zur Vorwoche und zum Hinspiel oder an der nun optimierten Absprache in der Abwehr. Bis zur Pause gelang jedenfalls ein 7:0-Lauf zum Halbzeitstand von 16:11.

Gute Voraussetzungen also für den zweiten Durchgang – bis zum 19:11 (34./ Anmerkung der Red.: Grüße an O.O.) konnte die erste Wahl diese Linie fortsetzen, bis sich schließlich Unkonzentriertheiten und Hektik in das NARVA-Spiel einschlichen und vorne wiederholt einfache Bälle hergeschenkt wurden. Dies lag vor allem an der Defensivumstellung des Gegners, durch die wir uns zu einfach aus der Ruhe bringen ließen und die Zahl der technischen Fehler anstieg. In der Konsequenz holten die Schönebergerinnen bis zum 19:15 auf, ehe Amelie wieder für unsere Farben einnetzte. Da wir in der Abwehr weiterhin nicht konsequent genug bzw. zu spät und ohne die nötige Beweglichkeit gegen den linken Rückraum raustraten, kassierte nahezu jede auf der rechten Rückraumposition bzw. im rechten Innenblock Verteidigende eine Zeitstrafe. In z. T. doppelter Überzahl kämpfte sich Blau-Weiß daher noch einmal Tor um Tor bis zum 22:20 heran (51.). Doch den Sieg wollte niemand mehr aus der Hand geben, so dass die Gäste den Ausgleich selbst bei dem erneuten kurzzeitigen Spiel in doppelter Unterzahl unsererseits nicht mehr realisieren konnten. Vielmehr stellten die NARVA-Damen durch kluge Lösungen im Angriff bis zum Abpfiff immerhin noch die Differenz von 5 Toren aus Halbzeit 1 wieder her (28:23).

Fazit: Hier wäre bei einer besser agierenden Defensive sogar ein deutlicherer Sieg drin gewesen. An der in manchen Abschnitten des Spiels auftretenden hohen Fehlerquote müssen wir bis zum nächsten Verfolgerduell am 17.02.2018 auswärts gegen FES dringend arbeiten. Durch unseren Sieg und das Unentschieden zwischen FES und Rotation am Vortag sonnen wir uns nun aber erstmal drei erholsame Wochen im Schatten vom „Platz an der Sonne“ auf Rang 2! Die spielfreie Zeit werden wir zur intensiven Vorbereitung nutzen, um dann konzentriert in das nächste wichtige, direkte Duell (nun 2. gegen 3., punktgleich) zu gehen. (FB/NB)
#LICHTAN!

Addi, Susan
Freya (6/4), Amelie (5/1), Lena (4), Änni, Ilka, Luise (je 3), Nora (2), Sophia, Laura (je 1), Francine