SG NARVA Berlin e.V.

Der verdiente Lohn

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Foto by Alter.Keeper

mA-Jugend – VfV Spandau 23:20 (12:7)

Unglücklich wurde die Meisterschaft der Oberliga Ostsee-Spree nur um ein Haar/ein Tor verpasst und wäre wohl unter den gegebenen Umständen auch etwas zu viel des Guten gewesen. Immerhin ging man nach der verpassten Jugendbundesliga-Qualifikation in die Saison mit nur noch neun nominellen A-Jugendlichen, die hernach auch noch den Ausfall zweier Leistungsträger verkraften mussten. Aber man hatte sich gegen den Meister aus Hermsdorf für das Pokalfinale qualifiziert, in dem es gegen den VfV Spandau ging, und wollte in der Neuköllner Oderstraße doch noch Gold in Händen halten.

Wie fast immer unterstützt von der B-Jugend konnte ein restlos ausgefülltes Protokoll abgegeben werden, auf dem auch der Langzeitverletzte Gabriel Hernández García vermerkt wurde. Zudem musste Quy Nguyen nach einem Trainingsunfall sein Augenlid schon mit 18 Jahren straffen lassen und pausieren. Relativ ungeordnet startete die Partie. Unsere anfängliche 3:3-Deckung führte beim Gegner nur kurzzeitig zu Verunsicherung, während offensiv zunächst vieles Stückwerk blieb. Spandau ging mit 5:3 in Führung, konnte nach defensiver Umstellung jedoch kaum mehr Akzente setzen. Ballgewinne, die zu Schnellangriffen genutzt wurden, und sauberes Abräumen für die Außen ließen anschließend den Vorsprung bis zur Pause auf 12:7 anwachsen.

Die schon kurz vor der Unterbrechung praktizierte Manndeckung gegen Henschel hemmte unsere Angriffsaktionen weiterhin. Dennoch beantworteten Einzelaktionen jeden hart und langatmig erkämpften Treffer des Gegenübers sofort. Als das 20:14 auf der Anzeigetafel erschien, Spandau in der 50. Minute doppelt bestraft (Meckern) wurde, schien der Erfolg nur noch eine Frage von 10 Minuten zu sein. Unser Team ließ sich jedoch zu voreiligen Abschlüssen hinreißen und hatte mit „diskussionswürdigen“ Pfiffen zu kämpfen. Näher als auf drei Treffer kam der VfV allerdings nicht heran und beendete das Spiel dann während der letzten 15 Sekunden mit fairem „Herunterprellen“ wie im Basketball, wenn der Sieger feststeht.

Fazit: Belohnung abgeholt für eine Saison mit vielen Höhen, aber auch einzelnen, schmerzhaften Erfahrungen, die dieses Team noch stärker gemacht haben. Ralf Plaul hat zusammen mit dem Verein immer an diese Mannschaft, diese guten Jungs geglaubt und sie schließlich vortrefflich ins Ziel gebracht. Danke ist zu wenig – vielen Dank auch noch nicht. Aus Kindern sind jetzt Männer geworden, denen weitere folgen werden. (by TF)

Tor: Kozik, Czirson
Feld: Henschel (6), Wiesner (6/1), Rubljev (3), Buchwald (3), Schäler (2), Plaul, T. (2), Kurtz (1/1), Schewetzky, Burggraf, Gugisch, Levtchenko, Volkmer, Hernández García, Nguyen – MV: Ralf Plaul