SG NARVA Berlin e.V.

Sommeranfang, Derby, Brechreiz.

SG NARVA III – Rotation PB III 25:22 (10:11)

Heimspiel gegen die SG Rotation Prenzlauer Berg. Wer die letzten Begegnungen verfolgt hatte, machte heute schon vorsorglich einen großen Bogen um den Austragungsort. Denn Spiele der Dritten gegen die Südpankower sind NIE schön und gehen auch noch meistens verloren. Heute wurde zwar gewonnen, aber wer sich dieses Spiel freiwillig noch einmal ansehen möchte, sollte unbedingt einen Arzt aufsuchen.

Ausgangslage:

Dank einiger Wunderheilungen und Unterstützung der Ü32 (Danke an Schulle, Tarnat und Mäuschen) verfügten wir über eine gut besetze Bank, wohingegen unsere Nachbarn mit sehr wenig Rotationsmaterial anreisten. Unser Fanbeauftragter hatte leider die Klatschpappen vergessen, was aber vielleicht schwere Fanausschreitungen auf der außerordentlich gut gefüllten Tribüne verhinderte.

Trotz Spielermangels spielten die Prenzlberger eigentlich so wie immer. Platzierte Rückraumschlagwürfe oder einfache Kreisanspiele erhöhten so ziemlich genau alle 3 Minuten, völlig unbeirrt davon, ob wir nun offensiver oder weiter hinten verteidigten, das Gästepunktekonto. Zusätzlich wurden wir durch den gekonnten Einsatz einer passiv-aggressiven Abwehrformation zu Abspielfehlern und Fehlwürfen gezwungen. Diese Taktik ging so gut auf, dass die Gäste, wohl um den eigenen geplanten Torschnitt nicht zu vermiesen, völlig auf Tempogegenstöße verzichteten. Nach ca. 20 Minuten, einem Gegner der sein Punkteziel übertraf, und einiger weiterer Passverbrechen unsererseits stand ein ernüchterndes 5:9 auf der Anzeigetafel. Irgendwie, aber bestimmt nicht auf schöne Art und Weise, schafften wir es, den Spielstand zur Pause noch auf ein angenehmeres 10:11 zu korrigieren. Immerhin wurde kurz vor dem Halbzeitpfiff endlich bemerkt, dass Svennicke auf der linken Seite nach jedem Ballgewinn so ca. 30 Sekunden vor seinem Gegenspieler auf der anderen Hälfte eintraf.

Das von Rotation angebotene Unentschieden kurz vor Wiederanpfiff nahmen wir einfach mal nicht an, obwohl wir so unseren Zuschauern eine zu schauerliche zweite Hälfte hätten ersparen können.

Der Gegner änderte übrigens nichts an seiner Taktik, traf weiterhin regelmäßig gleichmäßig und ließ sich von unseren (Un)fähigkeiten nicht beeindrucken. Wir konnten allerdings vor allem über Örtelchen und Mäuschen endlich ein paar Konter in Tore ummünzen und erarbeiteten uns so einen Vorsprung von fünf Toren ca. 10 Minuten vor Schluss (22:17). Da sich auf Gegnerseite unglücklicherweise auch noch der Linksaußen sehr schmerzhaft am Fußgelenk verletze (Gute Genesung!) und der zweite Torhüter auf eine Feldposition rotierte, sollte das Spiel doch eigentlich entschieden sein?? Aber Dank einer Cleverness, in deren Angesicht jeder Lemming vor Neid erstarrt, schafften wir es doch noch die Gäste auf zwei Tore herankommen zu lassen (23:21 und 24:22). Der Super-GAU blieb zur Erleichterung aller Narvaristen aus und wir konnten den ersten Heimsieg gegen Rotation feiern.

Das Fazit darf sich jeder selbst denken. Nur soviel: Die Droge muss erst noch erfunden werden, um an diesem Spiel mehr als das Ergebnis zu feiern.

Tor: Kai, Tom

Feld: Micha K. (3), Schulle (1), Sven (6), Micha S., Alfred (2/2), Martin, Simon (2), Arne, Robert (7), Noel (4/1), Alex (by SB)

One Comment

  1. Simon

    11.03.2014 at 13:46

    Nachtrag 😉
    Extra importiertes Stiegl-Goldbräu sorgte nach dem Match dennoch für Erheiterung auf höchster Stufe. Mit seinem sanften Antrunk und kernigem Geschmack, versetze es den ein oder anderen Spieler kurzzeitig in eine herrliche, von Schnee überzogene Bergwelt. Erfrischung pur!

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