SG NARVA Berlin e.V.

Leicht ist anders

 

Der Mai stand für die mD I ganz im Zeichen der Qualifikationsrunden für die Saison 18/19. Wir hatten ein Ziel: Verbandsliga. Dieses Ziel haben wir mutig und früh kommuniziert und wollten es mit aller Power angehen. Auf dem Weg zur 1. Runde gab es Höhen und Tiefen. Höhen: Wir konnten für die Qualifikation mit Amir, Ephraim, Till 3 Spieler von der DII bei uns begrüßen und auch einen echten Neuzugang mit Leonard. Tiefen: Wir hatten mit ungewöhnlich vielen Kranken und auch Verletzten zu kämpfen, so dass bei keinem Test und auch keinem Training alle Spieler fit waren. So kam es, dass wir zur ersten Runde ohne Torwart und ohne 3 weitere sehr wichtige Spieler antraten. Aber wir sind schon sehr weit auf dem Weg zu einer echten Mannschaft und so begann Niklas einfach seine späte Karriere (Er selber meinte :„wenn ich nicht schon so alt wäre, könnte ich Torwart machen.“) als Torwart und die Verletzten waren alle in der Halle, um uns zu unterstützen. Danke dafür – so geht „Team“! Auftaktsieg gegen unsere DII, deutlicher Sieg gegen Pfeffersport und deutliche Niederlage gegen die Jungs der Füchse. 2. Runde erreicht. Nicht mehr und nicht weniger.

So, jetzt aber – alle werden gesund und fit und wir treten mit voller Kapelle an zur zweiten Runde. Es sollte ein frommer Wunsch bleiben – wieder fehlten 3 Spieler, die sehr wichtig für uns sind. Jonathan und Sander aus der mDII füllten diese Lücke aus. Vielen Dank den Beiden, gerade in den letzten Trainings habt ihr nochmal gezeigt, wie gut es ist, euch im Auge zu haben – macht weiter so!! Wir bauen auf euch!

Also ging es mit 12 Spielern auf in die 2. Qualifikationsrunde zur Verbandsliga. Gegner sollten sein: die Jungs vom TSV Rudow und SG Rotation. Beide beendeten die 1. Runde als Sieger in ihrer jeweiligen Staffel! Um einzuschätzen, wie stark beide sind, muss man nur gucken, was die jeweils Zweitplatzierten in der 2. Runde erreicht haben. Beide qualifizierten sich für die Verbandsliga und setzen sich gegen einen Ersten aus der 1. Runde durch. Wie in der Überschrift angedeutet: Leicht geht anders!

Das erste Spiel bestritten unsere beiden Gegner, da konnte man schon sehen, dass beide zurecht Gruppenerster wurden und sich nicht unberechtigt Hoffnungen machten auf die Qualifikation zur Verbandsliga. Nach einer ausgeglichenen 1. Hälfte setze sich Rudow dann doch klar durch.

Nun waren wir gegen Rudow dran. Ein Team, was wir gut aus der letzten Saison und einem Test kennen. Wir wussten, wenn wir 30 Minuten 100% geben, dann haben wir gute Chancen auf einen Sieg. 1. Hälfte: Durch die Ausfälle mussten wir etwas umstellen. Tom begann in der Mitte und Cedric musste nach langer Verletzungspause sofort beginnen (nur mit 2 Trainings vorher). Und so ging es los: 1. Abwehraktion von uns, 2-Minuten-Strafe und 7-Meter. 2. Aktion und wieder 2 Minuten. Nur warum wurden Tom, Cedric und Rapha teilweise sekundenlang von hinten gehalten und geklammert ohne Strafen?!

Macht nichts, wir spielten sehr gute erste 10 Minuten und führten mit 3 Toren, gefühlt mit 5/6. Leider konnten wir das nicht weiter ausbauen. So gingen wir mit einem Tor Führung in die Kabine. Warum wir mit 2 Toren in Führung aus der Kabine gekommen sind, weiß nur das Kampfgericht. 😉 Was wir aber genau wissen, ist, dass wir am Ende der 2. HZ nicht 2×2 Minuten bekommen hatten, sondern Rudow ;)) Aber es war auch sehr hektisch – für alle!

