SG NARVA Berlin e.V.

Big Points im Heimspiel

In einem hart umkämpften Spiel setzt sich die u17 28:26 (10:13) gegen die SG Hermsdorf-Waidmannslust durch und bleibt somit weiterhin ganz oben dabei.

Wie wichtig dieses Spiel für das Team war, erkannte man spätestens nach Schlusspfiff, als allen die Erleichterung im Gesicht geschrieben stand. Man hatte es geschafft, dieses wahnsinnig intensive aber leider nicht immer hochklassige Spiel zu drehen, weil man es mit aller Macht gewinnen wollte.

So kurz nach den Ferien eine so wichtige Partie bestreiten zu müssen, birgt immer Gefahren. Man weiß nicht so recht, wie schnell die Spieler wieder in den Wettkampfmodus kommen und ob sie vielleicht daran verzweifeln, dass alles nicht so recht klappen mag. Tatsächlich sah es zu Beginn so aus, als würde man nicht den richtigen Zugang zum Spiel finden. Schnell lag die u17 mit 1:4 im Hintertreffen. Die Hermsdorfer machten ihre Sache richtig gut. Sie zogen bedingungslos auch notfalls mit dem vierten Schritt zum Tor und waren damit erfolgreich. Die Jungs deckten zu passiv, fanden nicht den richtigen Abstand zum Gegenspieler.

Vorn fast das identische Bild. Die Nordberliner waren immer ein Schritt schneller, ließen die Jungs gar nicht erst in Bewegung kommen. Einzelaktionen sicherten den Anschluss, spielerisch fand man bis dato noch keine gute Lösung. Man tappte viel mehr immer wieder in die gestellten Fallen der Hermsdorfer Abwehr, die Passwege freigab, um sie sofort wieder zu schließen. Glücklicherweise hielten sich die technischen Fehler auf beiden Seiten die Waage. Die Zahl derer war hoch, wahrscheinlich aber der Nervosität aufgrund der Wichtigkeit des Spiels geschuldet und der langen Pause.

Im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs fand die eigene Verteidigung dann endlich auch Zugriff zum Spiel. Eine Umstellung fruchtete. Plötzlich war man viel näher am Gegner, attackierte ihn schon beim ersten Schritt und konnte Ballgewinne erzielen. Der Kampf wurde endlich angenommen und prompt wurde der 3-Tore-Rückstand egalisiert (9:9). Allen voran Anton zog in dieser Phase sehr intelligent die Fäden auf Rückraummitte und konnte neben 2 Toren auch seine Nebenleute sehr gut in Szene setzen. Er hat das Vertrauen als 2000er bekommen in der Phase eines solch wichtigen Spiels und zahlte es den Trainern und der Mannschaft vollends zurück.

Der Gegner stoppten den Lauf der Jungs mit einer Auszeit und forcierte seine Abwehr neu. Eigene Abspielfehler ermöglichten, dass die Gäste einfache Kontertore kurz vor der Pause erzielen konnten und es damit mit einem 10:13 in die Kabinen ging.

Zu statisch war das Spiel, zu wenig wurde sich bewegt und zu oft auf die gleichen Fallen eingegangen. Es sollte sich mehr bewegt werden, mehr die Lücken genutzt werden, die entstanden, aber immer wieder durch fehlendes Timing zugemacht wurden.

Der zweite Durchgang startete vielversprechend. Mit 2 schnellen Toren waren die Jungs wieder im Spiel. Jetzt hatte man die Gäste und ließ sie nicht wieder enteilen. Mit einem riesigen Kraftkt in der Abwehr konnte man endlich wieder mal in den Gegenstoß kommen, der einfache Tore brachte. Im Angriff schien sich Micha besonders die Worte der Halbzeitpause zu Herzen genommen zu haben. Er war es nun, der seine Nebenleute überragend in Szene setzte bzw. selbst Tore warf. Nach unterirdischer erster Halbzeit zeigte er ein tolles Spiel und setzte genau das um, was von ihm erwartet wurde. Dementsprechend konnte Richard entlastet werden, der bis dato die Spieleröffnung von Halblinks übernahm und nun shooten konnte. Unser C-Jugendlicher Dennis setzte wichtige Akzente im 1:1 auf Halbrechts und zog damit bis zu 3 Mann auf sich. Das war wichtig, weil von der Seite kaum Gefahr ausging, was eher untypisch für die Jungs war. Nach dem 20:20 konnte man endlich das Spiel für sich drehen und ging prompt 23:20 in Führung. Neben den Genannten hat Justin das Tore hinten vernagelt und konnte selbst die freien Bälle halten. Es blieb die letzten Minuten weiter spannend, doch die Jungs brachten die Punkte zum Schluss souverän ins Trockene.

Fazit: Die geschlossenere Mannschaftsleistung im zweiten Durchgang hat die Wende gebracht. Es haben eine Vielzahl an Spielern Verantwortung übernommen, wodurch das Angriffsspiel nicht mehr so leicht auszurechnen war. Die deutliche Leistungssteigerung zeigt allerdings auch, dass sich zu viele Spieler noch in ihrer Komfortzone befinden und diese nicht sofort beim Spiel verlassen. Das wird kommende Woche gegen PSV problematisch werden, denn im Spitzenspiel Erster gegen Zweiter werden genau diese Kleinigkeiten entscheiden.

Nächste Woche dann also das Spitzenspiel und gleichzeitig Lokalderby gegen den Polizei SV. Sonntag 10 Uhr Gürtelstraße. (by O.O.)

P. Kozik, J. Kluge
R. Rabenalt (8), M. Schäler (7), D. Bellmann (6), A. Karpe, N. Wiesner (je 2), H. Klum, T. Kroggel, P. Rennspieß (je 1), J. Ansohn, R. Kurzweil, P. Neugebauer

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