SG NARVA Berlin e.V.

Da war noch mehr drin!

1. Männer – BFC Preussen 19:23 (8:13)

Heute mal gegen den Tabellenführer gewinnen. Mit diesem Träumchen im Kopf haben wohl einige Spieler der 1. Männer am Sonntag um 15:00 Uhr in Kabine der Gürtelstraße gesessen. Auch der Coach spielte verbal mit dem Gedanken, den Sonntagabend mit einem gepflegten Siegerbierchen ausklingen lassen zu können. In gewohnt kurzer, prägnanter 15 minütiger Ansprache stellte er sein Team auf eine kämpferische Partie ein. Das Motto hieß, kämpfen und den Tabellenführer ärgern.

Nach dem Anpfiff standen wir im Angriff einem 2m großen Innenblock gegenüber, der sich auch nicht zu schade war, ordentlich zuzufassen. Der Versuch, sich über eine schnelles und entschlossenes Angriffspiel Torchancen zu erarbeiten, gelang durchaus das ein oder andere Mal, und der Ball musste des Öfteren vom gegnerischen Keeper aus dem Netz gefischt werden. Trotzdem liefen wir von Anfang an der Preussen-Führung hinterher. Unnötige Ballverluste, erzwungene Kreisanspiele und frühzeitige Abschlüsse ermöglichten den Preußen immer wieder einfache Ballgewinne, die sie auch recht konsequent über Tempogegenstöße verwandelten. In der 12. Minute lagen wir dann verdient mit 3:6 hinten. Die eigene Abwehr wurde nicht ansatzweise so aggressiv und offensiv gespielt wie vom Coach gefordert, und durch Abstimmungsfehler servierte man dem Gegner auch das ein oder andere offene Scheunentor. Zum Glück hatte der Gegner auch seine Probleme, die ihm servierten Chancen effektiv zu nutzen. Entsprechend blieben wir bis zum 7:9 in der 21igsten Minute auf Schlagdistanz. Die letzten Minuten der ersten Hälfte konnte NARVA dann nur noch einen Ball im Netz unterbringen und musste mit 5 Toren Rückstand (Halbzeitstand 8:13) in die Kabine gehen.

Zweite Halbzeit, neue Kraft, neues Spiel. So kamen die NARVA-Jungs zurück aufs Feld und es lief besser. Die Abwehrreihen wurden besser gestellt, die Halben jetzt schon früh angenommen, und im Angriff konzentrierte man sich auf seine Stärken. In den Gesichtern des Gegners konnte man beim 14:15 eine leichte Nervosität entdecken. Die Mannschaft hatte Blut geleckt. Jetzt Vollgas geben und die Jungs schön ohne Punkte nach Hause schicken – das konnte man in den Augen unserer Spieler lesen. Im Angriff erarbeiten wir uns immer wieder unsere Chancen, verwerteten aber am Ende zu wenig davon.  Auch in der Abwehr konnte man dem Gegner nicht die einfachen Tore verwehren. Gegessen war aber selbst 9 min vor Schluss noch nichts – mit einem Tor im Rückstand war das Siegerbier in Reichweite. Doch am Ende standen wir uns wieder selbst im Weg, eine 2 Min. Strafe wegen Meckern, unkonzentrierte Angriffe mit zahlreichen unnötigen Ballverlusten und der immer wiederkehrende Reflex, sich in den entscheidenden Situationen doch am liebsten die Chance allein erarbeiten zu wollen, anstatt gemeinsam im Team auf die Lücke zu arbeiten. Am Ende ermöglichten wir unseren Gästen, entspannt mit 4 Toren Vorsprung nach Hause zu fahren. Jedoch ließ der preußische Freudengesang auch darauf schließen, dass hier zeitweise der Gedanke eines möglichen Punktverlustes nicht allzu fern war.

Tor: Tino, Martin

Feld: Kevin R. (2);Kevin D. (5); Schmuhli (1); Nico (1); Phil (2); Johannes (3); Oli (2); Consti (3)

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