SG NARVA Berlin e.V.

Ohne Abwehr gewinnt man kein Spiel

SSG Humboldt – SG NARVA III 30:33 (13:16)

Diese alte Weisheit konnte heute widerlegt werden. Denn obwohl defensiv nun wirklich die bei weitem schlechteste Saisonleistung abgerufen wurde, konnte letztendlich ein Sieg gefeiert werden.

Eine ganz komische Stimmung herrschte vor der Begegnung. War es das lange Warten vor der Halle bei eisiger Kälte oder die nur bei fahlem Lichtschein absolvierte Erwärmung? Jedenfalls ließ uns irgendetwas gegen die seit sieben Spielen sieglosen Uni-Handballer erstarren.

Wie gegen Buckow machten uns die Chancenverwertung und die darauf folgende Gegenbewegung der Gastgeber zu schaffen. Hatten wir den Positionsangriff unseres Opponenten zunächst bis auf den alten NARVA-Bekannten Michi Beck sehr gut im Griff, machten uns vor allem die vergebenen Großchancen (allein 4 Strafwürfe blieben ungenutzt) sowie unvorbereitete Abschlüsse das Leben schwer. Und so rieb man sich verwundert die Augen, als nach zehn Minuten ein 3-Tore-Rückstand (3:6) quittiert werden musste. In der Folge fruchteten personelle Umstellungen, sodass vor allem Robert und Simon erfolgreich in die Gegenbewegung gehen konnten. Ab dem 8:9 gaben wir die Führung, auch dank Kai im Tor, der besonders bei freien Bällen glänzen konnte, nicht mehr ab. Allerdings war das 16:13 zur Pause nicht annähernd das Optimum. Bereits zu diesem Zeitpunkt hätte (10 Euro ins „Konjunktive-sind-im-Handball-verboten-Phrasenschwein“) bereits eine Vorentscheidung zu unseren Gunsten gefallen sein müssen.

Geduldiger spielen wollten wir, vor allem die linke Angriffseite mehr zur Geltung bringen. Und nach wenigen Minuten der zweiten Hälfte sah es auch so aus, als sollte sich alles zum Guten wenden. Zwar verkürzte Humboldt auf 16:17, wurde fortan aber auf Distanz (3-5 Tore) gehalten. Der „Sack“ war aber auch nach dem 26:30 noch nicht zu, weil wir einfach nicht clever genug waren, eine Zeitstrafe zu verhindern. Die SSG nutzte die Überzahl zum Anschlusstreffer (30:31), bevor es Schulle war, der vom Punkt in „Sascha-Arndt-2006-Berliner-Meister-Gedächtnis-Manier“ den gegnerischen Keeper per Täuschung „Pizza holen“ schickte und ins verwaiste Tor einklinkte. Alfred setzte dann den Schlusspunkt unter diese „fantastische“ Begegnung. Abschließend durften wir uns den (in dieser Länge und Intensität nicht ganz verdienten) Applaus unserer Anhänger abholen.

Fazit: Da hat heute wirklich wenig zusammengepasst. Wenngleich die 2 Punkte das Wichtigste an diesem Tag waren, muss sich Einiges tun, damit die Dritte nicht irgendwann doch gegen einen Kontrahenten strauchelt, den man in der Hinserie deutlich beherrschte. Vier Wochen bleiben nun Zeit, um aus dem Winterschlaf zu erwachen, bevor es wieder um Punkte gehen wird.

Tor: Kai Köhler, Torsten Fehling

Feld: Michael Hagen (2), Michael Scheibner (4), Martin Cordier (1/1), Alfred Reisner (3), Simon Berger (7), Robert Örtel (5), Paul Hesse, Malte „Zaunkletterer“ Dehner (3), Noel Gros“smaul“feld (3/1), Alexander Pilatzek, Marko Schulze (5/1)  – Coach: „Thomas D.

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