SG NARVA Berlin e.V.

Meck-Pomm Tournee erfolgreich beendet (Teil 2)

SV Fortuna Neubrandenburg – mB-Jugend I 21:16 (10:8)

Nach dem Spiel war vor dem Spiel. Direkt nach Abpfiff begann die Regeneration. 2 Punkte hatte man fix im Gepäck, jetzt wollte man auch noch den Favoriten ein weiteres Mal ärgern im besten Falle. Auslaufen, Selbstmassagen auf der Blackroll… die Jungs wollten schnell die Müdigkeit aus den Knochen bekommen. Danke an den Jugendkoordinator des SV Mecklenburg Schwerin Felix Eckert, der die u17 gewähren ließ und so seinen wohl verdienten Feierabend nach hinten verlegte.

Nachdem alle fertig waren, ging es in die wunderschöne Schweriner Innenstadt, um sich noch einmal zu stärken. Danach ging es zurück in die Autos, um abermals 2 Stunden zu fahren. Diesmal ging es direkt zum Hotel in Neubrandenburg. 19:45 Uhr Ankunft. Passi wartete schon sehnsüchtig auf das Eintreffen seiner Teamkollegen. Taschen verstauen, Zimmer beziehen und dann ab in den Seminarraum des Hotels zur Teambesprechung. Dort wurde das Spiel ausgewertet und ein Ausblick auf den nächsten Tag gegeben. Ab 20:30Uhr hatten die Jungs dann endlich ihre Ruhe.

Pünktlich 9:30 traf man sich am Sonntag zum Frühstück. Eine gewisse Anspannung war zu merken. Das Spiel um Platz 2 stand an. Würde man die Akkus wieder gut vollbekommen haben oder schlauchten die Strapazen zu sehr? Kurz nach 11Uhr Abfahrt Richtung Halle. Spaziergang der Jungs, den sie diesmal voll ausnutzten.

Schon in der anschließenden Teambesprechung merkte man, dass alle gewillt waren, nochmal den großen Coup zu landen. Wahnsinn wie viele Eltern sich dann im Laufe der Erwärmung in der Webasto Arena einfanden. Einen kompletten Zuschauerblock nahmen die NARVA-Fans ein. Wohlgemerkt auswärts in Neubrandenburg!

Das Spiel knüpfte von Beginn an nahtlos an das Duell vor einer Woche an. Die Sportschüler zeigten sich jedoch viel dynamischer und leidenschaftlicher. Die Niederlage wollten sie anscheinend nicht auf sich sitzen lassen. Die Blauweißen hielten ihrerseits mit kraftvollen Angriffssequenzen dagegen. Allen voran Richard Rabenalt nutzte den Platz der offensiven Abwehrformation der Hausherren. Bis zum 6:6 dominierten auf beiden Seiten die Defensivreihen inklusive Torhüter. Während die 4-Tore-Städter mit schnellen Ballvorträgen und Rückraumkrachern für Aufsehen sorgten, wirkte das Berliner Spiel auf einzelne Akteure fokussiert. Der Favorit wurde in der Deckung immer offensiver, wodurch die Jungs sich immer mehr in Einzelaktionen verstrickten. Die geistige Frische fehlte in den Situationen, um zu erkennen, wie zu spielen war. Unsicherheiten machten sich breit, die Sportschüler nutzten jeden kleinen Fehler und gingen mit 6:9 in Front. Glücklicherweise retteten sich die Narvaristi mit 8:10 in die Pause.

Es bestand gehöriger Redebedarf. Leider merkte man den Jungs an, dass sie vom Kopf her gewillt waren, alles in die Waagschale zu werfen, doch der Körper vollkommen ausgepumpt war. Es wurden Lösungen mit auf den Weg gegeben, wie man die Deckung des Gegners zu bespielen hatte.

