SG NARVA Berlin e.V.

mA-Jugend Berliner Meister 2014

SG NARVA – KSV Ajax-Neptun 41:25 (20:9)

Unsere männliche A-Jugend hat es vollbracht. Am fünftletzten Spieltag traten alle Eventualitäten ein, sodass sich die Jungs von Trainer Steffen Wolff nach dem Sieg der SG AC/Eintracht über den VfL Tegel (26:23 – Danke nochmals! Belohnung ist versprochen.) und einem nie gefährdeten 41:25 über den Tabellenzweiten aus Köpenick nun Berliner Meister 2014 nennen können. Damit treten sie erfolgreich in die Fußstapfen der legendären „Selemeeez“ von 2012.

In Zeiten moderner Kommunikationstechnologie wussten die Spieler selbstverständlich vom Ausgang der anderen Begegnung und hatten nun natürlich noch mehr Motivation im Körper als ohnehin bei einem „Spitzenspiel“ Erster gegen Zweiter. Die Tribüne des Crystal Palace war mit über 130 Zuschauern auch gut besucht, der Kontrahent durchaus in stattlicher Anzahl erschienen. Es konnte also ein spannendes Match erwartet werden.

Wir legten durch einstudierte Angriffsaktionen auch sofort vor, arbeiteten vor einem wieder einmal sehr konzentrierten Philipp Kozik (98er Jahrgang) im Tor gut in der Deckung und mussten zunächst fast ausschließlich Gegentreffer über Strafwürfe hinnehmen. So richtig zu lösen vermochten wir uns erst nach dem zwischenzeitlichen 8:7 (nach 6:3). Dann ging es fast nur noch in eine Richtung. Irgendwie konnte man fast Mitleid mit dem gegnerischen Keeper haben, der sich wiederholt einem frei werfenden Angreifer gegenüber sah. Die Tribüne hätte sicherlich ein echtes Feuerwerk entfachen können (Utensilien standen bereit), wenn auch nur mal ansatzweise ein Spannungsfunke vom Spielfeld übergesprungen wäre. Doch das war einfach zu einseitig, was da geboten wurde. Erinnerungen an das Match der A-Jugend 2012 gegen den TSV Rudow, der ebenfalls als Medaillenkandidat ein paar Spieltage vor Saisonende in die Palisadenstraße kam und ergebnistechnisch (39:20) unterging, wurden wieder wach.  Mit 20:9 ging es in die Kabinen.

Das Ding war einfach schon gelaufen. Entsprechend spielten nun alle Akteure einen relativ entspannten Ball. Für den Zuschauer war vor allem interessant, wie eiskalt der 5680-tägige NARVA-Keeper (jüngerer B-Jugend-Jahrgang) weiterhin seinen Job betrieb. Und ganz besonders freute es die Tribüne, als Nilson sein privates Duell mit dem gegnerischen Torhüter, der zu keiner Zeit „erlöst“ wurde, auch mal gewann. Das vierzigste Tor gelang dann dem in der ersten Hälfte bei einem Zusammenprall ordentlich durchgeschüttelten Adrian Sekiraca. Der Endstand betrug 41:25, wobei die letzten 3 Treffer die Köpenicker erzielten. Anschließend wurde natürlich gebührend gefeiert.

Fazit: Die Frage, was Ajax heute mit dieser weitgehend blutleeren Vorstellung eigentlich hier verloren hatte und nie (außer in den ersten 17 Minuten) echten „Wolfs“-Biss zeigte, verbietet sich ebenso wie der Gedanke, was unsere Truppe in der Ostsee-Spree-Liga hätte reißen können. Denn für heute gilt der Glückwunsch der Mannschaft, die sich souverän aus einer umkämpften Hinrunde zur Meisterschaft spielte. Das habt ihr großartig gemacht, Männer!

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