SG NARVA Berlin e.V.

Überraschender Freitagabend in Moabit mit bester Unterhaltung

 

SG GM/BTSV 1850 – 2. Männer 26:33 (14:17)

Ungeahnter Weise kam es heute zu einem Spitzenspiel der Stadtliga am Unionplatz in Moabit. Unerwartet, da der Gegner als letztjähriger Tabellenfünfter (!!!) der Bezirksliga mehr oder weniger in die höhere Spielklasse “gespült” wurde. Nach diesem “Zwangsaufstieg” hatten die “Experten” GM/BTSV 1850 auch schnell als Kanonenfutter abgetan, wurden durch 9:1 Punkte aus den ersten fünf Spielen jedoch überrumpelt. Unser Team, das klare Aufstiegsambitionen hegt und am letzten Spieltag knapp gegen den “Landesliga-Zwangsabsteiger” TSV Rudow das Nachsehen hatte, wusste also nicht so recht, mit wem es hier in den Wettstreit um zwei Punkte ging.

Von Beginn an wurde klar, dass hier nicht die Bezirksliga-Mannschaft (jedenfalls nicht die erste 7) des vergangenen Jahres auf der kleberbehafteten Platte stand. Überfallartig trugen die Hausherren ihre Angriffe vor und profitierten während der Anfangsphase von konsterniertem Verhalten unserer Truppe. Vollkommen überwältigt schien die Zwote nicht nur vom Anfangstempo der Moabiter, sondern auch von der mit fast 100 Zuschauern (Wo kamen die denn alle her bei vier Mannschaften im Spielbetrieb? Geburtstagsgäste? 1 Euro pro Bier? Man weiß es nicht…) gefüllten Halle. Zudem brachte die nicht erkennbare Linie des Schiedsrichters weitere Verunsicherung ins Spiel unserer Farben. Wenigstens Keeper Kozik (Nr. 12!!!) behielt genauso die Nerven wie unser lautstark-kreativer Anhang (9 gegen 90) und verhinderte, dass der Gastgeber auf mehr als drei Treffer (7:4) enteilen konnte. Nach einigen Umstellungen hielt Cleverness Einzug ins NARVA-Spiel. Sportfreund Karpe zeigte nun, dass brachiale Gewalt nicht das Mittel der Wahl sein konnte, setzte sich immer wieder in wichtigen 1:1-Duellen durch und damit auch seine Mitspieler in Szene. Beim 12:12 (23. Minute) war der Rückstand egalisiert, der Gegner mit dem Halbzeitstand von 14:17 allerdings noch nicht gänzlich demoralisiert.

Was dann in der zweiten Hälfte den Unterschied etwas deutlicher werden ließ, war vor allem die viel kontrollierter agierende Defensive. Kreisanspiele wurden fortan kaum mehr zugelassen und die Rückraumspieler von GM/BTSV in ungünstige Wurfpositionen gezwungen. Auch von weiteren, eher kuriosen Pfiffen ließ sich die Mannschaft nicht mehr aus der Ruhe bringen, führte beim 20:26 (49.) bereits die Vorentscheidung herbei. Weil nun tatsächlich realisiert wurde, dass der Kontrahent über einen zu langen Zeitraum konditionell am Maximum agiert hatte, wurde die verbliebene Spielzeit durchaus clever über die Bühne gebracht.

Fazit: Kompliment an das Team, dem heute so viele Unwägbarkeiten beschieden waren. Respekt an unsere Supporter, die den “Kampf” auf der Tribüne nicht nur nach unserem Ermessen (Verlautbarung GM/BTSV) gewonnen haben. Und allen ein schönes Wochenende. Sicherlich sind die 3 Fässer Bier in Moabit noch leer geworden…

Außerdem hat Laurenz heute sein erstes Spiel für die SG NARVA Berlin bestritten. Wir gratulieren zum 1. Spiel, 1. Tor, zum 30. Tor, zur 1. Zeitstrafe,  zum ersten Tor in Berlin, zum… Ach, wir gratulieren einfach. Herzlich willkommen! 😉

Tor: Kozik
Feld: Wiesner (8/4), Karpe (6), Kretzer (6), Reitzig, Co., (4), Mucha (3), Burggraf (1), Koch (1), von Aufschnaiter (1), Nguyen (1), Alberts (1), Dehner (1), Wittstock