SG NARVA Berlin e.V.

NARVA IV tauscht Tabellenplatz mit Turnsport 11 II

Zum Auftakt ins neue Jahr und zum Abschluss der Hinrunde reiste NARVA IV in den Wedding. Mit dem Gastgeber erwartete die Mannschaft den unmittelbaren Tabellennachbarn Turnsport 11 II, dessen Position im Klassement erobert werden wollte.

Nach seiner auskurierten Schulterverletzung konnte auch Mannschaftskapitän Markus wieder mitmischen. Schon in der Kabine kam er seiner Aufgabe als „emotional leader“ nach und heizte den Männern mittels Metallicas „Enter Sandman“ ein. Angestachelt von James Hetfield und seiner Kapelle ging NARVA IV in das Auswärtsspiel, getragen von dem Willen, die Peinlichkeit aus dem vorigen Spiel wett zu machen.

Der Spielbeginn verlief jedoch bei beiden Kontrahenten zäh. So ließen NARVA als auch Turnsport nur wenige Torgelegenheiten zu und wenn sich welche ergaben, wurden sie meist vergeben. Folgerichtig stand es dann nach 15 Minuten auch nur 5:3. Turnsport war bis dahin der Einäugige unter den Blinden. Anschließend begang Turnsport aber den Fehler, Mathias ins Spiel zu holen. Innerhalb kurzer Zeit ging die Abwehr Turnsports den linken Halbspieler zweimal aggressiv an, was ihn auf Betriebstemperatur brachte. Gegen die offensive Deckung konnte Mathias seine Antrittsschnelligkeit ausspielen und einige wichtige Treffer erzielen. Auch forderte er berechtigterweise, dass sich die Mannschaft im Angriff endlich mehr bewegen sollte. Damit war der Schlüssel für die gegnerische Abwehr gefunden. NARVA eroberte in den kommenden Minuten die Führung und ging mit einem Vorsprung von zwei Treffern in die Halbzeit.

Eine Drei-Tore-Führung wäre auch denkbar gewesen. Allerdings ließ sich unser Torwart die Gelegenheit entgehen, den Ball rechtzeitig dem Gegner zu überreichen und landete durch einen Bodycheck des stämmigen Weddinger Kreisläufers in seinem eigenen Tor. Durch die fällige Zweiminutenstrafe gegen Knorri musste im Tor gewechselt werden und Morten konnte den platziert geworfenen Freiwurf nicht parieren. Somit stand es zur Pause 9:11.

In der Kabine wurde die Mannschaft von Philipp nochmals dazu ermahnt, sich in der Offensive vermehrt zu bewegen und weiter hart zu arbeiten. Die Ansprache muss wohl auf Chinesisch gewesen sein oder es liegt an der mittlerweile schon alten Tradition, dass die Vierte den Start in die zweiten 30 Minuten verschläft.

Vieles, was in der ersten Hälfte noch so gut funktioniert hatte, wurde zu Beginn der zweiten Halbzeit nicht mehr praktiziert. Turnsport zog auf 16:13 davon und die Abwärtsspirale konnte nur durch eine Auszeit unterbrochen werden. Dieses Mal schienen Philipp und die Mannschaft die gleiche Sprache zu sprechen. Die Mannschaft kam wieder zurück. Phasenweise schien aber auch alles zu funktionieren. So lieferten sich Philipp, Martin und Thomas einen internen Wettbewerb, wer den Ball am merkwürdigsten ins gegnerische Tor murmeln kann. Am Ende dieses Runs stand eine drei Tore Führung von 19:22 auf Seiten der SG NARVA.

Diese Führung wurde auch bis zum Ende nicht mehr hergegeben, auch dank einer sicheren 5-1 Abwehr. Von einem routinierten Herunterspielen der Zeit kann jedoch keine Rede sein. Wie schon im Spiel zuvor nahm sich die Mannschaft immer noch frühe Würfe und versuchte, Tempogegenstöße zu laufen. Demnach hat die Mannschaft das Spiel nicht cleverer zu Ende gebracht als gegen die HSG Neukölln III, nur erfolgreicher mit einem 21:24.

Trotzdem steht zum Schluss ein verdienter Erfolg und die Hinrunde wurde versöhnlich beendet. Die Vierte befindet sich seit langer Zeit wieder auf einem einstelligen Tabellenplatz und bleibt zum ersten Mal in dieser Saison zwei Spiele in Folge ungeschlagen.

Besonders hervorgehoben muss an dieser Stelle noch die Leistung von Locke. Mit seiner sicheren Verteidigung und seinen zwei Toren hatte er maßgeblichen Anteil an diesem Sieg und zeigte seine Saisonbestleistung. Und bei ihm ist immernoch Luft nach oben wie auch bei allen anderen.

Zuletzt ist auch ein Lob an unseren Gegner Turnsport 11 II zu richten, die sich als harter aber fairer Gegner erwiesen und denen alles Gute für die Rückrunde zu wünschen ist, solange sie hinter uns bleiben. (by Falko)

Tore:
T.Knorr (2), A.Barrado (3), P.Meinert (3), M.Kümmig (2), M.Bergmann (4), B.Reizner, M.Sager(7), M.Cordier, S.Schlotterbeck

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