SG NARVA Berlin e.V.

Sieg in Rudow mit Leidenschaft XL.0 und Halbzeit-Update

TSV Rudow – SG NARVA Berlin II 24:25 (15:10)

Zunächst ein sorry in die Runde für die ausgebliebenen Spielbericht der Begegnungen gegen TuS Neukölln (22:34) und in Altglienicke (25:32). Die Ursachen dafür waren nicht in der Sprachlosigkeit wegen der gezeigten Leistungen zu suchen, sondern eher in den privaten Verpflichtungen des Schreiberlings.

Unser Weg am heutigen Vormittag führte uns zum Tabellendritten nach Rudow. Die Vorzeichen für ein erfolgreiches Abschneiden standen denkbar schlecht. Zum Einen gab es für uns gegen das Spitzenquartett im Saisonverlauf nichts zu holen. Zum Anderen zeigten wir uns immer wieder gegen Teams mit hoch gewachsenen Rückraumshootern anfällig, was auch die hohen Niederlagen der Vorwochen erklären soll.

Bekannt war uns auch, dass Rudow mit starkem Rückraum und wuchtigem Kreis agiert. Doch darauf haben wir uns eingestellt. Auf Anregung aus dem Team stellten wir um und hofften damit Spielfreude im Angriff und Bissigkeit im Abwehrverhalten zu fördern.

Die Startphase gehörte jedoch mal wieder dem Gegner. Natürlich musste die neu formierte Abwehr sich erst einmal finden und ihr Zusammenwirken abstimmen. Bedenklich war aber, dass wir unsere passabel herausgespielten Chancen von Wurf zu Wurf vergaben. Rudow bedankte sich und zog auf 5:1 fort. Doch schon in dieser Phase zeigte sich, dass unser Team nicht verlieren wollte. Jetzt standen wir besser zum Gegner und setzen ihn permanent unter Druck. Die Folge waren leichte Balleroberungen und Fehlwürfe von Rudow. Da wir jetzt das Tor trafen, konnten wir zur 15.Minute ausgleichen. Dachten wir!

Denn unser Torschütze zum Ausgleich stand nicht auf dem Spielbericht, eine krasse Unaufmerksamkeit des Schreibers. Nun ist es ja im Saisonverlauf nicht nur uns passiert. Und immer ging es bei diesen Versäumnissen glimpflich aus. Gelber Karton gegen die Bank und das Nachtragen des Spielers waren immer die Folge. Nicht so heute. Der Logik des Schiedsrichtergespanns folgend, kann ein Spieler der nicht auf dem Bericht steht auch keine Tore werfen. Aha, also doch kein Ausgleich. Über die Forderung der Rudower Bank zum Komplettausschluss des illegalen Torewerfers bewahren wir an dieser Stelle Stillschweigen. Doch jetzt zeigte sich mal wieder, dass unser Team auch für Störungen anfällig ist. Diese Verunsicherung war spürbar und konnte zur Halbzeit an der Tafel abgelesen werden. 15:10 stand dort. Ein Ergebnis, das in keiner Weise unserer Leistung bis dahin entsprach.

Zeit also für ein Pausen-Update und die Erinnerung an unser Vorhaben, dase es eigentlich unsere Party sein sollte, auf der wir spielen. Was folgte, war die beste Leistung im Saisonverlauf. Aggressiv und beweglich agierten wir in der Abwehr. Im Angriff schufen und nutzten wir erfolgreich die Lücken. Ziel war es, den Gegner nicht wegziehen zu lassen, damit in der Schlussphase bei ihm das große Nervenflattern einsetzt. Dieser Plan ging auf. Mitte der 2. Hälfte kamen wir auf 1 Tor heran, erzielten ab dem 22:20 gleich 4 Tore in Folge und gingen erstmalig in diesem Spiel in Führung.

In einer Auszeit beschworen wir noch einmal Ruhe im Angriff. Trotzdem fielen über mehrere Angriffe auf beiden Seiten keine Tore. Jetzt konnte nur noch Rostock helfen und sorgte dann auch gleich für unsere nächste Führung. Nach dem anschließenden Rudower Ausgleich zeigte die Uhr noch 40 Sekunden, die wir ruhig runter spielen wollten. Endlich einmal zeigten wir uns in einer derartigen Situation cool und warteten geduldig. Der Siegtreffer von Adrian fiel kurz vor der Schlusssirene. Was folgte war Freude pur.

Die Statistik der 2. Halbzeit überrascht uns doch sehr. Trotz unserer sonstigen Anfälligkeit im zweiten Spielabschnitt gestatteten wir dem torhungrigen Rückraum der Rudower nur 9 Tore und warfen selbst 15. Eine großartige Leistung. Nun wollen wir uns am kommenden Sonnabend den 5. Platz holen und danach die U17 im Finale um die Berliner Meisterschaft und die U15 im Pokalfinale kräftig anfeuern.

E spielten: Pascal, Lukas – Jais (2), Adrian (7), Fabian (5), Alex (5), Leon (1+1), Nicolas, Martin (1), Lou (4)
(by Norbert)

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