SG NARVA Berlin e.V.

Deutlicher Sieg gegen Tabellennachbarn

 

Du bist zu spät …“ , herrlich, nach Monaten der Abstinenz bei den Alten Herren der Ü40, war das doch eine willkommene Begrüßung. Zumal der Schreiber am Vormittag eine Niederlage gegen die Füchse im Bereich der Ü32 einstecken musste. So ein Spruch baut doch auf …

 

Aber wie immer war in der Kabine der „Alten“ eine gelöste Stimmung, aber auch Anspannung auf die heutige Partie gegen die Mannen von Ajax aus dem Süden Berlins.

 

Die Kabine platzte aus allen Nähten, volle Mannschaftsbesetzung und noch mehr… . Schleife und Hupi ( der sich beim letzten Training einen Muskelfaserriss zugezogen hatte ) verzichteten auf die Teilnahme am Spiel. Sah man vor der Partie auf die Tabelle, so sollte heute der Dritte gegen den Vierten antreten und so mit handelte es sich um das Spiel um die Herrschaft auf Platz 3 der Tabelle. So sollte das Spiel auch angegangen werden, die Marschrichtung von Coach Ecki. Konzentriert wie im Spiel gegen die „Unschalgbaren“ Recken von Rotation, die in einem grandiosen Spiel niedergerungen wurden.

 

Also Start der Partie oder wie sich im Verlauf des Spiels herausstellen sollte, Start zu den „Thomas Knorr Festspielen“. Die ersten Minuten waren von einem gegenseitigen Abtasten beider Teams geprägt. Es ging munter hin und her, aber es konnte sich kein Team weiter absetzen. Bis zum Spielstand von 9:8 war das Spiel vom Kampf um die Vorherrschaft auf dem heimatlichen Parkett bestimmt. Erst nach einem sehr lauten und klaren Weckruf von Marc, die 6:0 Deckung endlich einzuhalten, wandelte sich die Begegnung zu unserem Gunsten. Ab ging der NARVA-Express, angeführt von einem ersten Konter des besagten Thomas Knorr, zogen wir auf Grund der gefürchteten Stemmwürfe von Bernd, den wühlenden, ja wütenden Eins zu Eins Aktionen von Thomas mit unbedingtem Drang zum Tor der Übersicht von Marc im Aufbau des Angriffs , bis zur Pause auf 15:10 davon.

 

Es folgte eine lockere Ansprache von Coach Ecki, jedoch mit der Maßgabe, die um einiges älteren Herren von Ajax nun doch physisch aus den Angeln zu heben. Schnell wollten/sollten wir das Spiel machen um unsere Überlegenheit auch in einem zählbaren Ergebnis klar zu machen.

 

Also los, die SG hat Anwurf und zack der nächste Treffer durch den jetzt nicht mehr zu haltenden T.Knorr. Es wurde nun in Teilen gut kombiniert und gekämpft. Alle Spieler bekamen jetzt Ihre Einsätze, nur die geplante, vom Trainer geforderte Schnelligkeit fehlte gänzlich. Die Aussen waren nach jedem verworfenen oder nicht erfolgreichen Angriff der Gäste sofort Wieselflink vor dem gegnerischen Kasten, aber der Ball war noch nicht einmal in unserer Hälfte. Mensch, Männer wie heißt der Leitspruch der „heiligen“ SG- „Schnelligkeit beginnt im Kopf“. Aber wurscht . Der Gegner bekam nichts aber auch gar nichts mehr gebacken. Es wurde verworfen, gegen den Pfosten oder Latte geballert und alles, was sonst so auf unser Tor kam hatten unsere beiden Keeper Knorri und Raimund absolut im Griff. Katzenartig war Raimund in vielen Situationen an den Bällen des Gegners und setzte die in Hälfte Eins hervorragende Form von Knorri fort. Von unserem Spielfluss beflügelt kamen nun auch alle Spieler zu ihren glühenden Einsätzen. Die Halben zogen für die Aussen an oder die Mitte spielte den sich nun am Kreis des Gegners postierten Hübi direkt an und es folgte ein Trommelfeuer auf den Kasten des Tormannes von Ajax. Auch er konnte dem Spieldrang unserer Mannschaft heute nichts entgegen werfen. Die Partie war entschieden. Der Gegner konnte in HZ 2 lediglich ein Feldtor erzielen und einen 7 Meter verwandeln. Mehr war dem Bollwerk der SG NARVA heute nicht entgegen zu setzen. Lotte holte noch einmal den Hammer heraus und versenkte in Manier des „berüchtigten“ Thomas Knorr mit einem knallharten Stemmwurf den Ball in den Maschen des Gegners. Die mitgereisten zahlreichen Frauen, Freundinnen und Töchter der SG Recken waren verzückt vom Spielverlauf und kamen aus dem „Prost“ gar nicht mehr heraus. Mädels Ihr wart und seit den Männern eine große Unterstützung. Danke dafür.

