SG NARVA Berlin e.V.

Das (so nicht) erwartete Ende einer Serie

Auf dem Weg zum Team-Abend

BFC Preussen – 1. Frauen 26:17 (13:8)

Prime Time am Samstagabend – Pokal-Viertelfinale in der Seydlitzstraße. Die Rollen schienen klar verteilt. Der Pokalverteidiger und zudem 3. der Oberliga Ostsee-Spree gegen den Landesligaspitzenreiter aus Friedrichshain. Zwei Klassen Unterschied sind im Handball für gewöhnlich Welten, sodass die Entourage mit der Erwartung einer deutlichen Überlegenheit der Gastgeberinnen nach Lankwitz reiste und dabei das Ende der 54-wöchigen Ungeschlagenheit unserer Damen einkalkulierte.

Doch das Spiel begann nur einseitig auf der Anzeigetafel. Die ersten Treffer (2:0) gehörten den Gastgeberinnen, bevor unser Team vor einer überragenden Susan im Tor bemerkte, dass auch Oberligisten “nur mit Wasser kochen”. Urplötzlich stand es 2:4, und Preussen war zu einer Deckungsumstellung gezwungen, die nachhaltig Wirkung zeigen sollte. Gegen die 5:1-Deckung fehlte das Kleingruppenspiel über die Halbpositionen, um den gestatteten Raum besser zu nutzen. Pass- und Fangfehler häuften sich in einer nun auch emotional Fahrt aufnehmenden Partie. Relativ unglücklich ging es dann mit einem Rückstand von 5 Toren in die Pause.

“Jammern auf hohem Niveau” war angesagt. Immerhin wurde vor allem defensiv eine hervorragende Partie abgeliefert. Es galt besonders, “mehr Tiefe” (Zitat Surrow) in die Angriffsaktionen zu bringen, um in die dringend benötigte Nahwurfzone zu kommen.

Deutlich energischer wurden nun die Lücken gesucht und auch gefunden. Allein das Wurfglück stand den Damen nicht zur Seite, als insgesamt 5 Strafwürfe nicht genutzt werden konnten. Dennoch behielt das Team die Leuchten an und wehrte sich nach Kräften gegen zunehmend härter agierende Gastgeberinnen. Teils schön herausgespielte Tore konnten zwar die Niederlage nicht verhindern, zeugen aber von der grundsätzlich vorhandenen Spielintelligenz und lobenswerter Bereitschaft, immer alles geben zu wollen.

Fazit: Die Niederlage kam nicht überraschend. ABER sie hätte deutlich geringer ausfallen müssen, da Preussen keine 9 Tore besser war. Das etwas reifere Spielverständnis der Lankwitzerinnen machte schließlich den Unterschied, der in Zukunft durchaus aufgeholt werden kann. (T.F.)

Tor: Susan, Addi
Feld: Freya (7/2), Sophia (4/1), Amelie (3), Anne (2), Francine (1), Laura, Lena, Nora, Mette, Luise