SG NARVA Berlin e.V.

Glanz und Gloria

4. Männer – SV Pfefferwerk II 44:26

Was war die Stimmung gedrückt nach dem letzten Spiel, als die Vierte gegen den Tabellenletzten verlor. Es bestand Redebedarf, Verunsicherung musste aus dem Weg geschafft werden. Selbstkritisch saß die Mannschaft Montag nach dem Training zusammen. Insbesondere Locke fand wahre Worte. Auch der Tabellenletzte hat es verdient, ernst genommen werden, dies sei Frage des Respekts.

Und wie das Schicksal es wollte, kam mit dem SV Pfefferwerk II der neue Tabellenletzte nach Friedrichshain. Ein Charaktertest.

Aber schon beim Aufwärmen war klar, die Jungs waren heiß wie Frittenfett, das gasförmig wird. Insbesondere für Sascha stand eine besondere Begegnung an. Nach seinem einjährigen Ausflug ins Land des Soja-Lattes und der voll hippen Jungmütterinnen spielte er nun wieder auf der guten Seite der Macht gegen seinen Ex-Klub.

Ab ging es in die erste Hälfte in den mittlerweile ungewohnten blauen Trikots. Die Vierte erzielte den ersten Treffer des Spiels und mit einem 3:3-Zwischenstand konnte Pfefferwerk das letzte Mal den Ausgleich erzielen. Fortan rollte die NARVA IV und jeder Spieler schrieb seine eigene Erfolgsgeschichte. Die wohl Schönste kam von Dan. Eingewechselt für Locke auf Rechtsaußen knallte er Ball um Ball ins Tor und wischte bei jedem Wurf mit seinem Oberkörper ein bisschen den Hallenboden. So hat er von Außen eine 100%-ige Wurfquote und einen blitzeblanken Boden hinterlassen. Eine Glanzleistung. Rund wurde die erste Halbzeit mit 26 Treffern. Nur zweimal erzielte die Vierte mehr Tore in dieser Saison. Dazu brauchte sie damals aber 60 anstatt 30 Minuten.

Also erstmal Pause. Die hatte auch der Schiri nötig, der sich fast schon ein wenig beklagte, dass die Vierte so schnell spielte.

In der zweiten Halbzeit hatte zum Schaden des Schiris die Vierte noch nicht die Lust verloren, das Handball spielen einzustellen. Schnell schaffte es die Vierte, auf 30:15 zu stellen. Aufopferungsvoll oder geistig umnachtet meldete sich Locke freiwillig, den 7-Meter für das 30. Tor zu werfen. Mit seiner einzigartigen T-Rex-Armhaltung knallte er das Teil unten rechts rein und merkte erst später, dass er einen Kasten spenden musste.

Ein besonderes Schmankerl bereitete Philipp mit einem Heber über den gegenerischen Torwart, der fast noch an die Hallendecke ging und einer Flugkurve, die sonst nur aus einer beliebten Zeichentrickserie der 90’er bekannt war. (https://www.youtube.com/watch?v=mRGxrqEFJ-4)

So ging das Spiel dem Ende entgegen. Der Schiri entschuldigte sich beim Kampfgericht, dass die 2-Minuten-Strafen so einseitig verteilt wurden. Allerdings konnte Pfefferwerk das Tempo der NARVA IV nicht mithalten und kam so nicht zum Foulen. Steffi saß diesmal mehr als dass sie stand, Saisonpremiere. Ihr Orthopäde atmet auf. Endstand 44:26.

Die Freude über den Sieg konnte aber noch gekrönt werden. Laura und Simon, zwei Menschen, die den ganzen Tag geknuddelt werden sollten, haben jemand Neuen zum liebhaben. Willkommen auf der Welt kleine Gloria!

Als Tabellenvierter geht die NARVA IV in die Halbserienpause mit der 2. besten Abwehr und dem schönsten Siegeslied. (by F. Gill)

Kader:
O.Knorr, M.Jonas, P.Meinert (2/1), A.Barrado (8/3), M.Kümmig (5/1), D.Seefeldt (6), K.Nitzsche (4), L.Steinmetz (5/1), M.Bergmann (5), T.Renzing (4), S.Bleckert (5)

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