SG NARVA Berlin e.V.

Meck-Pomm Tournee erfolgreich beendet (Teil 1)

Mit einem Sieg und einer (zu erwartenden) Niederlage kommt die u17 erfolgreich nach Berlin zurück und darf sich über die Schützenhilfe der SG TMBW im Kampf um Platz 3 freuen

SV Mecklenburg Schwerin – mB-Jugend I 21:26 (11:12)

Lange hatten alle Beteiligten darauf gewartet und sich gefreut, ganz professionell an einem Wochenende im Hotel zu übernachten und 2 Spiele zu absolvieren. Dass es sich hierbei um zwei ganz dicke Brocken handelte, war vorher schon klar. Trotz intensiver Belastung sollten irgendwie mindestens 2 Punkte geholt werden, um den 3. Platz zu festigen und nicht noch in Gefahr zu geraten, bis auf Platz 5 abzurutschen. Nach der tollen Saison bis dato wäre das ein absolutes Desaster für die Mannschaft.

Motiviert und gut gelaunt begann kurz nach 10Uhr am Samstag die große Reise. Erster Halt: Schwerin. Oder besser gesagt: der Stadtrand von Schwerin. Hinter einem Wohngebiet am Ende einer Sackgasse tat sich die schöne Schweriner Halle auf. Kurzer Spaziergang durch die Prärie um die Beine nach der 2-stündigen Fahrt locker zu kriegen und schon ging es in die Kabine. Umziehen und Teambesprechung war angesagt. Detailliert wurde der Gegner analysiert, Stärken und Schwächen aufgezeigt. Vom Blatt Papier her sollte eigentlich alles für die u17 sprechen.  Die bange Frage war nur: Wie verkrafteten die Jungs die lange Fahrt und die weiteren Rahmenbedingungen?

Erster Angriff für Schwerin und schon schepperte es gewaltig. Mit Urgewalt zimmerte der Rückraumlinke der Heimherren den Ball aus 12 Metern über Philipps Schädel an die Unterkante der Latte. Genau diese Spielweise wurde vorher angesprochen. Zum Glück waren die Jungs gewillt, unbedingt schon gegen Schwerin zu punkten. Dementsprechend stark präsentierte sich der Angriff. Die defensive 6:0 Schwerins wurde durch einen schnellen Ballvortrag gut auseinander genommen. Hinten stellte sich der Mittelblock um Michael Schäler und Yannick Meye sehr gut auf die Schützen der Gegner ein, attackierten und blockten, was das Zeug hielt. Beim 5:3 erkannte man schon, dass dieses Spiel nur die u17 zu entscheiden hatte. Würde sie ihren Stiefel weiter runterspielen, hätte der Gegner nicht den Hauch einer Chance. Nach kurzer Zeit wurde schon munter durchgewechselt, weil Kräfte gespart werden mussten und außerdem so viel Qualität draußen sitzt, dass man ohne Bauchschmerzen wechseln kann. Beim 9:5 verlor man hinten den Zugriff auf die Gegenspieler, weil ein komplett neuer Mittelblock sich erstmal einstellen musste. Beim 10:9 hatte man bereits fast alle Spieler des Starts einmal gewechselt und die neuen fanden sich nun auch gut ein. Beim 12:9 waren sie dann jedoch schon gedanklich in der Pause, sodass Schwerin mit der Schlusssirene auf 12:11 herankam.

Die Spieler waren sichtlich enttäuscht, fragten sich, warum man trotz weitaus besserer Spielanlage nicht schon wesentlich höher führte. Die Lösung war schnell gefunden: Vorne trafen die Jungs nicht mehr so gut, trafen nur Holz oder bekamen Übertreten abgepfiffen. Hinten hielt Philipp zwar super, aber gefühlt sprang jeder Ball nochmal zurück zum Heimteam, die das Wurfglück auf ihrer Seite hatten. Wie oft ein Schweriner den Ball aus einer ganz schlechten Wurfposition aus dem Rückraum Pfosten-Rein warf, konnte man gar nicht glauben.

Trotzdem: Weiter positiv bleiben und vorne diszipliniert spielen. Verunsicherung machte sich zu Beginn breit. Anscheinend begannen die Jungs auf dem Parkett nachzudenken. Man verlor für mehrere Minuten komplett den Faden. Schwerin übernahm beim 12:13 die Führung. Eine Überzahlsituation und eine Abwehrumstellung brachten Sicherheit zurück. Auf einmal lief es vorne wieder. Richard und Anton, die zu Beginn der Halbzeit völlig von der Rolle waren, trafen nun zusammen mit Robert am Kreis immer abwechselnd. Nach dem 14:14 konnte man sich bis auf 22:16 absetzen. Ohne eine Auszeit nehmen zu müssen, zog sich das Team selbst aus dem Schlamassel. Ein Reifeprozess, der sich über die Saison hinweg einstellte. Vor allem die beiden wieder genesenen Richard Rabenalt und Robert Kurzweil überzeugten mit toller Leistung vorne wie hinten. Beim 26:21 ertönte der Abpfiff in einem Spiel, in dem trotz kurzem Rückstand nie das Gefühl aufkam, die Punkte abgeben zu müssen. Es lag in der eigenen Hand und die Jungs nahmen sich die 2 Punkte. Erwähnung soll auch noch das OSL-Debüt von Ismail Baltruschat im Tor finden, der als Ersatz für Pascal Böhlke einsprang, der mit der A-Jugend in Wildau einen Sieg einfuhr, und sich trotz wenig Einsatzzeit voll in den Dienst der Mannschaft stellte. (by O.O.)

Kozik, Baltruschat

Rabenalt (5), Karpe (5/1), Neugebauer (5/2), Teller, Garcia (je 3), Kurzweil (2), Lautenschläger, Meye, Suka (je 1), Schäler, Bellmann

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