SG NARVA Berlin e.V.

Alu und “Eis” – Keine Kombi für zwei Punkte

VSG Altglienicke – 3. Frauen 26:23 (15:13)

Vor einer Woche hieß es “..and the Oscar goes to…” – diesen hätten die Damen der SG NARVA III beim gestrigen Spiel in der Kategorie “Drama & Hochspannung” verdient, denn sie lieferten sich einen wahren Primetime-Krimi gegen die VSG Altglienicke.

Zu später Stunde traten die Friedrichshainerinnen ihren Weg in den Mohnweg an. Trainer Mölter schärfte seinen Mädels nochmals die wichtigsten Sachen zum Thema Angriff und Abwehr ein und verwies auch auf die verdammt schnelle, erste Welle des Gegners, die dem Team im Hinspiel die höchste (Heim-) Niederlage bescherte. Das Sandmännchen war schon lange vorbei, die Tagesschau-Moderatorin begrüßte ihre Zuschauer und die Mädels der 3. Frauen begannen ihre “Eislaufkür” auf dem glatten Untergrund gegen den Tabellendritten.

In der ersten Hälfte gestaltete sich ein munteres Hin und Her, wobei Altglienicke mit der bereits erwähnten starken, ersten Welle den Vorsprung (11:7) hielt. Doch dann kam NARVA endlich mit dem Spielgerät und dem Untergrund klar und kämpfte sich heran. Der Ball lief schneller nach vorn und dank der Rufe von der Bank “Silke läuft…, Franzi kommt…”, konnten sogar fast blinde Pässe gespielt und zum Tor verwandelt werden. Beim 12:12 nahm Altglienicke die Auszeit und schaffte es dadurch, NARVA wieder ins Rutschen zu bringen. Zur Halbzeit stand erneut der gegnerische Vorsprung zu Buche (15:13).

Nach dem Anpfiff der zweiten Hälfte entwickelte sich langsam das Drama. Während Altglienicke den NARVA-Kasten zum Klingeln brachte, hörte man bei den eigenen Würfen nur das Aluminium läuten (Anmerkung der Redaktion: Sollte es irgendwann einmal Pfostenball als anerkannte Sportart mit Ligabetrieb geben, so spielen die 3. Frauen definitiv um die Meisterschaft mit!)

Aber zum Glück gaben die Mädels nicht auf! Beim 22:16 sorgten sie durch in der Abwehr abgefangene Bälle und das hohe Tempo nach vorn wieder für Hochspannung, in dem sie ausglichen (22:22). Besser hätten die Eisschnellläufer bei der an diesem Wochenende stattfindenen WM den Boden auch nicht nutzen können. Alles war also zu diesem wieder Zeitpunkt möglich! Leider entwickelte sich dann eine Hektik im eigenen Spiel – auch begünstigt durch eine doppelte Unterzahl auf der NARVA-Seite nach einem Wechselfehler, den Altglienicke knallhart für sich nutzte und wieder wegzog. Somit blieben die zwei Punkte im Mohnweg und das Spiel endete 26:23.

Fazit: Wenn man weiter oben mitspielen will, muss man die erarbeiteten Chancen konsequenter und effektiver nutzen. Man konnte den Gegner leider nicht vollends ärgern, jedoch die hohe Hinspielniederlage teilweise wieder “ausbügeln”. Zwei Spiele verbleiben nun noch in der aktuellen Saison. Jedoch kann man den 3. Frauen bereits jetzt zum Klassenerhalt nach dem Aufstieg gratulieren. Am kommenden Samstag findet nun das letzte Heimspiel der Saison gegen das Tabellenschlusslicht Spandau statt. Seid dabei und feuert die Mädels in der Pali-Halle an! (JT)