SG NARVA Berlin e.V.

Saisonverlauf im Zeitraffer

 SG NARVA IV – Turnsport 11 II 24:24 (12:11)

Mit der Aussicht auf den Tabellenplatz 5 in der Endabrechnung und eine nicht unerhebliche Menge an Bier traf sich die Mannschaft bereitwillig zum letzten Saisonspiel schon um 9:00 Uhr morgens im NARVADROM. Zu Gast kam aus dem Wedding die Zweite von Turnsport 11, die auf Platz 5 liegend keine große Lust verspürten, gegen uns zu verlieren.

Bevor jedoch um die Punkte gekämpft werden konnte, galt es zunächst die Trikotfrage zu klären. Obwohl einen NARVA-Blau mit seinem opaligen Glanz und seiner Strahlkraft, die eine Woche lang glücklich macht, deutlich von jedem anderen Blauton abhebt, hätten Außenstehende wohl Schwierigkeiten beim Unterscheiden der Mannschaften gehabt. Nachdem mit dem Schiedsrichter, den Trainern und Passanten auf der Straße gesprochen wurde, zog sich Turnsport rote Überzieher an. Wer dachte, dass es jetzt losging, sah sich getäuscht. Die zweite Silbe des Wortes Handball fand vor dem Anpfiff zu wenig Beachtung, es musste erst noch einer aus der Kabine geholt werden.

Als der Schiedsrichter schließlich alle Punkte seiner Checkliste (Halle mit Toren und Linien, Ball, zwei Mannschaften mit verschiedenfarbigen Trikots und jeder nochmal auf Toilette) abhaken konnte, begann das Spiel.

In der ersten Halbzeit bestätigte sich, dass beide Mannschaften in der Tat Tür an Tür in der Tabelle wohnen. Kein Team konnte sich absetzen, der größte Toreabstand lag bei 2. Die Vierte versuchte in dieser Hälfte mit einer 5/1-Abwehr den Spielfluss und -aufbau bei Turnsport zu erschweren, was aber häufiger zum Bumerang geriet. Aufgrund des vorgezogenen Matze kam es im Zentrum der Verteidigung zu Lücken, die Turnsport ausnutzen konnte, weil bei der Vierten zu der Zeit wohl jeder seinen Freiraum brauchte und sich darüber Gedanken machen musste, ob dieses hierarchische Sytem Trainer-Spieler in unserer demokratischen organisierten Gesellschaft noch dem Zeitgeist entspricht. Oder kurz: zu viel geheult, zu wenig verschoben. Somit gingen die Mannschaften mit einem 12:11 für NARVA IV in die Halbzeit.

Was in der zweiten Hälfte geschah, dafür braucht es eine besondere Mannschaft. Es gibt selten Momente, in denen es einer Mannschaft gelingt, den gesamten Saisonverlauf in einer 30-minütigen Halbzeit darzustellen.

Wie in der ersten Saisonhälfte schöpfte die Vierte bis zur Mitte der zweiten Halbzeit ihr Potential nicht aus und hatte nur gelegentlich Erfolgserlebnisse. Damals schlug sich die Leistung in einem Abstiegsplatz nieder, nun war es ein 6-Torerückstand bei 14:20.

Die über die NARVA IV Informierten wissen aber, dass ein Rückstand in dieser Saison zur Vierten gepasst hat wie die Faust auf’s Auge. Beispielnehmend an Rocky Balboa lässt sich die Vierte gern erst einmal verprügeln, bevor sie dann ausholt zum großen Finale.

Mit der Rückkehr auf eine 6-0-Abwehr stand die Defensive wie ein Friedrichshainer Türsteher vor einem Szeneclub. Es kam nur noch unregelmäßig und kaum etwas durch. Von nun an konnte NARVA IV aufholen. Wie in der Rückrunde als Platz um Platz gutgemacht werden konnte, schloss die Vierte in diesem Spiel immer mehr auf.

Am Ende stand ein Ergebnis von dem man nicht genau weiß, wie es einzuordnen ist. Mit einem 24:24 blieb der 5.Platz bei Turnsport 11 II und die Vierte beendet diese Saison auf Platz 6. Zu Saisonbeginn als auch bei Spielbeginn hatte die Vierte andere Erwartungen, die nicht erreicht werden konnten. Unter Betrachtung des Saison- und Spielverlaufs jedoch, bleibt zu sagen, dass die Vierte zufrieden sein kann.

Mit dem 6. Platz und 22:22 Punkten beschließt NARVA IV die Saison mit ihrem drittbesten Ergebnis seit Bestehen einer Vierten. Ein Erfolg, der mit dem Trainer und Spieler Philipp Meinert einhergeht. Mit 508 Gegentreffern stellt die Vierte die fünftbeste Abwehr und mit 518 Toren den siebtbesten Angriff.

Herzlich vermissen werden wir in der nächsten Spielzeit Andreas „Party-Andi mit dem Ninjazopf“ Sommer.

Auf einen Verbleib hoffen wir bei Lars „der Flummi Bruno“ Steinmetz und Olaf „Knorri“ Knorr wird in der nächsten Saison ans Tor gekettet.

NARVA IV gratuliert den Aufsteigern TuS Hellersdorf III, Borussia Friedrichsfelde und wünscht dem TSV Marienfelde viel Erfolg in der Relegation. (by F. Gill)

Der Markus: „NARVA!“ Und wir anderen: „Vier!“

Kader: O.Knorr, M.Jonas, T.Knorr (2), C.Eberhardt (3), P.Meinert (4), A.Barrado, D.Seefeldt (1), S.Adrian (1), A.Sommer (4), K.Nitzsche, L.Steinmetz (3), T.Mielke, M.Bergmann (6), B.Reizner

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