SG NARVA Berlin e.V.

Monatsrückblick Januar 2017

Drei Siege aus drei Spielen lautet die positive Bilanz zum Jahresbeginn 2017.

Zum Rückrundenauftakt empfingen die Friedrichshainer den BFC Preußen. Bekanntlich ist der Südberliner Kader recht klein, dafür die erste Sechs qualitativ sehr gut aufgestellt. Vom Anpfiff weg entwickelte sich ein spannendes und sehr ansprechendes A-Jugendspiel. Kein Team konnte sich bis zur Halbzeit (15:14) absetzen, die Führung wechselte ständig. NARVA war durch sein Umkehrspiel sehr erfolgreich. Preußen ging das Tempo nicht mit und verlegte sich auf den Positionsangriff. Mit viel Geduld und Druck auf die Nahtstellen forderten sie die Abwehr auf das Höchstmaß, fanden dennoch erfolgreich kleinste Lücken. Mit der dritten Zeitstrafe von Preußens Abwehrchef Nico Neuenfeldt verlor der Gast seine Stabilität im Abwehrzentrum. NARVA hielt das Tempo hoch und setzte sich schrittweise ab (26:23). Acht Minuten vor Spielende schwächte sich Preußen durch zwei Unbeherrschtheiten selber. Diese Einladung ließen sich die Hausherren nicht nehmen, machten den” Deckel drauf” und beendeten mit dem 31:26 ein gutes Spiel.

Das Spiel gegen den VfV Spandau ist kurz beschrieben. Justin Kluge (spielt eigentlich nur noch Männer), Marten und Julius von der B-Jugend, unterstützten die nur sechs verfügbaren Feldspieler. Unser Geburtstagskind Michael Schäler war bestens aufgelegt. Bereits nach zwei Minuten verbuchte er schon vier Treffer auf sein Konto. Völlig indisponiert präsentierte sich die gastgebenden Abwehr. NARVA war in allen Belangen deutlich überlegen, gedanklich viel schneller, konsequent in Angriff wie Abwehr. Ohne großen Aufwand bogen die Gäste auf die Siegerstraße ein 5:14 (19 min.). Am Ende stand ein nie gefährdeter 22:36-Sieg.

Ein völlig anderes Spiel wurde das Zusammentreffen mit dem HSV Wildau. Zuhause bisher ungeschlagen verlangten die Gastgeber durch ständige taktischen Umstellungen den Friedrichshainern alles ab. Spielmacher Dominique Henschel fehlte urlaubsbedingt. Sein Vertreter Tom Plaul war eher zur moralischen Unterstützung anwesend, da er unter der Woche grippebedingt fehlte.

Wildau nahm vom Anpfiff weg den Spielmacher der Gäste in Manndeckung. Diese Situation ist NARVA jedoch nicht unbekannt. Mit guten Lösungen im Kleingruppenspiel wurden beide Außenpositionen immer wieder ins Spiel gebracht. Zusammen erzielten Niklas Wiesner und Sandro Bayerl 14 Tore. Dass es nicht mehr Tore wurden, lag an einer seltsamen Regelauslegung der Schiedsrichter. Beide beurteilten die angewandte Abwehrpraxis eines weiten seitlichen Ausfallschrittes als regelkonform. Man kann von Glück und Können der Spieler sprechen, dass sich trotz heftiger unkontrollierter Bodenkontakte keiner verletzte. Die anwesende Schiedsrichterbeobachterin hatte dieses Thema ebenfalls ganz oben auf ihrem Zettel und war mit den NARVA -Offiziellen einer Meinung.

NARVA gelang es trotz der ausbleibenden Pfiffe, den Vorsprung stetig auszubauen (6:10/21.min). Unzufrieden war Trainer Ralf Plaul nur mit der Chancenverwertung, ließen seine Spieler doch besonders bei Tempogegenstößen mehrere Großchancen ungenutzt. Folgerichtig verkürzten die Gastgeber zur Halbzeit auf 9:11.

In der zweiten Halbzeit wurde es noch taktischer. Wildau nahm nun auch noch Toni Buchwald in Manndeckung. Den sich nun bietenden Raum konnte besonders der B-Jugendliche Andrej Rubljev (3 Tore) mit seinem einfachen und schnörkellosen Spiel erfolgreich bis zum 14:18 nutzen. Wildaus Angriffsspiel lebte zu diesem Zeitpunkt nur von zwei Spielern. NARVA nahm diese nun ebenfalls in Manndeckung. Es entwickelte sich ein zähes Spiel, da beide Seiten ihrer kreativen Kräfte beraubt waren. Die Gastgeber suchten immer wieder ihren 2-Meter-Kreisläufer, doch dieses Spiel war mit zunehmender Dauer zu durchsichtig.

Mit der Hereinnahme eines siebenten Feldspielers erhöhten die Friedrichshainern den Angriffsruck, konnten den Vorsprung geringfügig ausbauen (19:24). Wildau reagierte, spielte nun eine 5:1-Abwehr. Diese Konstellation zog sich bis zum Ende durch, brachte keiner Mannschaft einen nennenswerten Vorteil. Das Spiel endete 22:26.

“Solche unrythmischen Spiele sind für die Ausbildung junger Spieler trotzdem wertvoll”, befand Trainer Ralf Plaul. “Wildau zwang Spieler von uns in die Verantwortung, die in dieser Aufgabenstellung mehr Verwerter denn Macher sind. Alle haben sich dieser neuen Rollenverteilung gestellt und Lösungen gefunden. Dass da nicht alles glatt läuft, ist verständlich. Schlussendlich haben wir mehr richtig gemacht und die Spieler wichtige Erfahrungen gesammelt. So können wir die weiteren Aufgaben mit breiterer Brust angehen.”