SG NARVA Berlin e.V.

Erneuter Handballkrimi der Dauerrivalen

mB-Jugend I – SG TMBW 24:23 (12:13)

Die u17 wendet einen Ausrutscher zu Hause gegen die SG TMBW gerade noch ab und gewinnt wie im Vorjahr 24:23 (12:13)

Es wurde schon vergangene Saison viel geschrieben über die seit Jahren anhaltende Rivalität zwischen den 98er Jahrgängen von NARVA und TMBW. Diese Paarung versprach stets hart umkämpfte, enge Spiele, meist mit dem besseren Ausgang für die Heimmannschaft. Dieses Mal wollten die blauweißen Hausherren jedoch einiges anders machen und nach dem Sieg in Potsdam das gute Gefühl mit ins Spiel nehmen, um auch gegen die Tempelhofer relativ schnell für klare Verhältnisse zu sorgen und damit dem vorangegangenen Sieg echten Mehrwert zukommen zu lassen.

Leider gestaltete sich das Spiel nicht wie erwartet. Die Gäste fielen durch ihren unbedingten Willen auf, jede sich bietende Gelegenheit für einen Durchbruch oder einen Wurf zu nehmen. Allen voran Cosmo Reitzig setzte zu Beginn mit Schlagwürfen von der Mitte die Akzente, die mal wieder ein inakzeptables Blockspiel offenbarten. Die 6:0 Abwehrformation des Heimteams agierte zu träge, verlor unnötig viele Zweikämpfe aus dem eigenen Anprellen und stand überhaupt nicht kompakt.

Im Angriff bot sich das genau umgekehrte Bild. Die Gäste agierten defensiv, doch niemand ließ aus den Auslösen heraus einen Rückraumwurf folgen. Stattdessen verzettelte man sich durch einen viel zu großen Abstand zur Abwehr selbst und sorgte für viele technische Fehler. Lief der Ball schnell und druckvoll über 2-3 Stationen, sprang immer eine gute Torchance heraus. Besonders der wieder genesene und dennoch kränkelnde Anton war es dann, der das Spiel vollends an sich riss, klug Regie führte und bester Torschütze (7/3) seines Teams wurde. Durch eine Abwehrumstellung waren die Hausherren nun auch hinten gezwungen, aus ihrer Komfortzone herauszukommen. Die Tempelritter mussten immer mehr Aufwand betreiben, um überhaupt in die Nähe des Tores zu kommen. Trotz der gezeigten Leistung konnten sich die Gäste nicht absetzen. Aus dem 7:6 machten sie jedoch ein 10:12 und gingen schlussendlich mit 12:13 in die Kabine.

Näher ran an die Abwehr, Ball schnell und ohne Schnörkel rein in die Lücken. So sollte es gemacht werden. Tatsächlich gelangten die Jungs ohne große Probleme nach schnellen Pässen von 7m unbedrängt zum Wurf, sodass beim 14:13 kurz nach dem Halbzeitstart alle dachten, dass es so weitergehen würde. Mit schöner Regelmäßigkeit grüßt in solchen Phasen, in denen etwas funktioniert, die Inkonstanz. Technische Fehler zu Hauf ermöglichten den Gästen tatsächlich eine 14:17 Führung. Plötzlich waren die Tempelhofer wieder voll im Spiel und wollten mit aller Macht die Partie nach Hause schaukeln. Im Angriff wurde taktisch umgestellt, was letztlich wahrscheinlich den Sieg einbrachte. Durch kluge Verlagerung waren es Anton und Dennis, die riesige Durchbruchräume hatten. So ziemlich jeder Angriff führte dann zu einer klaren Chance oder zum 7m. Der gegnerische Keeper pushte sich so extrem, dass er einen Freien hielt und den Abpraller in sensationeller Manier, obwohl er auf dem Boden lag. Trotz dieses psychologischen Nachteils waren die Blauweißen klar im Kopf und ihnen war bewusst, dass das Spiel noch nicht verloren war. Sie machten genau da weiter und machten die Bälle rein. Auch in der Abwehr pushte man sich so, dass für die Gäste kaum noch was ging. Beim 20:20 war es Niklas, der 2 ganz wichtige Tore von Außen warf. Als beim 22:21 Philipp den Strafwurf parierte, war der Bann gebrochen. Mit 24:23 schaukelten die Jungs das Spiel dann irgendwie nach Hause. Durchatmen!

Man muss auch dreckig gewinnen. Von der Leidenschaft und vom Einsatz war TMBW klar besser und machte aus den Möglichkeiten das Beste. Zum Glück konnte die u17 rechtzeitig den Schalter umlegen und über die Emotionen zurück ins Spiel kommen, sonst wäre es ein ganz bitterer Nachmittag geworden.

Es fehlt zwar noch das Spiel gegen Neubrandenburg, aber terminlich ist die Hinrunde abgeschlossen. Mit 12:4 Punkten stehen die Jungs völlig zurecht auf dem 3. Platz. Zeit zum Ausruhen gibt es allerdings nicht, denn schon kommendes Wochenende ist die Sportschule aus Cottbus zu Gast in der Gürtelstraße. Das Hinspiel gewannen die Jungs überraschend mit einem Tor. Bis Weihnachten muss hart gearbeitet werden, um den Platz zu verteidigen und dieses Jahr eventuell sogar den HVB-Pokal zu holen. Dafür bedarf es aber harter Arbeit…

Böhlke, Kozik
Karpe (7/3), Garcia (4), Jüstel (4/2), Wiesner (3), Bellmann (2), Suka, Neugebauer, Rabenalt (je 1), Schäler, Meye, Lautenschläger, Alberts (n.e.)

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.