SG NARVA Berlin e.V.

Saisonfazit 2018/19 mB-Jugend II

 

Was gut werden will, braucht Zeit.

Die Saison begann bei OSF 2 und keiner wusste so wirklich, was zu erwarten war. Nach einer durchwachsenen Partie von uns konnten wir trotzdem die 2 Punkte aus Schöneberg entführen. Um diese Zähler mussten wir auch nach dem Spiel noch kämpfen, behielten aber wie zwei weitere Teams unseres Vereins Recht vor dem Sportgericht, denn “vor dem Spiel beschreibt einen Zeitraum zwischen einer Sekunde bis unendlich”. Infolge dieser Angelegenheit passte der Handballverband die Regularien zur Erteilung von Spielberechtigungen an. #DankeNARVA !1!1!

Das 2. Spiel der Saison sollte gleichzeitig auch unser erstes Heimspiel sein, es ging gleich gegen den Ex-Verein des Trainers, der jedoch auch nicht genau wusste, wie man den Spielstil von Pfeffersport beschreiben sollte. Hinzu kam, dass Luca Kühne sich vor der Saison zum Wechsel zu den Glühlampen entschieden hatte und die Jungs auf der anderen Seite durchaus kannte. Pfeffersport reiste zu sechst an und wir entdeckten unseren Spaß an der 1. und 2. Welle – Endstand: 45.22.

Es folgte eine spielfreie Woche, bevor dann das nächste Heimspiel gegen Neukölln, das bekannt für die eher rustikale Spielidee immer schwer zu bespielen ist. Lange sind wir einem Rückstand hinterher gelaufen, bis wir am Ende der 2. Hälfte mit 2 Toren führen konnten. Jedoch wollte das Glück diesmal nicht auf unserer Seite sein. Drei technische Fehler im Angriff in den letzten 5 Minuten kosteten uns den drittem Sieg im 3. Spiel. Aber diese Fehler dürfen bei einer jungen Mannschaft passieren. Daraus sollten wir lernen.

Danach ging es zum 4. Spiel auswärts gegen Rotation. Hier hatten wir eine starke Halbzeit mit einen noch besseren Jonas Kölm, allerdings waren diese 25 Minuten so gut wie die folgenden schlecht: Zweite Niederlage hintereinander mit 40.34.

Das nächste Spiel war gegen unseren Testspielpartner HC Pankow. Also kannten wir den Anreiseweg sehr gut und auch die Halle. Ohne C-Jugend war es dann doch deutlich schwerer als gedacht und wir mussten uns mit fehlender Offensivqualität recht deutlich geschlagen geben.

Das letzte Spiel der Hinrunde sollte vor heimischer Kulisse stattfinden. Gegen den Meisterschaftsfavoriten BSV 92 machten wir unser bestes Spiel in der Hinrunde, jedoch sollte dies am diesen Tag leider gegen einen besseren Gegner nicht reichen – 31.36. Wie sagt man so schön? Mund abwischen und weitermachen.

Die Hinrunde war beendet und wir konnten insgesamt nur 2 Siege einfahren. Damit waren weder die Trainer noch die Mannschaft zufrieden, es wurde an den Schwachstellen gearbeitet – vor allem an der Abwehr, da man bis auf gegen Pfeffersport kein Spiel bestritten hatte unter 30 Gegentoren.

Zum Rückrundenauftakt kam OSF II in die Gürtelstraße und man konnte zum ersten Mal wirklich unter dieser Marke bleiben. Dazu hatte auch Leon Ludwig beigetragen, der während dieser Saison nicht nur konditionell sondern auch im Defensivverhalten einen riesengroßen Schritt nach vorne gemacht hat (der Fels in der Brandung). Wir warfen 30 Tore und gewannen mit 2. Wie schon im Hinspiel kein schönes Spiel, aber die Punkte blieben bei uns.

Nun ging es an die alte Wirkungsstätte der Trainer zu Pfeffersport und dort weiß man wirklich nie, was einen erwartet. Konstantin Gorka nochmal überredet, auf den Gitarrenunterricht zu verzichten, hatten wir alle 14 Mann an Bord und eins lässt sich sagen: Hätten wir ihn nicht dabei gehabt, wäre es sehr schwer für uns geworden. Hinzu kommt, dass Hannes Pätznick (2005) das erste Tor für uns erzielen konnte und Sixten seine ersten B-Jugend-Paraden sammeln konnte. Wichtige noch dazu!

