SG NARVA Berlin e.V.

Spiel der Torhüter

Eine lange Hinrunde fand am vergangenen Sonntag beim Berliner Spitzenteam aus Rudow ihr Ende. Gut vorbereitet und mit breiter Brust wollte der Aufsteiger zwei Punkte aus der Neuhofer Straße entführen. Doch schon mit dem ersten Angriff wurde klar, dass es dort nicht nur die Abwehr zu bezwingen galt sondern auch den besten Keeper der Liga. Top auf den Punkt herausgespielte hundertprozentige Wurfgelegenheiten vereitelte er in der Anfangsphase zu hauf. Erst beim sechsten Wurf gelang das erste Tor, mit dem zehnten das zweite. Zum Glück hatte Pascal im Tor der Gäste ebenfalls einen sehr guten Tag erwischt und hielt das Team im Spiel. Rudow enteilte so nach zehn Minuten nur auf 4:1. In der Folgezeit kalibrierten die Narvaristi ihre Visiere besser und hielten das Spiel offener. In Minute 25 war der Rückstand aufgeholt und kurz danach fiel der Führungstreffer.  Narva war wieder im Spiel.

Doch leider nur kurz. Statt den Vorsprung mit Ballbesitz auszubauen lässt man sich am Kreis provozieren, zu Undiszipliniertheiten hinreißen, kassiert eine Zeitstrafe und verliert das Angriffsrecht. Rudow nahm das Geschenk artig an  und führte zur Halbzeit 11:10. Nichts passiert alles noch offen. Motiviert, vielleicht etwas zu sehr, stellte sich der Gast in der Anfangsphase der zweiten Hälfte selbst ein Bein. Zwei unnötige Zeitstrafen nutze der Gastgeber um seine Führung auf 15:10 auszubauen. Sollte dies die Vorentscheidung gewesen sein? Mitnichten, Narva ließ nicht locker, hielt das Spiel bis zum 24:21 (54min.) offen. Doch diese dauernde Aufholjagd erforderte riesigen Aufwand dem NARVA in der Schlussphase Tribut zollen musste. Die letzten Minuten entwickelten sich zum munteren Gegenstoßspektakel, bei dem jeder mal werfen durfte und sich beide Torhüter nochmals als beste Spieler ihrer Teams hervortaten. Der Endstand von 30:23 spiegelt nicht ganz die Enge des Spiels wieder. Verloren hat NARVA das Spiel im Angriff. Sage und schreibe 30 Bälle hat der Rudower Keeper gehalten. Diese Abschlussschwäche war letztendlich  der Schlüssel zum Misserfolg. Spielerisch auf Augenhöhe lag der Unterschied zu Rudow in der Abgeklärtheit und Konzentration im Abschluss.

Dennoch steht die A-Jugend zum jetzigen Zeitpunkt voll im Soll. Als Aufsteiger auf Platz 4 der OOS und mit dem Einzug ins Pokalhalbfinale haben die meisten Spieler bis jetzt mehr erreicht als bisher. Das  Potential ist noch riesig und bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Gelingt es dieses abzurufen fährt Rudow im Rückspiel ohne Punkte nachhause.

Damit sagt die A-Jugend Dankeschön für ein gelungenes Handballjahr 2014.

Ein Frohes Fest und Guten Rutsch ins Jahr 2015!!!

(by Ralf Plaul)

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