SG NARVA Berlin e.V.

Trotz 12 Strafen – 1. Männer siegt in Hellersdorf

 

TuS Hellersdorf – 1. Männer 29:33 (13:16)

Nach dem schließlich gelungenen Auftakt gegen den TSV Rudow (33:29) ging es für die 1. Männer zur traditionell schweren Aufgabe nach Hellersdorf. Für Coach Haude bedeute das Match früh in der Saison eine Rückkehr an die alte Wirkungsstätte. Beide Teams hatten die ersten Spiele gewonnen, konnten die jeweiligen Gegner jedoch nur bedingt einschätzen, sodass der 2. Spieltag zur Standortbestimmung herhalten musste.

Wie schon gegen Rudow erwischte unsere Truppe den besseren Start und führte schnell mit 2:0. Allerdings fehlte nach dem Ausgleich und der ersten Zeitstrafe (7. Minute) etwas die Geduld. Hellersdorf nutzte dies besonders über Einläufer oder die Außen und ging in Führung, die beim 8:4 (14.) ihr Maximum erreichte. Nachfolgend zeigte sich aber wieder eine geordnetere Defensive auf unserer Seite. Ballgewinne wurden generiert und in Gegenstoßtore umgemünzt. Dem Ausgleich (8:8/18.) schloss sich eine Phase an, die gern als offener Schlagabtausch bezeichnet wird (12:12/25.), ehe besonders Rückraumaktionen gegen zu passive Hausherren den 13:16-Halbzeitstand ermöglichten.

“TuS-Ultra” und nebenberufliches Orakel Ole M. sagte beim Pausen-Hofgang voraus, wie die zweite Hälfte laufen werde: “NARVA wird sich schnell auf sechs Tore absetzen, bevor wir Zuschauer das übliche Aufbäumen sehen werden, es dann aber für NARVA souverän reichen wird.”

Damit wäre die zweite halbe Stunde auch schon treffend zusammengefasst, wenn sie nicht doch noch ein paar Feinheiten geboten hätte. Tatsächlich gelang mit dem 14:20 ( 33.) ein Blitzstart in den finalen Durchgang. Dann hagelte es – teils höchst fragwürdig – Zeitstrafen gegen unser Team. Die in Periode 1 mit 4:4 noch ausgeglichenen Sanktionen, erhielten nun mit 2:8 eine deutliche Gewichtung. Erstes “Opfer” war Rückkehrer Yannick Meye, der nach etwas mehr als 36 Minuten sein Kontingent ausgeschöpft hatte. Ständig in Überzahl agierend witterte Hellersdorf noch einmal die Chance, die Begegnung drehen zu können. Beim 22:24 (46.) war das “gefürchtete” Publikum deutlich zu vernehmen. Wieder in Gleichzahl behielten jedoch Felix Teller und Adrien Lajeunie die Nerven und stellten mit dem 22:27 (48.) die Weichen endgültig in Richtung Auswärtssieg. Näher als auf drei Treffer kam der Gastgeber auch nicht mehr heran, sodass die etwas zähe Schlussphase mit diversen Nickligkeiten zum 29:33 führte. Ein letztes Tor von Lajeunie fiel wohl nach der Sirene.

Fazit: In Hellersdorf zu gewinnen, ist auch weiterhin für jedes Team der Verbandsliga keine Selbstverständlichkeit. Unsere Mannschaft kassierte zwar auch dumme/übermotivierte, zu großen Teilen jedoch Strafen, die beim Publikum für Verwunderung sorgten. Allgemein bekannt ist das Talent von N. Wenzel, Körperkontakte dankend anzunehmen, dem die Schiedsrichter mit neuer Richtlinie Vorschub leisteten. Als Sieger kann man morgen, mit etwas Abstand, vielleicht darüber schmunzeln… Nächster Termin: Sonntag, 23.09.18, 16 Uhr, Gürtelstraße 20 gegen KSV Ajax.

Tor: Kasburg (1/1.-43.), Kozik (43.-60.)
Feld: Buchwald (7), Kremser (6/2), Teller, L. (6/2), Lajeunie (4), Teller, F. (3), Patzlaff (3), Basler (1), Heinisch (1), Meye (1), Surrow, Reitzig, Ce., Sparr (n.e.)

Strafen: TuS 6 – NARVA 11 + 1x Rot
7m: TuS 3/3 – NARVA 6/4