SG NARVA Berlin e.V.

Keine Blöße gegen Schönebergs Reserve

SG NARVA – SG OSF II 31:20 (15:8)

Die letzten Duelle der Kontrahenten waren eng umkämpft und aus NARVA-Sicht selten durch sehenswerten Handball geprägt. Die Kaderlotterie hatte auch vor diesem Spiel wieder zugeschlagen. Die beiden Außen Felix und Nico hatten auf der Krankenstation Stellung bezogen und leisteten dort Marcus, Cotti und Schmuhli sowie unseren Dauerpatienten Timme und Franz Gesellschaft. Kurzerhand wurde Linkshand Micha aus der 3. Mannschaft eingekauft und Philipp, frisch aus Heidelberg importiert, gab sein Debut auf der Spielmacherposition. So machte man sich in der Kabine erst einmal bekannt. Ein wenig flau ob der fehlenden Abstimmung war dem Chronisten allemal.

Bis nach Schöneberg hatte sich dies gottlob nicht rumgesprochen, denn in den ersten zehn Minuten leisteten die Gäste eher Begleitservice denn Abwehrarbeit. Ein 5:0-Lauf in den ersten acht Spielminuten gab den Jungs die Sicherheit, um für den Rest des Nachmittags zu keinem Zeitpunkt mehr in Gefahr zu geraten. Gerade zum Anfang wurde im Angriff taktisch diszipliniert mit Zug zum Tor und Blick für die Situation gespielt und auch noch zielstrebig verwandelt. Die Deckung war bissig und isolierte die wurfstarken Halben Schönebergs weitgehend. Der Schlüssel zu zwei Punkten. Während die Gäste sich fast jedes Tor hart erarbeiten mussten, kamen wir oft mit deutlich weniger Aufwand in eine gute Position. Einziger Kritikpunkt bleibt die Großzügigkeit bei der Chancenverwertung. Die anfangs gezeigte Treffsicherheit wich und die gegnerischen Torhüter wurden zu oft einfach abgeworfen. Zum Pausenpfiff stand es daher „nur“ 15:8.

Die zweite Halbzeit wurde dann genutzt, um in verschiedenen Aufstellungen die Feinabstimmung unter Wettkampfbedingungen zu verbessern. Bisweilen litt ein wenig der Spielfluss darunter, denn freie Spieler wurde zu oft übersehen und Auslösehandlungen nicht mehr ganz so sauber durchgespielt. Ach ja, die Durchblutung der Arme und Beine der Schöneberger Keeper wurde weierhin fürsorglich sichergestellt…

Dem Ergebnis war es nicht wirklich abträglich, denn auch so war beim Stand von 27:17 erstmals die 10-Tore-Führung erspielt. Nach dem 29. Tor stotterte der Tormotor jedoch bedenklich. Reihenweise wurden gute Gelegenheiten ausgelassen. Wollte man hier absichtlich der mit dem 30. Tor verbundenen Kiste Bier aus dem Weg gehen? Dass zu diesem Zeitpunkt ausgerechnet Momme in MANNDECKUNG genommen wurde, kann ebenfalls nicht mit rechten Dingen zugegangen sein. Hier wird noch ermittelt…

Egal! Oli hat sportlich fair einen Tempogegenstoß verwandelt und damit war auch dieser Punkt abgearbeitet.
Am Ende hatten alle ordentlich Einsatzzeiten bekommen und sich in der Torstatistik verewigt. Platz 3 in der Tabelle ist wieder in NARVA-Hand. (by T.K.)

NARVA:
Köhler, Fließ – Roese (8), Scheibner (3), Kretzer (3), Patzlaff (3), Vasconi (3), Gustke (3), Funda (2), Kremser (1), Welzel (2), Willamowski (1), Bardoel (1), Milk (1)

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