SG NARVA Berlin e.V.

(K)ein Spiel für die Außen

Bor. Friedrichsfelde – 2. Männer 22:28 (11:14)

Am Dienstagabend kam es zum Nachholspiel am Tierpark, was gleichzeitig den Hinrundenabschluss für unser Team bedeutete, da Tempelhof-Mariendorf seine Mannschaft bereits vor Saisonbeginn zurückgezogen hatte. Für einen Wochentag recht ungewöhnlich war noch nicht einmal Sportfreund Claves dazu bereit, das Spiel zu leiten, sodass mit Gutzeit/Sekiraca zwei “lokale” Größen des Fachs zur Pfeife griffen. Glück für uns! Denn somit hatten wir wenigstens einen Unterstützer auf der Tribüne. 😉

Leider musste unsere Vertretung auf mehrere gelernte Außen verzichten, improvisierte daher mit insgesamt vier Kreisläufern, die bestmöglich per Einlauf für Unruhe in der gegnerischen Deckung und somit Platz für unseren Rückraum sorgen sollten. Zwar gelang dem Gastgeber das 1:0 per unvorbereitetem Rückraumwurf in die TW-Ecke, die weitaus beweglicherer Spielanlage war aber schnell auf unserer Seite auszumachen. Nach einer obligatorischen Eingewöhnungsphase (3:4) konnte die Friedrichsfelder Deckung oftmals ausgespielt und über den Kreis bzw. Durchbruch genetzt werden. Bis zur Pause wollte sich jedoch keine nachhaltige Absetzbewegung einstellen, sodass der 11:14-Halbzeitstand bei weitem nicht das Optimum darstellte.

Es musste einfach konzentriert bis zum Stopp-Foul gearbeitet werden, um nicht in die Verlegenheit zu kommen – tief in die Defensive gedrängt – einen Rückraumtreffer über den Block zu kassieren. Ebenfalls war eine kontrolliertere Vorwärtsbewegung angezeigt, wurden doch drei Gegenstöße hastig in die Botanik geworfen.

In die zweite Periode ging es in Unterzahl, die dann auch gleich noch etwas verlängert wurde. Dennoch kam die Borussia zunächst nicht näher heran (16:19), konnte dann jedoch unsere erste Überzahl paradoxerweise zum Anschlusstreffer nutzen (18:19). Abgesehen von diesen Abstimmungsschwierigkeiten in der bei Überzahl praktizierten 5:1-Deckung zeigte sich die Abwehr jedoch solide genug, um diesen “Ansturm” der Gastgeber zu überstehen. Fortan war es die Rückraumreihe Kretzer, Koch, Reitzig, die gegen eine immer passiver agierende 6:0 der Lichtenberger durchbrechen konnte und spätestens beim 20:26 (55. Minute) den Auswärtssieg eintütete.

Fazit: Schließlich doch deutlicher Erfolg, der mit gelernten Außen und damit mehr Variabilität etwas ästhetischer hätte ausfallen können.

Tor: Kasburg, Czirson
Feld: Kretzer (6/1), Reitzig, Co (5), Surrow (4), Sparr (4/1), Koch (3), Klippel (3/2), Nguyen (2), Bogisch, D. (1), Burggraf (Männer-Debüt!), Rubljev