SG NARVA Berlin e.V.

Aufgestiegen. Meister. UNGESCHLAGEN: SG NARVA OLE!

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1. Frauen – VfL Humboldt 32:21 (19:12)

Wer sich bereits Anfang April den Aufstieg sichert, kann seine Energien auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben richten: Aufstiegsshirts zum Beispiel. Bei der Farbauswahl musste unser allseits bewunderter Teamzusammenhalt eine der härtesten Proben bestehen. Der Farbkreis wurde in mehrstündigen Sitzungen genauestens analysiert, um bei Gleichstand den Trainer dann doch lieber nicht um Rat zu fragen. Der hielt sich artig aus der Diskussion heraus. Geschenke für den Trainer sind ein anderes Beispiel. Ganz nach der Weisheit „Man soll gehen, wenn es am Schönsten ist“ verlässt uns Coach Ostwald für neue Herausforderungen in Richtung eines gänzlich unbekannten Handballvereins im Berliner Norden bzw. Osten (warum trainiert man in Hohenschönhausen, wenn man in Reinickendorf beheimatet ist?). Da geht sicher nicht das LICHT AN!

Zuvor sollte „sein Projekt“ aber noch den krönenden Abschluss erhalten: Nach Aufstieg und Meisterschaft fehlte nur noch das „Ungeschlagen“ auf unserer Liste. Die Chancen dafür standen gut, bei Erster gegen Letzter können wir wohl die Favoritenrolle nicht abstreiten (SG NARVA OLE!). Der Tag begann früh in einer ganz anderen „Turnhalle“ beim gemeinsamen Brunch, um schon mal eine gute Grundlage für die Feierlichkeiten zu schaffen.

Gestärkt fürs Spiel ging es dann ab in die Halle, wo die Gäste vor großartiger Kulisse empfangen wurden. Ein besonderer Ehrengast war auch die Berliner Schiri-Legende, der unbedingt seinen Abschied mit unserem Oli feiern wollte. Coach Ostwald tat dann auch gleich von Beginn alles dafür, um die Aufmerksamkeit des Schiris zu erlangen.

Handball gespielt wurde ja auch noch, und das mit der bekannten z. T. harten Gangart des Gegners (wir erinnern uns ans Hinspiel). Nachdem der erste Treffer gleich mal aufs Gästekonto ging, starteten wir einen 8:1 Lauf zum 8:2, da wussten die Gäste sich z. T. nicht anders als mit unfairen Mitteln zu helfen. Kein Wunder, dass die erste gelbe Karte somit gegen unsere Bank ging, als Oli sich mal wieder beherzt für seine Damen einsetzte. Vor dem Spiel wurde schon gemunkelt, wer wohl auf die Tribüne verwiesen wird. Freya stand diesmal jedoch nicht so im Fokus des Schiris, dafür wurde sie umso mehr von den Gegnerinnen „bearbeitet“ – „Du bist aber auch echt blöd in die Lücke gesprungen.“ (die feine Analyse der Gästespielerin als Reaktion auf ihre Aktion gegen Kopf und Hals). Leider konnte der Coach diese Analyse nicht hören, daher musste er kurz seinen Unmut über fehlende Konsequenzen äußern, womit er Lena Jr. eine zweiminütige Auszeit nach drei Minuten im Spiel gönnte und artig unsere Mannschaftskasse auch in seinem letzten Spiel unterstützte. „Höllenhund“ Hans Himmelweit lässt eben nicht mit sich reden.