Die Rückrunde sollte also starten wie die Hinrunde begonnen hatte: Mit 2 Siegen. Nun lag es aber daran, noch mindestens 2 Schippen drauf zu legen, um mehr Siege folgen zu lassen.

Es sollte zu Neukölln gehen und dies war eins unser spannendsten Spiele vielleicht sogar generell. Es war ein offener Schlagabtausch, ging hin und her. Noch 12 Sekunden zu spielen, es steht unentschieden. Neukölln verliert den Ball… noch 6 Sekunden … schneller Ball von Keeper Boye (Vorname) auf Rocco Boye (Nachname), 3 Spieler von Neukölln hängen sich am eigenen 6m an ihn ran. Zeit vorbei, Schiri pfeift 7m für uns. Nick Schäfer beweist Nervenstärke: 28:29 für uns! Ab diesem Zeitpunkt wussten die Trainer, dass die Rückrunde ungeschlagen bestritten werden könnte.

Die Jungs arbeiteten nun immer härter im Training und haben alles gegeben. Sei es ein Nico Weber, der die Halle schneller runter läuft als jeder andere oder ein Julian Tekla, der fast immer da war. Aleks Aleksiev, der immer wieder für einen Lacher gut war, jeder hat sich nun voll reingehauen.

Nun ging es gegen Rotation und wir wollten unbedingt den Sieg gegen Neukölln vergolden. Starke Abwehr, guter Angriff = Sieg 35:25.

Nächster Gegner bei dem Rennen um Platz 2 sollte HC Pankow sein. Die Vorgabe war klar: wenn wir gewinnen haben wir den 2. Platz sicher und HC Pankow hätte keine Chance mehr, uns diesen Platz wegzunehmen. Dies merkte man zum einen durch die Emotionen nicht nur auf der Platte sondern auch auf den Rängen. Es lässt sich jedoch sagen, dass wir einen fast nie gefährdeten Sieg einfahren konnten, auch wenn dem Trainer manchmal das Herz in die Hose gefallen ist bei den Würfen von Fabi Kölm. Zwei Meter Platz als Rechtsaußen und Rechtshänder. Das passt schon, dachte er sich und machte sein bestes Spiel in der Saison. Hinzu kommt, dasa wir nun auch die immer wieder erhoffte TW-Leistung hatten und dadurch in der Rückrunde weiter ungeschlagen bleiben sollten.

Finale: Und nun ging es zum BSV. Ungeschlagen bis hierher, Meisterschaft schon eingetütet, aber wir hatten zu keiner Minute Angst vor dem Gegner und gaben zum letzten Mal in der Saison nochmal alles. Und wie gewohnt sollte man bei einer 8-Tore-Führung (25. Minute), niemals denken dass es durch ist. Wir machten es mal wieder spannend, um den Trainer zu ärgern (?!), gewannen jedoch auch hier verdient am Ende mit einem Tor.

Fazit: Bis auf gegen BSV konnten wir in der Rückrunde bei jedem Spiel unter 30 Gegentore verzeichnen. Und dies war mit der Steigerung der TW-Leistung Grundstein für die ungeschlagene Rückrunde und schließlich dem verdienten 2. Platz. Ein großer Dank geht an die mC1, die sich immer bereit erklärt hat auszuhelfen. Sei es ein Nick, ein Konsti, ein Jonas, ein Boye (Vorname) oder ein Meiko, der mit seinen Außenwürfen den Trainern immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Großes Dankeschön auch an Luca Herrmann, dem Spieler, der wohl mit am meisten einstecken musste, jedoch immer wieder aufgestanden ist und weiter seine Tore für uns gemacht hat. Deine Zeit in der Oberliga kommt jetzt!

Ein großes Dankeschön auch an alle B2-Spieler, die es uns zwar nicht immer leicht gemacht haben, jedoch immer ihr Bestes gaben. Jeder hat während dieser Saison Fortschritte gemacht und sich positiv entwickelt. Jetzt liegt es an den Spielern und Trainern, sich weiter zu entwickeln und die Erfolgsserie weiter auszubauen