Leider geschah genau das Gegenteil von dem, was man sich vornahm. Vorne löste man die großen Räume in der Kleingruppe nicht gut und plötzlich enteilte Neubrandenburg auf 9:14. Es musste nochmal ein Aufbäumen kommen. Die Frage, die man stellen musste: Wer war dazu noch körperlich in der Lage. Auf der Bank saßen fast nur noch Spieler, die völlig am Ende waren. Die tapferen Sieben auf der Platte erarbeiteten sich nochmals Lösungen. Vielleicht waren es keine schönen Sachen, besonders nicht im Positionsspiel, aber so leicht wollte man sich nicht geschlagen geben. Als es beim 13:18 so aussah, als würde man mit einer gehörigen Packung nach Hause fahren, nutzte man die Auszeit, um nochmal Körner zu sammeln. Plötzlich stand es 16:18 vier Spielminuten vor dem Ende. Die Abwehr arbeitete wieder besser und vorne konnten aus der 2. Welle Tore erzielt werden. Eine 2 Minuten-Strafe war der endgültige Todesstoß. Einhergehend mit dem 16:19 war das Spiel gelaufen. Schade. Die Jungs kämpften tapfer, allerdings fehlte die geistige Frische, um neue Situationen adäquat lösen zu können. Dennoch kann man stolz auf sich sein, weil man sich sehr gut aus der Affäre gezogen hat. Mit 16:21 in Neubrandenburg zu verlieren ist keine Schande. Verloren hat man das Spiel in der Offensive.

Kann man sich über diese Niederlage ärgern? Eher nicht. Das Wochenende war ein einmaliges Erlebnis für Jungs. Die Erfahrungen, die sie gesammelt haben, werden ihnen sicherlich noch helfen. Der Verein und alle Eltern sind stolz auf diese Jungs. Hoffen wir auf weitere erfolgreiche Jahre. Den größten Triumph der Vereinsgeschichte im Jugendbereich kann die u17 nun eintüten. Eines der letzten beiden Spiele muss nur noch gewonnen werden, um den 3. Platz sichern zu können. Der Traum ist also zum Greifen nahe. Von dieser Platzierung hat man zu Saisonbeginn nicht mal geträumt. Zielvorgabe war die direkte Qualifikation. Das wurde schon als hohes Ziel ausgegeben und jetzt haben die Jungs so viele Sportschulen hinter sich gelassen. So kann es weitergehen.

Und es wird noch besser: Die u17 könnte diese Saison mit dem Berliner Pokal abschließen. Im Halbfinale wartet die C-Jugend der Füchse. Im möglichen Finale würde man dann auf den BFC Preußen treffen, der im Halbfinale sensationell die SG TMBW aus dem Rennen warf.

Großer Dank gilt den Familien Kozik und Meye, die das Wochenende komplett beim Team verbrachten. Außerdem muss der Familie Wiesner gedankt werden, die den Weg nach Schwerin auf sich nahm und Niklas seine Zeit beim Team gewährte. Alle hoffen natürlich, dass ihm nichts Schlimmes wiederfahren ist. Des Weiteren soll Andreas Westram gedankt werden, der Passi nach dem A-Jugend Spiel direkt nach Neubrandenburg fuhr und dann weiter beim Team blieb. Danke an das Green Line Hotel Hellfeld für die tolle Bewirtung.

Aber das größte Dankeschön geht an alle Eltern und Unterstützer, die den Weg nach Neubrandenburg in die Webasto Arena auf sich genommen haben. Es war eine tolle Atmosphäre und schön zu sehen, wie alle diese Mannschaft unterstützen.

Am kommenden Samstag geht es zu Hause gegen den 1. VfL Potsdam weiter im ersten Matchball-Spiel. Natürlich setzen die Jungs alles daran, den Treppchenplatz schon dort in Sack und Tüten zu bringen. (by O.O.)

Böhlke, Kozik,

Karpe (4/2), Rabenalt (3), Jüstel, Bellmann, Teller (je 2), Garcia, Lautenschläger, Meye (je 1), Suka, Neugebauer, Kurzweil, Schäler

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