SG NARVA Berlin e.V.

Punktgewinn oder Punktverlust?

 1. Männer – VfL Lichtenrade 25:25 (13:13)

Da sich im Laufe der Woche immer mehr Spieler wieder als genesen im Training zurückmeldeten, gingen wir mit einer vollen Bank in das Spiel. Unser Gegenüber hatte nun scheinbar mit dem gleichen Problem zu kämpfen, wie wir noch eine Woche zuvor. So standen auf Seiten des VfL Lichtenrade lediglich acht Feldspieler und zwei Torhüter.

Bereits unter der Woche gab es die Ansage zum Spiel – auf den Rückraum rechtzeitig raustreten, Kreisanspiele verhindern, vorne mit Druck und ohne viel Prellen den Ball laufen lassen. Diese Hinweise erhielten wir dann nochmals vor Anpfiff und wir schienen mit ausreichend Rüstzeug ausgestattet zu sein, um dieses Spiel für uns zu entschieden.

Die ersten 15 Minuten der ersten Halbzeit sind schnell erzählt. Wir haben uns an die taktische Marschroute unseres Trainers gehalten und hinten mit guter Beinarbeit und körperlicher Präsenz dem gegnerischen Rückraumspielern das Leben so unangenehm wie möglich gemacht. Das Ergebnis unserer Arbeit waren reihenweise Fahrkarten der Rückraum-Akteure, teilweise wohl auch dem Fakt geschuldet, dass bei NARVA Haftmittel verboten sind. Vorn ließen wir den Ball laufen und kamen so zu zahlreichen Chancen. Folgerichtig führten wir schnell mit 10:5. Dann agierten wir im Angriff leider ein wenig unglücklich, in der Abwehr schlichen sich immer mehr Unkonzentriertheiten ein und auch das Spielgerät wurde immer weniger zum Faktor. So luden wir den Gegner zu einfachen Toren ein und fanden uns beim 13:13-Halbzeitstand zum Pausentee in der Kabine ein.

Die Halbzeitansprache war kurz. Anpacken, Ball im Spiel halten, konzentrieren … und vor allem SIEGEN! Wie sich bereits zum Ende der ersten Halbzeit abzeichnete, entwickelte sich in der zweiten Halbzeit ein Spiel auf Messers Schneide. Wir schafften es nochmal, einen Zwei-Tore-Vorsprung zu erspielen, der aber leider nur von kurzer Dauer war. In den letzten 10 Minuten haben wir immer wieder vorgelegt, doch Lichtenrade gelang immer wieder der Ausgleich. In der Schlussminute wurde es dann nochmal dramatisch. Nach Ballgewinn des VfL nahm der Trainer die Auszeit. Nach kurzer Auftakthandlung wurde der Außen gut in Szene gesetzt. Doch unser stark aufgelegte Martin Fließ konnte den Wurf parieren. So waren wir im Ballbesitz. Auch Klatti nahm nun die Auszeit und machte die Ansage für die letzten 15 Sekunden. Leider schafften wir es nicht, eine klare Torchance zu erspielen, und bedienten Schmuhli mit einem Verlegenheitspass. Der Ball fand seinen Weg nicht mehr ins Tor – schade!

Obwohl wir auch hätten verlieren können, bleibt das Gefühl, einen Punkt verloren anstatt gewonnen zu haben. Wie bereits eine Woche zuvor zeigte die Mannschaft eine sehr gute Einstellung, bewies trotz diverser Führungswechsel Charakter und steckte nie auf. Am kommenden Samstag werden wir dann genauso motiviert zum VfL Tegel fahren.

NARVA
Fließ, Köhler – Vasconi (6), Kremser (5), Dessin (5), Kaltofen (3), Kretzer (3), Patzlaff (2), Schmuhl (1), Schwarz (1), Sparr (1)

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