SG NARVA Berlin e.V.

Hönow war keine Reise wert

TUS Hellersdorf – SG NARVA II  32:20 (14:8)

So leidenschaftlich der Kampf in der Vorwoche gegen den PSV auch geführt wurde, viel zu sehen gab es davon in diesem Spiel nicht. Um es kurz zu machen: Angriffe vergeigt – ja, 7m verworfen – nein, über die Schiedsrichter meckern – hm, naja, äh – NEIN!

Die Gründe für die Niederlage müssen wir schon bei uns selbst suchen. Fangen wir bei der Spielvorbereitung an. Zu wenig Spieler nutzten das Trainingsangebot in der Woche, um ihren Platz im Team zu finden und wirklich ein MITspieler zu sein. Wenn die Trainer sich am Vorabend noch Sorgen machen müssen, dass die bevorstehende Aufgabe vollzählig absolviert werden kann, dann ist das wenig hilfreich. Richtig kontraproduktiv ist es jedoch, wenn Trainer und Spieler sich noch 30 Minuten vor Spielbeginn um fehlende Spieler sorgen müssen. Von Vorbereitung kann da keine Rede sein.

Das Spiel selbst begann dann so, wie es die Vorbereitung vermuten ließ. Der Gegner nutze unsere Unkonzentriertheiten zu einer schnellen 4:0 Führung, die er dann auch im weiteren Verlauf der Halbzeit ausbauen konnte. Trotz des schnellen 4 Tore-Handicaps versuchten wir jedoch immer wieder dran zu bleiben und den Spielstand zu verkürzen. Das gelang uns bis zum 11:8 ganz gut. Wir stellten uns besser auf den starken Rückraum der Hellersdorfer ein und trafen im Vorwärtsgang besser. Doch bereits hier wurde deutlich, dass unsere Aktionen kritischer beäugt wurden und die Messlatte für uns doch ein wenig höher gelegt wurde als die für die Heimmanschaft. Immerhin hatten gleich 3 unserer Spieler im ersten Durchgang die Gelegenheit darüber nachzudenken, was sie falsch gemacht haben (sollen). Trotzdem ist der klare Halbzeitrückstand nicht (nur) damit zu erklären. Vielmehr haben wir es nicht verstanden das umzusetzen, was vorab besprochen wurde: in der Abwehr selbst aktiv sein, Druck auf den gegnerischen Rückraum auszuüben und die Angriffe auszuspielen.

Die zweite Hälfte glich dann der ersten. Hellerdorf, wir und die Schiedsrichter waren gleich gut drauf. In der Folge nahm das Spiel den gleichen Verlauf und Hellersdorf zog schnell auf 10 Tore weg. Unser Bemühen dagegen zu halten trug zunächst Früchte und wir konnten auf 22:16 verkürzen. Doch dann wurde es wieder eng auf unserer Bank. Insgesamt 5 Zeitstrafen in Halbzeit zwei warfen uns zurück, eine doppelte Unterzahl brach uns schließlich das Genick.

Doch wie schon berichtet, es lag nicht an den jungen Hellersdorfer Schiedsrichtern und auch nicht am guten Auge des Kampfgerichts, dass wir so klar verloren. Wir haben einfach zu viele Fehler gemacht. Das Fazit aus dem Spiel: Durchschütteln, Mund abputzen, besser vorbereiten und mit Elan in das nächste Match. (nsc)

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