SG NARVA Berlin e.V.

Pokalüberraschung? Nicht wirklich!

 

2. Männer – SG Rot. Prenzlauer Berg II 32:27 (14:15)

Was macht man, wenn der A-Jugend zwei Spiele am Wochenende ins Haus stehen und somit personelle Alternativen fehlen? Man aktiviert die “geriatrische Abteilung” (Danke, Thomas Klatt, für diese Zeile aus vergangenen Zeiten). Die Sportfreunde Schlotterbeck, Klausmeyer, Hagen und Gustke sollten das sonst eher spärlich besetzte Protokoll füllen, um auszuhelfen, bekamen aber teilweise sofort das Vertrauen von Coach Herter. Der Landesliga-Aufsteiger hatte da weitaus weniger echte Alternativen auf der Bank als der LL-Absteiger.

Dennoch startete die Partie von Abstimmungsschwierigkeiten geprägt. Rotation konnte von der Verspieltheit der Jugend profitieren und erzielte die ersten vier Treffer der Partie. Justin W., nach langer Verletzungspause sofort zwischen die Pfosten gerückt, hatte somit den undankbaren Job, für diese ersten Minuten der “Ausbügler” zu sein. Eine Abtastphase war es also eher für die Truppe auf dem Feld als mit dem Gegner. Diese endete erst nach dem höchsten Rückstand (2:8) und einer ordnenden Auszeit (13. Minute). Die Stärken und Schwächen des Kontrahenten wurden ausgemacht und fortan besser verteidigt oder konsequenter genutzt. Hier zeigte sich die Erfahrung der etwas älteren Generation, die nicht hektisch viele Schritte machen muss, um den Kontrahenten zu beschäftigen, sondern diese gezielt einsetzt. Entsprechend hatte der Gast (auch nach einem TW-Wechsel zu Justin K.) immer weniger Optionen und konnte sich noch glücklich schätzen, mit einer Führung (14:15) in die Pause zu gehen.

Aus der Kabine überliefert wurde, dass noch mehr Engagement in der Deckung gefordert wurde, um in den Gegenstoß zu kommen. Denn die größtenteils sichtlich nicht austrainierten Gegenüber hatten bereits vor der Pause gezeigt, das auferlegte Pensum nicht mehr leisten zu können.

Beim 17:16 übernahmen unsere Farben die Führung, bauten sie durch gute Verteidigung und Umkehrspiel zum 24:19 aus und durften in der 44. Minute kurz verschnaufen, als der gegnerische Trainer zur Auszeit bat. Allerdings ging auf der anderen Seite konditionell nur noch wenig. Zwar wurde defensiv etwas probiert, jedoch durch Geduld und sehr einfaches, strukturiertes Agieren gekontert. Beim Zwischenstand von 28:20 (52.) durften sich die Altvorderen größtenteils (bis auf Konditionswunder Gustke #58Minuten) aufs Altenteil setzen und einem Dahinplätschern der Partie zusehen.

Fazit: Das Mehrgenerationenhaus hat nach anfänglichen Reibungspunkten funktioniert.

Tor: Wißmann, Kluge (Mit 2x Justin verliert man nicht!)
Feld: Gustke (5), Wittstock (5), Sparr (4), Koch (4), Reitzig, Co. (4/2), Klausmeyer (3), Surrow (3), Schlotterbeck (2), Hagen (1), Klippel (1/1)