SG NARVA Berlin e.V.

Rolle, Rolle, von der Rolle – NARVAs Männer feiern Derbysieg bei Rotation

Rotation PB – 1. Männer 21:29 (12:16)

Bei einem ungefährdeten Start-Ziel-Sieg mit acht Toren Differenz in des Gegners Halle darf der Tatbestand eines Kantersiegs als erfüllt angesehen werden. Dabei standen die Vorzeichen alles andere als gut: Die vier Reiter der Apokalypse, Cholera, Pestilenz, Grippe und Verletzungspech verwüsteten die NARVA-Lande, so dass am Ende viel Platz auf dem Spielberichtsbogen verblieb. Schließlich waren es noch acht wackere Feldspieler und ein Torwart, die sich unerschrocken zum Derby einfanden. Bei exakt drei Rückraumspielern war die Frage der Aufstellung auch rasch abgehakt. Und trotzdem. Oder gerade deswegen. Der Chronist hatte nach dem Erwärmen einfach ein gutes Gefühl und meinte entdeckt zu haben, dass gerade der Gegner heute nicht wirklich angsteinflößend wirke. Jetzt musste die Mannschaft dies auch nur noch verinnerlichen. Scheint funktioniert zu haben.

Es ging in ein Spiel, bei von Beginn an gegen die offensive 5:1-Deckungsformation der Gastgeber die richtige Lösung gefunden wurde. Der Ball wurde gut in der Bewegung gehalten, die Raumaufteilung stimmte und so kam es immer wieder zu klaren Torgelegenheiten. Einzige Manko: Die Chancenverwertung. Hier soll die geneigte Leserschaft aber nicht weiter gelangweilt werden. Das Stück wurde ja bereits häufiger aufgeführt. Premiere hingegen feierte ein 5:0-Lauf unserer Jungs in den ersten zehn gespielten Minuten. Frühe Auszeit der Hausherren und für uns die Gelegenheit Luft zu holen. Es folgte die stärkste Phase der Hausherren, die, begünstigt durch individuelle Fehler, im Tempogegenstoß zu Torerfolgen kamen und sich auf 6:7 herankämpften. Kurze Besprechung und die Vorgabe, die Angriffe wieder auszuspielen und mehr Konzentration auf das Rückzugsverhalten zu legen. Und auch hier hat die Mannschaft den Nachweis der Geschlossenheit und taktischen Reife erbracht. Fehlerquote senken + entschlossene Abwehrarbeit = 16:12 Pausenführung.

Der zweite Durchgang stand im Zeichen personeller Entspannung. Erik, „Obsti“, Jonas und Simon hatten sich nach ihrem Spiel mit der Zweiten bei Preussen flugs auf den Weg ins Velodrom gemacht, um bei Bedarf der Stammformation Pausenzeiten zu ermöglichen. Mit dieser wichtigen Unterstützung im Rücken sollte auch im zweiten Durchgang nichts mehr anbrennen. Zwar konnte Rotation den Abstand kurz nach Wiederanpfiff auf zwei Tore eindampfen, mehr war jedoch nicht drin. Auch durch die Manndeckung unseres gut aufgelegten Rückraumschützen Oli oder die Variante mit sieben Feldspielern war für Rolle kein Blumentopf zu gewinnen. Vielmehr bogen NARVAs Mannen auf die Siegerstraße ab und sorgten für die Highlights des Handballnachmittags im Velodrom. Obsti mit sehenswertem Dreher von der Grundlinie, Erik auch nach Spiel über die volle Distanz bei der 2. immer noch zu schnell für Rotation und schließlich immer wieder gelungene Kombinationen über Consti am Kreis sorgten für Wohlfühlatmosphäre auf der nun besser gefüllten Bank.

Wichtig auch, dass Martin als einziger Keeper die Spannung fast über das ganze Spiel hochhalten konnte und die nötige Sicherheit ausstrahlte.

Auf Seiten des Lokalrivalen zeigten lediglich der Torhüter Uli „Hexer“ Rauhut und Rechtsaußen Maximilian Rahn Derbyform. Inzwischen auch ein schöne Tradition: Unsere Fans sind einfach lauter. Danke für eure Unterstützung! (by T.K.)

NARVA
Fließ – Vasconi (7), Patzlaff (6), Kretzer (6), Wittstock (2), Rucht (2), Schwarz (2), Dessin (2), Richter (1) Surrow (1), Milk, Basler, Terreau
MV: T. Klatt

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