SG NARVA Berlin e.V.

NARVA IV hadert (mal wieder) mit sich selbst

 NARVA IV – FES III 21:26

Auch auf die Gefahr, das Fazit vorwegzunehmen. Das Spiel stand unter dem Motto: Sich selbst zu schlagen, ist immer noch am Einfachsten.

Nach der letzten Niederlage hatten wir uns fest vorgenommen von Anfang an körperliche und vor allem geistige Präsenz auf dem Feld zu demonstrieren. Dass mit FES III kein leichter Gegner den Weg in den Narvardrom gefunden hatte, war uns klar. Vor allem körperlich durfte man diesen Gegner nicht unterschätzen. Trotzdem stand das Spiel nicht unter schlechten Vorzeichen. Wir hatten eine volle Bank, auch dank der Unterstützung von Martin und Vilem. Wir waren motiviert!

Der Start ins Spiel lief nicht optimal, machte aber zunächst keinen Grund zur größeren Sorge. Die ersten Minuten verliefen insgesamt ausgeglichen. Ab dem Stand von 3:3 gelang es dem Gegner aber immer wieder mit 1 – 3 Toren in Führung zu gehen. Zu sehr ließen wir uns verunsichern und nutzten vor allem unsere Chancen nicht. Zur Halbzeit stand es daher 10:13. Dieses Bild veränderte sich bis zum Ende des Spiels nicht mehr. Immer wieder blitzten die eigentlichen Fähigkeiten der Mannschaft auf. Jedoch gelang es nicht mehr wirklich den Gegner einzuholen. Endstand: 21:26

Sicherlich werden Spiele aus einer sicheren Abwehr heraus entschieden. Nichtsdestotrotz kann man nur selten mit 21 Toren ein Handballspiel gewinnen. Insgesamt fehlt der Mannschaft, vor allem den Unerfahrenen im Team, die Abgebrühtheit und Cleverness auch mal knifflige Situationen zu meistern. Um an dieser Stelle mal das Vereinsmotto zu bemühen. Schnelligkeit beginnt eben tatsächlich im Kopf. Allzu oft haben wir uns von den „Jede-Situation-kommentierenden-Gegenspielern“ aus der Ruhe bringen lassen. Es scheint wohl eine Art „Taktik“ der Gäste aus dem Nordosten zu sein, Handball mit einer gewissen schauspielerischen „Slapstick“ zu verbinden, wie sich aus Gesprächen nach dem Spiel ergab.

Keine besonders glückliche Rolle spielte auch der Unparteiische. Natürlich sind wir dankbar, dass er nach dem Spiel der Dritten da geblieben ist, nach dem mal wieder kein Schiedsrichter vom HVB angesetzt war, und die Leitung unseres Spiels übernommen hat. Dennoch können wir nicht mit allen seinen Entscheidungen zufrieden sein. Leider hat er es frühzeitig verpasst, die Diskussionen auf dem Spielfeld zu unterbinden. Sicherlich ist der eine oder andere Pfiff eine Frage des subjektiven Winkels. Jedoch gibt etwa das Zeitstrafenverhältnis von 5:1 kein gerechtes Abbild der Partie wider. Dabei heißt eine klare Linie zu haben meist nur, auf beiden Seiten mit dem gleichen Maßstab zu messen. Da man am Ende sehr selten wegen des Schiris verliert und derartige Analysen für die Zukunft der Mannschaft keinen Aussagegehalt in sich tragen, soll es damit aber auch sein Bewenden haben.

Was bleibt ist die Erkenntnis, dass wir noch viel zu tun haben! Wir müssen weiter an unseren Defiziten arbeiten und unsere Stärken, die auch am Sonntag wieder phasenweise zu sehen waren, mehr hervorheben.

Wir bedanken uns bei Martin und Vilem für ihre Unterstützung!

Im Einsatz:

Olaf, Morten

Vilem (3), Philipp (1), Markus (1), Tobias, Martin K., Mathias (7/1), Dan, Martin S. (6), Micha, Andi (2/1), Martin C.(1)

HSW Humboldt – NARVA IV 35:30

In den vergangenen Spieltagen konnte sich die SG NARVA 4 meist auf eine solide Defensivleistung verlassen. Daher wurde im Training viel am Angriff gearbeitet, die Stärke des Rückraums ausgebaut und der gezielte Einsatz der Außenspieler forciert. Für dieses Wochenende war klar: Es müssen mehr Tore her!

Ja, dieses Ziel haben wir erreicht und uns mit 30 Toren deutlich gesteigert. Aber der Preis war hoch. Eine unterirdische Deckungsarbeit bescherte uns satte 35 Gegentore und damit eine herbe Niederlage. Aber besser von Anfang an:

Am Samstag 17 Uhr sollte das Fest beginnen. Der Gegner HSW Humboldt durfte beginnen. Wir konnten das erste Tor verhindern und im Gegenzug direkt Einnetzen: 1:0 Führung. Das Anschlusstor des Gegners ließ natürlich nicht lange auf sich warten. Werfer war die Nummer 4 der Humboldter. Und wie sich im Verlauf des Spiels heraus stellte, sollten wir arge Probleme mit diesem Spieler bekommen. Es folgte in den ersten acht Minuten ein munterer Schlagabtausch, der sich bis zum 5:6 fortsetzte.

Dann kam die NARVA 4 allerdings in Schieflage. Kleine Fehler schlichen sich ein, wodurch wir im Angriff keine Tore erzielten. Im Gegenzug war unser Gegner allerdings sehr sicher im Abschluss und erzielte Tor für Tor. Durch unsere passive Defensive kamen die Humboldter zu oft sehr frei zum Wurf. Weder funktionierte ein Mittelblock noch konnten wir die Spieler effektiv fest machen. Und obwohl wir uns darüber im klaren waren, dass die Nummer 4 das größte Problem ist, konnte ihm keiner unserer Mannschaft Herr werden. In den letzten Minuten der ersten Halbzeit konnten wir in einer starken Phase noch einmal den 6 Tore Rückstand auf ein 16:19 Halbzeitstand verkürzen.

Das Spiel war noch lange nicht verloren. Das war allen in der Kabine klar. Top motiviert und mit neuer Kraft ging es in die zweite Halbzeit. Wir starteten direkt mit einem Tor. Da waren es nurnoch 2. Und auch in der Verteidigung lief es auf einmal. Die Humboldter sahen auf einmal ziemlich alt aus. Gute Deckungsarbeit zwang den Gegner zu einigen halbgaren Distanzwürfen, die Morten locker Abgriff. Wir antworteten mit schnellen gezielten Gegentoren und es stand 20:20, Unentschieden. Doch dann… Scheinbar war das Feuer schon wieder aus. Denn nun taten es uns unsere Gegner gleich. In wenigen Minuten stand es auf einmal 21:26. Die Harmonie im Team war endgültig gebrochen. Der Rest des Spiels hielt sich dann die Waage. Immer wenn wir auf einen 3 oder 4 Toreabstand verkürzten hat der 4’er zwei Aktionen abgebrannt und schon waren es wieder 6 Tore. Zu oft waren wir in diesem Spiel nur Zuschauer…

 

Endstand 30:35


Olaf, Morten, Liverpool (2), Markus (3), Andi (3/1), Philipp (2), Locke (1), Mathias (7/1), Dan (2), Martin (4), Antonio (3), Falko (1), Marius (2)

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