SG NARVA Berlin e.V.

Zitterpartie in Zehlendorf

Z88 – SG NARVA 27:29

Die u17 gewinnt das schwere Auswärtsspiel gegen Z88 mit 29:27 und kann sich über den Punktverlust des Tabellenführers freuen, wodurch man automatisch mit zwei weiteren Teams punktgleich ist

Das Wochenende hätte besser laufen können. Oder auch nicht. Man hinterlässt in Zehlendorf keinen guten Eindruck und macht dennoch Boden gut auf die SG OSF, mit denen man nun wieder gleichgezogen ist. Von vornherein wurde auf die Wichtigkeit dieser Begegnung hingewiesen, weil die Rahmenbedingugen, gelinde gesagt, ausbaufähig waren. Die Trainingshalle „Anhaltiner Straße“, in der vorher noch ein Fussballturnier abgehalten wurde, entpuppte sich als kein wirklich gutes Omen. Dazu gesellte sich ein hochmotivierter Gastgeber und ein abgeklärter – nennen wir es so – Schiedsrichter.

Das alles sollte ausgeblendet werden. Konzentration auf sich selbst, auf das große Ziel. Tatsächlich starteten die Jungs wirklich gut, gingen mit 11:5 in Führung. Hinten ließ man sich nach langer Angriffszeit zu Unkonzentriertheiten hinreißen, während man mit Dampf nach vorn agierte und auch so schnell den erfolgreichen Torabschluss suchte. Die Auszeit des Heimteams schickte die Jungs dann in den kollektiven Anpassungsmodus. Hinten wurde überhaupt nicht mehr clever agiert, vorne übersah man trotz ähnlichen Spielsituationen die richtige Entscheidung. Plötzlich machten sich technische Fehler breit, die mit einem Mangel an Konzentration zu erklären sind. Es ist bis jetzt unerklärlich, was bis zum Spielende folgte. Es war eine total unnötige Verkrampfung zu erkennen. Vielleicht resultierte es aus der Unzufriedenheit mit dem Abwehrspiel. Z88 war geistig wacher, schnappte sich mehrmals verloren gegangene Bälle zurück, holte Abpraller usw. Philipp konnte hinten nicht gut unterstützt werden. Die Zehlendorfer waren wieder im Spiel, blieben mit 1-2 Toren Rückstand in Schlagdistanz.

Die Spieler und die Trainer schafften es auch in der Halbzeitpause nicht, den Zug wieder auf die richtige Spur zu bringen. Vielleicht war es an dem Tag einfach nicht möglich, wieder zurückzukommen.

Das Spiel stotterte weiter vor sich hin. Den Spielern war die Blockade im Kopf richtig anzusehen. Trotz großer Erschöpfung übernahm Richard Verantwortung, sorgte mit Einzelaktionen immer wieder für Gefahr und Platz für seine Nebenleute. Aus dem gebundenen Spiel ging nicht mehr viel. Ein Rückschritt in alte Zeiten. Wie leicht es gehen konnte, zeigte man innerhalb von 30 Sekunden, als man 3 Tore in Folge warf und sich bis zum Spielende auch von dieser Führung ernährte. Zum Glück… denn Z88 hatte beim 28:27 die Chance per Konter auszugleichen. Philipp hielt den Wurf überragend, sodass das Team auch wieder in Ballbesitz kam. Zehlendorf daraufhin mit der Manndeckung, die relativ leicht ausgehebelt wurde. Tobi nagelte den letzten Ball frei vom 6m ins Tor. Der Schlusspfiff war dann auch gleichzusetzen mit grenzenloser Erleichterung und großem Aufatmen.

Tief Luftholen. Das Spiel war sicherlich keine Offenbarung, allerdings lernen alle Beteiligten auch aus diesem Ereignis. Wichtig ist, dass die Jungs daraus etwas mitnehmen. Bis in die Bundesliga hoch passiert es, dass man auswärts bei scheinbar klaren Angelegenheiten auch mal stolpern kann. Guckt man auf die Heimbilanz der Zehlendorfer, kann man staunen, denn alle Meisterschaftsfavoriten haben jeweils nur knappe Ergebnisse erzielen können. Vielleicht war das also auch eine Meisterprüfung. Wer weiß?

Abhaken. 2 Punkte sind trotzdem im Sack. Jetzt muss weiter hart gearbeitet werden, um die weiteren Mängel auszubessern und Fehler abzustellen. Kommendes Wochenende haben die Jungs Pause, danach kommt der punktlose Tabellenletzte Roation in die Pali.

Die Statistik muss aufgrund der Unleserlichkeit nochmal genauer unter die Lupe genommen werden. (by O.O.)

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