SG NARVA Berlin e.V.

wA – eigentlich ist alles möglich, klappt aber noch nicht so ganz – 30:22 Niederlage in Buckow

 

Buckow kann man durchaus als fest für den zweiten Platz gesetzt sehen. Die Südberlinerinnen sind die Einzigsten die zumindest Rechnerisch Klassenprimus Hermsdorf-Waidmannslust noch ärgern können und zeichnen sich dabei durch ihre körperliche Überlegenheit aus – besonders am Kreis.

 

So war schon vor dem Anpfiff klar, dass die hochgewachsene Kreisläuferin in der Verteidigung für die meisten Probleme sorgen wird. Und genau das traf dann auch ein. Konnten die Narvamädels das Spiel noch bis zum 4:4 durch einen guten Angriff offen gestalten, so setzte sich Buckow danach ab. Die Offensive verlor an Kreativität und vor allem an Selbstsicherheit, während es absolut unmöglich schien, die hochgewachsene Kreisläuferin der Gegner irgendwie unter Kontrolle zu bringen. So führte Buckow bereits nach 20 Minuten mit 8 Toren – 13:5. Durch die größeren konditionellen Fähigkeiten und die breite Bank – hier ein Dank an die fünf  B-Jugendlichen Thy Anh, Laist, Jasmin, Peggy und Vicky, die die Mannschaft tatkräftig unterstützt haben – konnte man dann ein größeres Debakel verhindern und ging mit 17:9 in die Pause.

 

Trotz ratloser Gesichter in der Halbzeit, gelang es endlich die Kreisläuferin einigermaßen unter Kontrolle zu bringen und einige Bälle direkt abzufangen. Allerdings brachte das alles nicht für einen Anschluss, es wurden einfach zu viele Pass- und Fangfehler generiert oder der Ball aus freien Chancen neben das Tor  geworfen. So übergab man allein in der zweiten Halbzeit ein ganzes dutzendmal den Ball in der ersten Welle direkt zurück an den Gegner und kassierte das ein oder andere Mal dagegen selbst den Konter. Das ist einfach ärgerlich, wenn man zuerst so hart gekämpft hat und dann innerhalb von Sekunden durch einen kleinen Fehler alles wieder verpufft. Zur Überraschung der meisten Zuschauer klappte es dann ab der 45. Minute wieder besser und man legte innerhalb kürzester Zeit einen 4:0-Spurt ein. Der zwischenzeitliche Rückstand schmolz auf gerade mal 6 Tore hin. Doch danach war leider die Puste wieder raus und man verabschiedete sich mit einem Endstand von 30:22 Toren.

 

Insgesamt schade dass man den körperlichen Nachteil nicht durch Kondition und Technik egalisieren konnte. Letztendlich zeigt aber auch die zweite Halbzeit dass man nicht einmal einen perfekten Tag erwischen muss, um mit so einem Team mitzuhalten, sondern einfach nur die Einstellung und ordentlich zusammen gearbeitet werden muss. Deshalb zumindest ein Lob für die kämpferische Leistung der letzten 30 Minuten und mit einem kühleren Kopf und sichererem Ballhandling ist dann auch mal eine Überraschung drin.

 

Es spielten:

Erika (Tor), Bao (9), Dana (5), Anne, Laist (je 3), Sarah, Sarah (je 1), Lisa-Marie, Peggy, Thy Anh, Vicky, und Jasmin.

 

Die letzten beiden Spiele finden gegen TSV Rudow zu Zuhause (07.03. 12:30 Uhr GÜRTELSTRASSE) und SG AC/Eintracht Berlin auswärts (22.03. 10:00 Uhr Peter-Huchel-Strasse) statt. Will man sich selbst den Wunsch, noch auf dem Treppchen zu erscheinen erfüllen, müssen beide Spiele gewonnen werden. Beides absolut nicht utopisch, aber auch keine Selbstverständlichkeit. So verlor man gegen Eintracht im Pokal erst in der Verlängerung mit einem Tor und siegte im Hinrundenspiel. Gegen Rudow zog man nach größerem Rückstand und einer Aufholjagd im zweiten Durchgang nur knapp den Kürzeren. Es wäre also toll, wenn der ein oder andere sich gerade zum letzten Heimspiel in der Halle einfindet, um die Mädels akustisch zu unterstützen.

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