SG NARVA Berlin e.V.

Fehlstart in die neue Saison – Chancenverwertung brach 1. Frauen das Genick

Frauen I – SG Hermsdorf-Waidmannslust 26:31 (14:17)

Nach einer aufgrund der allgemein bekannten Situation zunächst etwas unsteten ersten Vorbereitungsphase (RIP Zoom-Trainings & RIP kontaktloser “Handball” – wir werden euch nur bedingt vermissen) lag rückblickend doch eine sehr intensive und fordernde Zeit hinter den 1. Frauen, inklusive Trainingslager in heimischer Halle. Der Schwerpunkt wurde insbesondere auf das neue Abwehrsystem gelegt. In einem letzten Trainingsspiel vor Saisonstart gegen die 1. Vertretung von Pro Sport 24 konnten wir bereits zeigen, dass jede Einzelne von uns große Fortschritte gemacht hatte.

Dementsprechend starteten wir am vergangenen Samstag nach einem gemeinsamen Frühstück mit großer Vorfreude in den ersten Spieltag der neuen Saison gegen die SG Hermsdorf-Waidmannslust. Die Gegnerinnen aus dem hohen Norden Berlins sind nach Abbruch der Saison 2019/20 aufgestiegen, hatten sich allerdings auf einigen Positionen verstärkt. Endlich war die Chance da, umzusetzen, wofür wir in den vergangenen Wochen und Monaten so hart gearbeitet hatten.

Über das Spiel an sich zu schreiben oder zu lesen bereitet aus Sicht unserer Farben beinahe körperliche Schmerzen, deshalb das Schlimmste zuerst: Aus 21 in der Abwehr gewonnenen Bälle machten wir nur rund 8 Tore. 14 (!) Tempogegenstöße endeten ohne Tor für uns, insgesamt verbuchten wir 27 Fehlwürfe, 21 davon allein in der zweiten Halbzeit. Dazu kamen 2 verworfene 7m. Mit diesen Werten lässt sich kein Spiel gewinnen.

Die gegnerische Torhüterin war zweifelsohne stark, aber viele unserer Würfe landeten auch einfach am Pfosten oder gar neben dem Tor. Und wer nicht in der Lage ist, das Tor zu treffen, kann sich auch nicht für eine Reihe starker Abwehraktionen belohnen. Dazu verteilten sich die Fehlwürfe auch noch relativ gleichmäßig auf alle Spielerinnen, teilweise kamen unsere Abschlüsse einem Totalausfall gleich. Insbesondere in der 2. Halbzeit haben wir insofern Zuschauer*innen, Trainer*innen und uns selbst massenhaft graue Haare beschert.

Nachdem gefühlt der 100. Wurf an den Pfosten ging, waren wir leider auch mental nicht in der Lage, uns am eigenen Schopfe aus dem Fehlwurf-Sumpf zu ziehen. So ließen wir die Köpfe hängen und nahmen uns damit die Chance, das Ruder nochmal rumzureißen: Endstand 26:31 für die Hermsdorferinnen.

Fazit: Künftig sollten wir zur Abwechslung mal das Tor treffen. Es ist wahnsinnig ärgerlich, wenn wir uns für gute Abwehraktionen nicht belohnen. Nun befinden wir uns nach dem 1. Spieltag auf dem letzten Platz. Dies gilt es schleunigst zu ändern. Insgesamt also leider ein klassischer Fehlstart. Nun heißt es Defizite ausbessern, damit wir am 3.10. 2020 in heimischer Halle gegen den TuS Hellersdorf endlich wieder das Licht an machen können.

Eure 1. Frauen