SG NARVA Berlin e.V.

Ohne 4 trotzdem gut gekämpft

Füchse Berlin – mB-Jugend I 29:18 (17:10)

Die Voraussetzungen für die Partie gegen den verlustpunktfreien Klassenprimus waren kurz nach Ferienbeginn eher bescheiden. Neben dem verletzten Kapitän Rabenalt (trotzdem auf der Bank), dem erkrankten Jüstel (auf der Tribüne) fielen auch die Skiurlauber Wiesner und Bellmann für die Begegnung aus. Mit Toni Buchwald (B2) und Fabian Kuhnert (C-Jugend) konnten jedoch dreizehn Akteure ins Rennen geschickt werden. Allerdings war eine Wiederholung des tollen Kampfes vom Hinspiel (25:29) aufgrund der Schwächung im Rückraum höchst unwahrscheinlich.

Aber die Jungs starteten couragiert in die Begegnung. Felix Teller setzte die ersten Treffer und damit das Signal für die Mannschaft, dass hier zumindest keine Klatsche größeren Ausmaßes drohen muss. Gegen unsere experimentelle 4:1+1-Deckung hatten es die Füchse schwer im Positionsangriff. Jedoch waren die Gegenstöße nach unseren Fehlern einfach nicht zu verteidigen. Entsprechend setzte sich das Heimteam nach ausgeglichener Anfangsphase (5:4/ 8. Minute) wenig später auf 9:5 ab. Eine Auszeit (13. Minute) sorgte kurzzeitig für wieder mehr Ballsicherheit in der Offensive. Obwohl das Spiel über die Außen heute fast vollständig unterlassen wurde, blieb man bis zum 11:8 weiterhin gut im Spiel. Drei ganz schlechte Minuten folgten allerdings, in denen  sich die Füchse unsere Ballverluste „schmecken“ ließen und fast ausschließlich per 1. Welle auf 15:8 stellten. Karpe, der alle Strafwürfe sicher und abgezockt verwandelte, ließ mit der Pausensirene dem slowenischen Auswahlkeeper keine Chance und stellte den 17:10-Pausenstand her.

Bisher kein Beinbruch und ein wirklich beherzter Auftritt unserer Mannschaft. Es galt, leichtfertige Ballverluste zu minimieren, die Gegner in den Positionsangriff zu zwingen.

Leider misslang genau dies zu Beginn der zweiten Hälfte. Zwei Abspielfehler und zwei Lattentreffer unsererseits wurden sofort zum 20:10 bestraft, bevor es Kuhnert war, der den Bann von der rechten Außenposition brach. Es schloss sich eine wirklich ansehnliche Phase an, in der vor allem Lautenschläger vorn wie hinten ganze Arbeit ablieferte. Teller konnte – hart und disqualifikationsverdächtig angegangen – zwar zum 20:13 verkürzen, danach aber nicht mehr eingesetzt werden.

An dieser Stelle auch ein Wort zu den Schiedsrichtern, die zu keinem Zeitpunkt eine Linie hatten, Schrittfehler erst spät ins Kalkül zogen sowie die progressive Bestrafung nicht erfunden haben. Aber egal, beide Teams waren so diszipliniert, dies nicht unfair auszunutzten. Super, Jungs!

Unsere Deckung stand jetzt etwas defensiver und forderte damit den Rückraum des Gastgebers zu mehr Aktivität auf, der nahm dies ebenso dankend an wie unser Keeper. Kozik überzeugte mit gutem Auge für die Werfer und hielt den Rückstand in einem kaum für möglich gehaltenen Rahmen (21:14/ 36. Minute). Dann machten sich jedoch die fehlenden Alternativen bemerkbar, sodass der Kontrahent von unserem Wurfpech profitierte und von nun an immer doppelt so viele Tore warf wie wir – aber auf niedrigem Niveau. Endstand: 29:18

Fazit: In Anbetracht der personellen Voraussetzungen durfte sich das Team einen verdienten Applaus der 30 Unterstützer (zusammengesetzt aus Eltern, Großeltern, mD-Jugend, wB-Jugend, mA-Jugend, 1. Männer, 4. Männer, 3. Frauen, Spieltagsbetreuern/-Steuerer und TuS Hellersdorf/1. Männer) abholen, die honorierten, dass „Schnelligkeit im Kopf“ gegen unter Profi-Bedingungen trainierende Jungfüchse nur bedingt übertragbar auf Beine und Hände ist. „Man of the Match“: Carl Lautenschläger! In diesem namentlichen Zusammenhang kritisierte die Hellersdorfer Gemeinde das Fehlen einer Trommel, um richtig auf die Pauke zu hauen…

Tor: Böhlke (1.-25.), Kozik (26.-50.)

Feld: Lautenschläger (5), Teller (5), Karpe (5/3), Schäler (1), Kuhnert (1), Hernández García, G. (1), Neugebauer, Meye, Kurzweil, Buchwald, Suka

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