SG NARVA Berlin e.V.

Gute Defensive gleicht fahrige Offensive aus

CHC II – 4. Männer 16:21 (4:10)

Alles auf null. Die Vorsaison aus den Köpfen streichen und neu fokussieren. Nur der Start ins neue Spieljahr zählt. Für NARVA IV beginnt dieses mit einigen Veränderungen. An der Spitze findet sich nun ein Trainergespann mit Steffi und Philipp und durch die noch länger dauernde Zwangspause unseres Kapitäns Markus muss Falko ihn einstweilen vertreten. Außerdem zog es seinen Bruder Andi zum Studium aus der Stadt, so dass ein neuer Kreisläufer und 7-Meter-Verwerter gefunden werden musste. Allerdings lassen sich auch Zugänge vermelden. So kehrt Sascha, nachdem er heraus fand, dass in Prenzlberg Familien gegründet werden, aber kein Handball gespielt wird, zur Vierten zurück. Ein halber Neuzugang ist Bruno. Als definitiver Neuberliner kann mit ihm nun langfristig geplant werden. Soviel zu den Geschehnissen in der Sommerpause.

Zum Auftakt reiste NARVA IV nach Charlottenburg zum Absteiger aus der Stadtliga CHC II. Und das gleich mal ohne einen ihrer Torhüter. Vermutlich angestachelt von der Gewerkschaft der Lokführer befanden sie sich zum ersten Spiel im Warnstreik und spielten gemeinsam Modelleisenbahn. Glücklicherweise stand mit Tobias ein Streikbrecher mit katzengleichen Reflexen im Tor. Mit der Freude, endlich wieder Handball spielen zu können und nicht nur zu trainieren, ging es in die erste Hälfte. In dieser war den Mannschaften die lange Saisonpause anzumerken. Viele Fehlwürfe auf beiden Seiten führten dazu, dass Zuschauer das Geld für ihre kostenlosen Eintrittskarten zurückverlangten. Zumindest die NARVA-Anhänger fanden noch in der starken Defensivleistung ihrer Mannschaft Trost und konnten mit einem 4:10 zur Pause gut leben.

Für den zweiten Durchgang hieß es von Steffi deshalb: „Hinten weiter so und vorne ein bisschen mehr.“

Sie wusste aber noch nicht, dass die Vierte traditionsbewusst ist und ihre Rituale zu pflegen weiß. Aus diesem Grund verschlief die Vierte den Anfang der zweiten Hälfte und ließ den CHC II auf nur zwei Tore ran kommen. Gegenwärtig laufen Wetten, mit welchem Mittel Steffi der Vierten diesen Halbzeitschlaf austreiben möchte. Am wahrscheinlichsten wird sie es mit Schlagermusik versuchen.

Frohlocken konnte sie aber, als Kai zu seinem Höhenflug ansetzte und die Abwehr des CHC II schwindelig spielte. Mit 8 Toren war er der Garant für den Sieg der Vierten. Deshalb wird sich auch niemand mehr an die zwei Heber zum Schluss erinnern, die mit gut gedacht/ schlecht gemacht noch höflich umschrieben sind und ihn zum liebevoll gemeinten 8-Tore-Deppen werden ließen.

Kritisch wurde es nur noch einmal in 55. Minute. Torwart Tobias stellte nach einer Glanzparade und einem 7-Meter-Pfiff fest, dass der Luftdruck im Ball um einiges zu hoch ist und nur mit einem heftigen Wurf auf den Hallenboden verringert werden konnte. Die Schiedsrichter nahmen dies wohlwollend zu Kenntnis und schenkten ihm seine verdiente zweiminütige Pause. Leider ließen sie unbeachtet, dass er der einzige etatmäßige Keeper in unseren Reihen war. Aber in solchen Momenten schlägt manchmal die Geburtsstunde von Legenden und Falko stellte sich ins Tor. Katzenartig machte er irgendwas im Tor, außer Bälle zu halten. Ein Glocke schlug nirgends. Der Vorsprung der Mannschaft war zum Glück hoch genug und die zwei Minuten schnell vorbei, so dass am Schluss ein 16:21 Sieg für die Vierte heraussprang.

Mit diesem Auftaktsieg geht NARVA IV optimistisch in die Saison, weiß aber um die Verbesserungspotentiale in ihrem Spiel. (by F. Gill)

Kader: T. Lewe, P. Meinert (2), A. Barrado (1), D. Seefeldt, F. Gill, T. Renzing (2), K. Nitzsche (8/4), L. Steinmetz, B. Reizner (1), M. Bergmann (3), M. Sager (3), S. Bleckert (1)

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