SG NARVA Berlin e.V.

Preussen-Adler beim 22:19-NARVA-Auswärtssieg wenig majestätisch

Nach der indiskutablen „Leistung“ gegen Turnsport und der unglücklichen Niederlage gegen Rudow gab es nur ein Ziel: Die dritte Niederlage in Folge wird es nicht geben. Zumal viel auf dem Spiel stand. Gerüchte über ein halbes Dutzend Kisten Bier und einige Flaschen Havanna für einen Sieg werden kolportiert. Der Kleintransporter aus dem Süden Berlins soll inzwischen in Richtung Friedrichshain unterwegs sein.

Mit voller Kapelle wurde Preussen aggressiv und offensiv mit dem Ziel begegnet, den wurfstarken Rückraum zu neutralisieren und durch einfache Ballgewinne zu leichten Toren zu gelangen. Der starke Deckungsverbund der Lankwitzer war uns aus dem Hinspiel noch in guter oder vielmehr schlechter Erinnerung.

Die ersten Spielminuten waren allerdings von technischen Unzulänglichkeiten auf beiden Seiten geprägt. Die Hausherren warfen teilweise erstaunlich weit über oder neben das Tor und wir leisteten uns den Luxus, gleich drei Tempogegenstöße in Folge bereits vor einem Torwurf zu vergeigen. In der samstagnachmittäglichen Fußballbundesligakonferenz gab es jedenfalls  mehr Tore in der Anfangsphase zu kommentieren: 1:1 nach zehn Minuten im Adlerhorst.  Dies sollte allerdings das letzte Unentschieden bleiben. Phillip „Cottbus“ Trautmann hatte einen guten Tag erwischt, machte das Spiel schnell und setzte die Nebenleute clever ein oder verwandelte halt höchstselbst, wenn ihm seitens der Deckung nicht die nötige Beachtung geschenkt wurde. Beim Stand von 4:1 war allen Spielern dann auch tatsächlich klar, dass heute was geht.

Allerdings musste weiter fast jeder Torerfolg hart erarbeitet werden, denn erwartungsgemäß gab es keinen Millimeter Raum geschenkt. Es wurde hart zugepackt, bisweilen auch über die Grenze des Zulässigen hinaus. Die Mannschaft ließ sich aber auch davon nicht beeindrucken, spielte diszipliniert weiter und verwaltete die Führung. Zupacken können wir inzwischen auch.

10:7 zum Seitenwechsel. Viel zu besprechen gab es nicht. Im Rückraum wurde einmal komplett durchgewechselt, um einigen Jungs eine verdiente Pause zu gönnen und die Preussen-Jungs einfach mal vor eine andere Aufgabe zu stellen. Auch hier inzwischen eine Stärke des Teams: Wir können ohne Qualitätsverlust die Aufstellung variieren.

Beim Stand von 17:11 war an diesem Abend die Vorentscheidung gefallen. Auch die Umstellung auf die Manndeckung unserer beiden Halben konnte die Spielfreude nicht unterbinden. 22:17 zeigte die Anzeigentafel vier Minuten vor Schluss und erst dann wurde ein wenig locker gelassen und Preussen durfte das Ergebnis noch ein wenig aufhübschen. Bis dahin hatten sich die  Meisterschaftsaspiranten ein ums andere Mal die Zähne an einem wiedererstarkten Tino im Tor ausgebissen.

So stand am Ende ein hochverdienter und tatsächlich ungefährdeter Auswärtssieg beim Tabellenführer.

Einziger Wermutstropfen des ansonsten rundum gelungenen Abends ist die schwere Verletzung von Marcus im Knie. Nach erster Diagnose sind die Kreuzbänder heil und „nur“ das Innenband durch. Daumen gedrückt und gute Besserung.

Fließ, Köhler – Roese 4, Trautmann 4, Vasconi 3, Patzlaff 2, Schwarz 2, Bardoel 2, Sander 2, Willamowski 1, Kretzer 1, Welzel 1, Rucht, Kremser

T.K.

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