SG NARVA Berlin e.V.

NARVA IV betoniert zweiten Tabellenplatz

Doppelspieltag um den Aufstieg für die Vierte. Samstag und Sonntag ging die NARVA IV auf Klassenfahrt und schaute sich Gegenden an, die sie sonst keiner sieht, es sei denn, er/sie wohnt da oder spielt dort eben Handball. Erst nach Gatow und anschließend nach Altglienicke. Macht mit dem Auto 46 km oder mit den Öffis fast zwei Stunden Fahrtzeit. Gut, dass sich die Vierte in der Mitte der Strecke eine Nacht lang eine Pause nehmen durfte.

Regelkunde für Torhüter

Zunächst musste die Vierte also raus nach Gatow, um einen Tag vor dem vorletzten Spieltag in der Saison das letzte Spiel der Hinrunde zu absolvieren. Vor Ort wartete der Angstgegner der Mannschaft, die Handballfreunde Blau Weiß Spandau 2000 II. Zwar traf die Vierte noch nie auf dieses Team, aber um Angstgegner der Männer zu sein, reicht es, wenn die Kontrahenten die rote Laterne innehaben.

Im Gegensatz zur letzten Saison standen die Vorzeichen gegen den Tabellenletzten besser. Der Typ mit den Trikots musste nicht von zu Hause abgeholt werden, weil er berauscht verschlief, keiner suchte beim Aussteigen aus der S-Bahn ein ruhiges Plätzchen für sich und seine Magenprobleme und niemand lief beim Einwerfen gegen den Pfosten. Nein, die Männer rochen gut und wollten den ersten Schritt Richtung sportlichen Aufstieg an diesem Wochenende machen.

Das wurde sofort zu Beginn der Partie deutlich. Die Mannschaft zeigte sich konzentriert und zog auf 0:5 davon. Es war seit langem die erste 5-Tore-Führung der Vierten, die sie danach nicht sofort wieder hergab und das, obwohl Spandau gelegentlich mal in ein leeres Tor werfen durfte und die NARVA-Torhüter ein wenig Regelkunde während des Spiels erhielten. Haben die auch mal was gelernt. Schön.

Der Spielverlauf selbst hielt keine Überraschungen parat. 17:31 hieß am Ende nach einem 8:13 zur Halbzeit. Die Mannschaften sehen sich dieses Wochenende wieder.

Kader: N.Richter, C.Landgraf, F.Gill, M.Kümmig (1), S.Adrian (3/2), M.Sager (7), T.Mielke (3/1), D.Seefeldt, M.Bergmann (7), S.Bleckert (2), T.Gandt (2), M.Birkhof (4), B.Reizner (1), L.Steinmetz (1)

Kiste um Kiste um Kiste

Nur einen Tag später traf sich die NARVA IV dann schon um 9 Uhr im idyllischen Altglienicke. Hat keiner mitbekommen, dass es dort schön war. War zu früh. Anders als vor knapp zwei Jahren in der Grundschulhalle wollte die Mannschaft jedoch auf schildkrötenhafte Geschwindigkeit und Reflexe verzichten und ging sicherheitshalber in die Kabine mit Asterix an der Tür. (zum Verständnis: http://www.sg-narva.de/60-minutiger-arroganzabschutteltanz/ )

Vor den Augen einer NARVA IV-Legende, Morten „The Beard“ Jonas, sollte der erste sportliche Aufstieg der Vierten in die Stadtliga klar gemacht werden. Nur noch einmal die Knochen hinhalten und den einen Schritt mehr machen als der Gegner, auch wenn es das zweite Spiel an dem Wochenende ist.

Und die Vierte war willens, dies zu tun. Zwar ging es für Ajax schon um nichts mehr, aber dennoch stellten sie die zweitbeste Offensive der Liga. Vorsicht war also geboten, die Defensive musste stehen. Glücklicherweise hatten die Torhüter der NARVA IV ihre Regelkenntnisse gerade erst aufgefrischt.
Das Spiel begann vielversprechend und dies zog sich über die komplette Spielzeit durch. Die Mannschaft erzielte den ersten Treffer und ließ mit dem 1:1 das letzte Mal einen Ausgleich zu. Es war ihr anzumerken, dass der Sack an diesem Sonntag zu gemacht werden sollte.

Kritisch wurde es nur zwischen den Minuten 15 und 20. Ein wenig übermotiviert und mit etwas schweren Beinen kassierte ein NARVA-Spieler die erste 2-Minutenstrafe, nur um eine Minute nachdem er wieder auf der Platte war, sich die nächsten zwei Minuten abzuholen. Also habe ich mich wieder hingesetzt, aber die anderen bewältigten die Situation mustergültig und ließen Ajax keinen Anschluss finden. Auf fast alles fand die Mannschaft eine Antwort. So beispielsweise, der auf einen Gegentreffer 10 Sekunden vor dem Halbzeitende aus 10 Metern den Ball in den Winkel latzte. 8:15 für NARVA IV.

Direkt nach dem Wiederanpfiff killte die Vierte das Spiel. Drei Tore in Folge und einen 10-Torevorsprung. Sowas kann die Vierte nur  nach Weihnachtsfeiern verspielen.

Einziger Aufreger war eine rote Karte gegen die Vierte. Also stellte ich mich mit meiner dritten Zwei-Minuten-Strafe auf die Tribüne.

Ansonsten bereitete die Mannschaft schon mal die Saisonabschlussfeier vor.
Ein butterweicher Heber in die Arme des Torwart = Kiste
Anspielung auf die Familienverhältnisse des Gegners und 2 Minuten = Kiste
Unberechtigte rote Karte = Kiste
Ungebetene Regelkunde für den Schiri = Kiste
30. Tor = Kiste

Zum Abschluss der Saison steht gerüchteweise eine Premiere bevor. Steffi könnte mal mehr als zwei Prozent des Spiels sitzen. (by F. Gill)

Kader: N.Richter, C.Landgraf, L.Steinmetz (3), M.Cordier (1), F.Gill (2), M Kümmig (3), S.Adrian (3), M.Sager (6), D.Seefeldt (3), M.Bergmann (6), S.Bleckert (1), T.Gandt, R.Götz (2), T.Renzig (1)