Da wir so in Gönnerlaune waren, gab es einige Gastgeschenke bei uns in der Abwehr, so dass wir Humboldt nicht auf dem gewünschten Abstand halten konnten. Aber sei’s drum: SG NAVR OLE! Mit 19:12 ging es in die Halbzeit, da weiß man wieder, was meckern auf hohem Niveau ist.
Ein ähnliches Bild gab es auch in der zweiten Halbzeit. Nur dass jetzt komische weiße T-Shirts unter manchen von unseren Trikots hervorlugten und wir uns durch die doppelte Montur noch mal eigene Aufgaben stellten. Beim 20:10 war der erste 10-Tore-Abstand geschafft, der v. a. durch eine Spielerin aus dem Rückraum oder vom Kreis nochmal verkleinert wurde (20:13). Schlaue Analysten gab es nicht nur auf Gästeseite, so stellten wir bei der Spielerin das klassisches „2×4-Schritt-Syndrom“ fest, was jedoch vom Schiri nicht geahndet wurde. Da konzentrierten wir uns lieber auf Analysen, die wir auch nutzen konnten – z. B. „zu frei vor dem Tor ist mir zu einfach“. Francine verzichtete daraufhin einfach auf ganz unbedrängte Wurfsituationen und wurde mit Dauer(b)rennerin Sophia zur erfolgreichsten Torschützin. Nur beim 30. verweigerten sie mal wieder alle. Doch schließlich erbarmte sich dann Captain Sophia und versenkte den Ball zum 30. Treffer im Tor. Zum dem Zeitpunkt war der Grill schon an, der Sekt und die Aufstiegsshirts standen bereit und beim Schlusspfiff hatten wir dann mit dem 32:21-Endstand auch den letzten Punkt auf unserer Liste abgehakt.

Mit bemalten T-Shirts, um DANKE OLI zu sagen, entlockten wir den Coach dann doch ein fettes Strahlen. Die vorher fein geplante Aufstellung und Choreografie (Umdrehen auf Drei) zum BOOOOOOOOOOOOOOOOOOOM! war an dem Tag dann das i-Tüpfelchen. Da wir wohl nicht genug „Danke“ sagen können, auch an dieser Stelle noch einmal ein DANKE OLI für deinen Glauben und dein Vertrauen an und in uns (aka dein Projekt) – wir werden uns auf deine Abschiedsworte sicher noch in manchem Verbandsligaspiel besinnen. Und wehe, du wirst jetzt nicht mindestens Bundestrainer, muss sich ja lohnen…

Und weil wir uns alle so liebhaben, gab es anschließend großes Rudeldrücken, viel SG NARVA OLE und den ein oder anderen Schluck Sekt.

Ein riesiges DANKE auch an die 200 Zuschauer und die kleinen Einlaufkinder. Das hat alles riesigen Spaß gemacht. Zum Glück haben wir es diesmal geschafft, vor so einer Kulisse zu bestehen. Wir erinnern uns nur ungern an das Hinspiel gegen Prosport und das Trauerspiel in Pankow. Glück gehabt. Spaß gemacht hat es uns auf jeden Fall und wir hoffen, dass wir zeigen konnten, dass Frauenhandball auch sehr attraktiv aussehen kann.

Da die eine oder andere im Team noch Kontern lernen muss, ging es Sonntag dann gleich weiter – für einen Teil von uns mit dem Besuch beim Spitzenspiel Rotation – Neukölln II. An dieser Stelle herzliche Glückwünsche an die Prenzlbergerinnen zum Mitaufstieg! Auch Sonntag gab es Analysen auf hohem Niveau, so kamen wir auch beim Verfolgerduell immer wieder zu dem gleichen Schluss: SG NARVA OLEEEEEEEEEEEE! Danach brüllten wir noch locker die 2. Männer zum Sieg und damit endete dann auch das Feierwochenende, es war ein Fest!

So richtig wissen wir zwar noch nicht, wie es nun weitergeht, aber die Feiertauglichkeit für mögliche Siege in der Verbandsliga haben wir schon mal bewiesen.

Bleibt abschließend noch zu sagen, was bisher ungesagt blieb:
SG NARVA OLE! SG NARVA OLE! SG NARVA OLE! (by NB)

Addi, Susan
Sophia (9/2), Francine (7), Freya (5), Lena (3), Amelie, Laura, Luise, Nora (je 2), Anne (1), Lena jr.