SG NARVA Berlin e.V.
Aktuell

Die Generalprobe muss schief gehen, damit die Show gut wird!

Zurück in der Erfolgsspur wie beim FES-Cup – die 2. Frauen

Pfeffersport II – 2. Frauen 27:34 (15:13)

Gemäß diesem Sprichwort trafen die zweiten Frauen der SG NARVA am vergangenen Sonntag-Nachmittag in der Halle von Pfeffersport II ein. Nach den unglücklichen ersten Saisonspielen sollte heute nun endlich der Knoten zum Platzen gebracht werden, was jedoch schon vor dem Anpfiff unter einem schlechten Stern zu stehen schien.

Aufgrund organisatorischer Missverständnisse war der Kader kleiner als erwartet und zudem auch noch gesundheitlich und verletzungsbedingt angeschlagen. Trikots können mal vergessen werden, passiert uns allen. Wozu hat man denn genügend Tape im Sanitätskoffer? Wenn jedoch der Gegner ebenfalls nur einen Satz in derselben Farbe hat, wird es schwieriger. Aber wenn wir einmal da sind, dann ziehen wir das auch durch. Vom Gegner wurden Leibchen geliehen und Anni erklärte sich trotz Verletzung bereit, sich aufstellen zu lassen. Auch hier fanden sich schnell eine zweite Hose, ein zweiter Sport-BH und sogar eine zweite Kniebandage. Dann noch eine ungewollte Runde Pfostenball anstelle eines klassischen Einwerfens – und wir waren startbereit.

Die erste Halbzeit begann und die Unregelmäßigkeiten im Vorfeld schienen vergessen. Durch ein schnelles, konzentriertes Angriffsspiel gingen die Gäste von NARVA innerhalb kürzester Zeit in Führung (0:3; 5. Min.) und konnten diesen Abstand auch weiterhin gut halten. Doch wir wären nicht wir, wenn wir nicht ungewollte Spannungsbögen einbauen würden. Die 10. Minute war noch nicht einmal verstrichen, da setzte wieder unsere chronische Unkonzentriertheit ein. In der Abwehr wurde nicht konsequent und rechtzeitig zugepackt, wo auch unsere Debütantin im Tor, Sophia, nichts mehr richten konnte. Im Angriff zeigte sich leider Ähnliches. Ungenaue Anspiele wurden vom Gastgeber gesehen, abgefangen und mit einem schnellen Konterspiel erfolgreich bestraft. Ehe wir uns versahen, erlaubten wir den Gegnerinnen den Ausgleich zu erzielen (10:10; 21. Min.). Diesen Aufschwung nutzen die Pfeffersport-Damen und bauten mit einem entschlossenen Angriffsspiel einen Vorsprung auf, mit dem sie in die Halbzeitpause gingen (15:13).

Mit zwei Toren Rückstand begann die zweite Halbzeit. Aber wir wären nicht wir, wenn uns so eine Banalität bereits aus der Ruhe bringen würde. Im Angriffsspiel überzeugten wir endlich wieder mit souveränen Zügen, leider jedoch nur mit mäßigem Torerfolg. Egal, dafür wurde in der Abwehr erneut konzentriert zugepackt und dem gegnerischen Aufschwung die Luft genommen. Peu á peu pirschten sich die NARVA-Frauen zurück ins Spiel und erzielten bereits in der 36. Minute den Ausgleich (16:16). Trotz der stetigen Bemühungen der Gegnerinnen behielt NARVA das Spielgeschehen in eigener Hand. Dank unseres bestimmten Auftretens, sowohl im Angriff als auch in der Abwehr, wurde der Vorsprung kontinuierlich ausgebaut (18:22; 42. Min.). Doch auch hier wären wir nicht wir, wenn wir unserem Publikum nicht noch einmal einen Spannungsbogen bieten würden. Ohne ersichtlichen Grund schien das gegnerische Tor für unsere Würfe wie vernagelt. Diese Misere nutzen die Gastgeber für die eigenen Chancen und erzielten wiederholt den Ausgleich (22:22; 45. Min.). Aber endlich schien auch bei den NARVA-Frauen das Maß voll zu sein. Nach einem verwandelten Siebenmeter folgte im Minutentakt ein erfolgreicher Torabschluss nach dem anderen. Die Gegnerinnen konnten nur noch mit erhöhter Härte in der Abwehr entgegen wirken, was jedoch zu weiteren Strafen führten, die wir zusätzlich mitnahmen. Als in der 54. Minute mit dem 30. Tor durch Kiki ein eindeutiger Abstand von sieben Toren erzielt wurde, konnte endlich etwas aufgeatmet werden. Trotz letzter Versuche der Gegnerinnen zogen die NARVA-Frauen ihren Stiefel ruhig und bestimmt durch, sodass der Auswärtssieg mit einem stolzen Ergebnis von 27 zu 34 besiegelt werden konnte.

Wenn man uns nicht kennen würde, hätte man uns als Zuschauer Sadismus für solch ein Auf und Ab unterstellen können. Die Damen der SG NARVA Berlin II haben aber den Knoten mit einem Knall zum Platzen gebracht und hoffen bereits kommenden Sonntag auf eine Fortsetzung. (by KO)

Tor: Sophia, Otto
Feld: Dani (8/4), Celine (7), Linda (7/2), Kiki (5), Anni (4), Marie (3), Janny, Lena, Peggy