Eine der besten im Gedächtnis bleibenden Aktionen war jedoch, Lotte zieht zu einem weiteren Stemmwurf ab und Hübi, der sich am Kreis schlängelnd und hüpfend von seinem Gegenspieler losreisst, steht nun versehentlich in der Schussbahn des Geschosses von Lotte. Krachend knallt der Ball an die Rübe von Hübi, dieser, und das unterstelle ich jetzt mal, lenkt in diesem Moment geistesgegenwärtig den Ball wieder in unsere Hälfte, so das wir weiter im Angriff bleiben. Der kurze Schmerzensschrei als auch die bleibende Rötung am Kopf des Protagonisten waren somit sofort wieder vergessen. Aber es war eine sehenswerte Aktion. Alles in allem muss der Schreiber den „Alten“ attestieren, die Truppe um Coach Ecki steckt voller Motivation und das zeigen die letzten Ergebnisse klar und deutlich. Der Biss und der Wille auf einen Podiumsplatz, ja es wird nur über den Podiumsplatz gesprochen, ist ausgeprägter denn je. Es wurde zu keiner Zeit über vergebene Chancen aus den eigenen Reihen gemeckert, selbst so etwas kann man vermissen, da sich der Schreiber in diesem Punkt immer sehr amüsiert zeigte. Es war mir ein Fest an dieser Partie teil zu nehmen.

 

Angeführt durch die Übersicht von Marc mit den schlagkräftigen Bombern, Thomas und Bernd, dem ja auch noch besondere Aufmerksamkeit des Gegners geschenkt wurde, denn so bald er den Ball in Richtung Tor von Ajax trieb. Es hiess immer „Achtung 57“, „Achtung 57“, kannste mal sehen auch in der Ü40 gibt es immer noch großen Respekt vor Einzelkönnern.

 

Der Einsatz an diesem Tage aller Kämpfer um die Vorherrschaft im Berliner Alt-Herrenhandball war grandios, ob nun Hartmut, der sich meiner Meinung nach einen Konter verdient hätte, denn er war während seines Einsatzes immer einer der Ersten am gegnerischen Strafraum, Rainer zeigte wie im Fussball, dass er einer der Abwehrrecken in den Reihen der „Alten“ ist. Grabbe, wie immer eine Stütze im Rückraum, aber das meckern fehlt mir einfach, Bodo der ein schönes Tor von Rechts Aussen erzielte nachdem Thomas für ihn anzog, Heiko der zum Ende der Partie unentwegt an den Kreis des Gegners zog und auch direkt vom Kreis aus erfolgreich war. Lutze nicht ganz fit, aber immer noch einer der schnellsten Links Aussen der Liga. Bodo und Ossi heute auf der Zuschauertribüne gaben ihr Bestes bei der Unterstützung des Helden in Rot. Endstand: 27:12.

 

Das war das letzte Heimspiel dieses Jahres, es wurde fröhlich mit Gattinnen und Freundinnen im Nachgang des Spieles gefeiert. Nächste Woche noch eine Partie, die jedoch durchaus lösbar sein sollte und dann ab ins Neue Jahr. (by C.E.)

 

Tormänner: Olaf Knorr, Raimund Hahn
Spieler: Andreas Grabowski (2), Heiko Wagner (3), Lothar Moritz(4), Lutz Hannemann, Hartmut
Saß, Marc Feldmann (1),Christian Eberhardt (4), Thomas Knorr (9), Bernd Eikelmann (5),
Bodo Maty (1), Michael Hup, Jörg Hübner

 

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.