SG NARVA Berlin e.V.

Zwei wichtige Punkte im Duell der Enttäuschten

NARVAs Männer gehen mit einem 25:24 Erfolgserlebnis gegen den VfL Tegel in die Pause

Da brennt noch Licht im Keller – um diesen Kalauer auch abgearbeitet zu haben. NARVA und der VfL Tegel trafen am letzten Spieltag vor der Herbstpause aufeinander und hatten dabei vor der Saison zweifelsfrei gehofft, dies als ein Spiel aus der Spitzengruppe charakterisieren zu dürfen. Weit gefehlt, denn personelle Sorgen hüben wie drüben sorgten für Tabellenstände außerhalb der Wohlfüllzone.

Dass ich Tegel noch vor guter Monatsfrist ungeniert als „Spitzenmannschaft“ titulierte, wird meine Karrierechancen als Orakel nicht verbessert haben.

Nach dem Massaker in Little Big Lichtenrade in der Vorwoche ging es für alle, die es mit NARVA halten, ausschließlich um die Vermeidung eines vollständigen Fehlstarts. Wurde bis dato oftmals gerade in der Anfangsphase eines Spiels statt Galopp oder Trab eher Schritt als Gangart gewählt, sollte durch eine doppelte Manndeckung etwas mehr Atmosphäre in die Reihen gebracht und Tegels Spielfluss unterbunden werden. Gerade die rechte Angriffsseite der Nordberliner hatte uns in den letzten Aufeinandertreffen einigen Ärger bereitet.

Die Gäste kamen angesichts der offensiven Deckung nicht in ihre vertrauten Abläufe und so langsam reifte die Überzeugung, Tegel tatsächlich schlagen zu können. Hatte bis zum 11:11 meist noch der Gegner vorgelegt, drehte sich das Spiel in den letzten Minuten des ersten Durchgangs und beim 15:12 hatte sich ein Team erstmals eine 3-Tore-Führung erspielt. Etwas mehr Zug zum Tor und Vertrauen in die eigenen Möglichkeiten war in den Angriffen zu spüren.

Zur Pause eine verdiente 15:13-Führung, die dann nach der Halbzeit weiter ausgebaut wurde. Die ersten beiden klaren Chancen nach dem Wechsel wurden noch versiebt, in der Folge aber konzentrierter abgeschlossen und die Führung zum 22:17 ausgebaut.

Es passt zum bisherigen Saisonverlauf, dass auch solch ein 5-Tore-Polster gegen einen verunsicherten und personell gebeutelten Gegner kein Sieggarant ist. Nennen wir es Wurfpech, das Tegel zurück in Schlagdistanz brachte. Die Angriffe wurden durchaus sehenswert ausgespielt, das Tor aber nicht mehr getroffen.

Nun zumindest muss sich der Trainer keine Sorgen um seine Autorität machen. Gab es in der Vorbesprechung die klare Vorgabe, den Ball lieber auf die Tribüne zu werfen als direkt in die Arme des Gegners, wurde dies vorbildlich umgesetzt. 1 Minute Restspielzeit, Pass in Nichts, Einwurf Tegel, Tor. 25:24.

Dann erneut kein eigenes Tor und Tegel mit 20 Sekunden Zeit für den Ausgleich. Der Durchbruchversuch von Vincent Jordan kann mit vereinten Kräften gestoppt werden, allerdings 14 Sekunden vor dem Ende auf Kosten einer Hinausstellung. Was knobelt Tegel in der Auszeit aus? Egal! Wir machen die Mitte dicht und nehmen ein Wurf von Außen in Kauf. Plötzlich zieht Tegel druckvoll auf und allen ist klar, dass blitzsauber über links abgeräumt wird und da doch noch was geht. Fortuna trug in diesem Moment NARVArot. Timme machte den Schritt im richtigen Moment nach vorn, nahm ein Stürmerfoul auf und sicherte die zwei Zähler. Die, und das hat auch Tegel anerkannt, allerdings verdient waren.

Besonderer Dank für die Unterstützung von Andi Westram an der Seite, dessen Anwesenheit sowie seine knappen und präzisen Worte uns klar geholfen haben.

NARVA:
Köhler, Fließ – Trautmann 7, Patzlaff 5, Kremser 4, Schwarz 3, Hernandez 2, Richter 1, Schmuhl 1, Kaltofen 1,Sekiraca 1, Dessin, Milk

Thomas Klatt

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