SG NARVA Berlin e.V.

Leidenschaft 2.0 – doch diesmal hat es nicht gereicht

SG NARVA II – TSV Rudow 25:28 (10:14)

Der Tabellenzweite zu Gast bei uns in der Pali, das konnte nur groß werden. Doch als die Spieler aus Rudow die Halle betraten, waren zunächst diese körperlich so ziemlich groß und sodann zu Spielbeginn auch unser Respekt vor ihnen.

Deutlich wurde das beim immer wieder zögerlichen Zufassen im Abwehrverhalten, aber auch bei unserem spannungsarmen und ideenlosen Aufbauspiel. Mit dem Ball gaben wir jeweils auch gleich die Verantwortung an den Mitspieler weiter. Da wir es so kaum schafften Druck auf die gegenerische Abwehr auszuüben, zwangen wir diese auch kaum sich zu bewegen und schon garnicht zu Fehlern.

Trotzdem blieben wir ergebnismäßig nicht nur „dran“, sondern schafften zwischnzeitlich auch eigene Führungen. Selbst Rückstände mit jeweils 3 Toren konnten wir zweimal egalisieren.Verantwortlich dafür waren aber  hauptsächlich Einzelaktionen, mit denen wir uns immer wieder am Kreis durchsetzen konnten und dort oftmals nur unsauber gebremst wurden. Leider erlaubten wir uns dabei den Luxus, in der ersten Häfte drei Strafwürfe zu vergeben. Einen ausgeglichenen Spielstand zur Pause verwehrten wir uns darum eher selbst.

In der Pause weckten wir bei dem einen und anderen Spieler noch einmal den Mut und den Glaube an sich selbst. Entgegen unserer sonstigen Gewohnheit verschliefen wir daher die Anfangsphase in Halbzeit zwei nicht, sondern sorgten schnell für unseren Premierentreffer in diesem Spielabschnitt. Jetzt übten wir auch mit einfachen Aktionen Druck auf den Gegner aus und zwangen ihn zu einigen Fehlern. In der Folge kamen wir Tor um Tor heran und konnten beim Stand von 23:23 auch wieder ausgleichen.

Doch statt nun die Ruhe zu bewahren, ließen wir uns von der Härte und Aggressivität der Rudower beeindrucken und agierten nun wieder zögerlich und verhalten. Selbst eine doppelte Überzahl verhalf uns hier nicht zu mehr Sicherheit. In dieser Phase zeigte sich, dass unsere spielerischen Lösungen leider noch limitiert sind. Schlussendlich erwies sich Rudow am heutigen Tag als Spitzenmannschaft und für uns als eine Nummer zu groß. Doch verstecken müssen wir uns mit dieser Leistung nicht.

Fazit: Hier war deutlich mehr drin. Mit mehr Selbstvertrauen und mehr automatisierten Lösungen im Gepäck hätten wir die Punkte in der Halle behalten. Genau daran werden wir in den kommenden Wochen arbeiten. Auch mit diesem Spiel hat das Team wieder einen Schritt nach vorn gemacht, am Ziel sind wir deswegen aber noch nicht.

Es spielten:
Pascal, Lukas; Adrian (10/3), Fabian (5), Mirko (4), Jais (3),  Martin(1), Marten (1), Leon (1), Alex; Jannis, Paul, Yannik,
(by Norbert)

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