Zurück zum Wichtigen, dem Spiel und damit der Raumdeckung. Wir wollten hinten sehr ballnah verschieben und vorne mit 1. oder 2. Welle zum Erfolg kommen. Und wenn das nicht geht, Druck über die Außen aufbauen, um dann in 1:1-Duelle auf den Rückraumpositionen zu kommen. Wir wollten 🙂 Aber jeder kämpfte für sich und wollte es unbedingt erzwingen. Vier Tore in 15 Minuten zeigen uns aber deutlich, dass wir es nicht gut gemacht hatten. Auch 10 Gegentore in 15 Minuten sind 3/4 Tore zu viel. So haben wir unglücklich, aber gerade nach der 2. Halbzeit auch zu Recht verloren. Zum Ende haben wir nur noch aufgepasst, dass die Niederlage nicht höher ausfällt als die Niederlage von Rotation gegen Rudow. Das ist uns gelungen. Wir wünschen Rudow eine gute Verbandsligarunde, sie sind zu Recht stolz darauf.

In unserer Ansprache nach dem Spiel wurde es sehr laut und auch emotional, weil wir kopflos verloren haben und nicht gegen einen überragenden Gegner. Aber wie immer: das bleibt in der Kabine. In der Pause zum nächsten Spiel haben die Jungs dann alleine das Spiel reflektiert und wussten, dass wir es besser können und im nächsten Spiel besser machen werden. Ein “Alles oder Nichts”-Spiel gegen Rotation. Egal wie sowas ausgeht, es ist wichtig, dass wir in solche Situationen kommen, so dass wir lernen, mit Druck umzugehen. Das wird uns nicht nur im Sport sondern auch in der Schule bei Prüfungen helfen.

Beiden Teams war schon der bei der Begrüßung die Nervosität anzusehen. Wer kann jetzt mit den Höhen und Tiefen, die in jedem Spiel kommen, besser umgehen? Anpfiff – 1:0 für uns, wie geübt! Bis zum 7:5 war es ein umkämpftes Spiel mit Vorteilen für uns. Dann begann das erste Tief: 1:5-Lauf gegen uns. Die Jungs von Rotation waren so euphorisiert, dass sie nur noch auf der Bank standen. Wir retteten uns durch einige Glanzparaden von Norman mit minus 2 in die Halbzeit.

Pause, ruhiges Aufzeigen von unseren Stärken und dass Rotation die 2. Halbzeit gegen Rudow doch sehr hoch verloren hatte. Wir glaubten weiterhin an uns, und das zu Recht. Wir stellten die Abwehr etwas um – Paul sollte als VM verteidigen und somit Raphael, der im Angriff Mitte spielen sollte, etwas Luft zum Atmen gab. Und was soll man sagen? 🙂 Paul machte es bis zu seiner Verletzung super stark – haben wir da einen neuen VM gefunden?

Erster Angriff von Rotation: Tor, somit minus 3. Aber dann begann eine weitere „Welle“ in diesem Spiel: 4:0 für uns und Führung. Diese Führung bauten wir nur langsam und bedingt durch viele technische Fehler auf 3 aus, somit gaben wir Rotation die Chance, nochmals ran zu kommen. Wir konnten zu keiner Phase einen richtigen überlegten Angriff gegen eine 3:2:1 Abwehr zeigen. 17:16 und noch 5 Minuten zu spielen. Für diese 5 Minuten haben wir uns die „ 2. Welle aufgehoben“. 5:0-Lauf für uns und somit 22:16. Abpfiff. Jubel! Erleichterung! Stolz! Qualifikation zur Verbandsliga 2018/19! Wir wissen, dass wir da auch hingehören und das werden wir im Herbst auch zeigen.

Jetzt freuen wir uns auf eine tolles Wochenende in Warnemünde als Abschluss für das Team der Saison 17/18, um dann eine Woche später beim Pfeffersport-Turnier mit dem Team für 18/19 aufzutauchen, bevor auch wir in die wohlverdiente Sommerpause gehen.

Die Qualifikation haben erfolgreich bestritten:
Norman, Sander (TW), Niklas ( TW und Spieler), Oskar, Jonathan, Tilman, Leonard, Ephraim, Amir, Paul, Ruben, Tom, Cedric, Rapha, Arthur

Trainer: Lea, Lynn, Jens