SG NARVA Berlin e.V.

Der Große Coup blieb aus

SG NARVA II – SC BVB 49 11:20 (7:11)

Vergangenen Sonntag hatte die 2. Vertretung der Frauen den bereits aufgestiegenen, unbesiegten Spitzenreiter der Stadtliga B zu Gast in der Gürtelstraße und verlor mit 11:20. Leider blieb das große Ärgern aus.

Eine volle Bank und jede Menge Selbstvertrauen im Gepäck ließen den ein oder anderen vor dem Spiel auf eine Punkteentführung hoffen. Nicht zuletzt hatte man sich vorgenommen sowohl Fehler aus dem Hinspiel zu eliminieren (13:0 Start für BVB) als auch die guten Aspekte für die Rückrundenpartie mitzunehmen (nur der Tabellenzweite ProSport warf im direkten Duell auch die meisten Tore (24) gegen den Sportverein der ehemaligen Berliner Verkehrsbetriebe). Dafür standen die letzten Trainingseinheiten auf Konzentration und spezifisches Angriffs- bzw. Abwehrverhalten. Das probate Mittel sollte sein, die Lenkerin und Denkerin des Gegners 60 Minuten komplett aus dem Spiel zu nehmen und mit 5 gegen 5 in der Abwehrreihe zu agieren, was über das Spiel hinweg sehr gut funktionierte. Man kann hier wieder nur einmal mehr die starke Defensivleistung loben, erst Recht im Speziellen, wenn die selbstauferlegte Spielform einem noch mehr Arbeit, Rutschen, Reden und Konzentration sowie Biss abverlangt!

Dass die Spielerinnen des Sportvereins jedoch nicht in die Stadtliga gehören war jedem Zuschauer ebenso schnell bewusst, wie sie gestartet sind (0:2). Die Einstellungsphase auf die neue Spieltaktik musste erst noch unter Wettkampfbedingungen justiert werden. Schnell wurde anschließend die Linie gefunden und eine kleine Aufholjagd begann, die nicht ganz zu einem Unentschieden gereicht hat (6:8). Man möchte nicht sagen, wir waren ebenbürtig, jedoch kann man durchaus den Hut ziehen vor der konzentrierten und hervorragenden Leistung in Halbzeit 1 (7:11).
Die nach dem Spiel gefällte Aussage der “Dörnlinge”, es wäre nicht schwer gefallen, ihre Mädels für das Spiel zu motivieren, lassen beim Schreiber erhebliche Zweifel aufkommen.

Halbzeit 1 (auch als “wichtigere Halbzeit” bezeichnet) war nun rum und wir konnten den Turbo zünden, für den wir fast berühmt sind.

Bestenfalls begann der zweite Abschnitt jedoch mit einem lauen Lüftchen und sollte sich auch nicht mehr wirklich zu einem Wind oder einer stärkeren Böe entwickeln (7:15, 8:19). Nach einer Auszeit unsererseits wurde nochmal ermahnt ruhig und besonnen zu spielen, was ab dann auch besser umgesetzt wurde, jedoch mit mäßigem Erfolg. An dieser Stelle muss ein Kompliment an den Gegner ausgesprochen werden, der seine Cleverness und Erfahrung in den entscheidenden Momenten eiskalt aufblitzen lies. Auch wenn das ein oder andere Einsteigen beim zweiten Hinsehen nicht als gesundheitsfördernd eingestuft werden kann und sich so manches Mittel anzweifeln lässt, kann man hier durchaus von einem Klassenunterschied sprechen. Überwiegend verkam die Partie jedoch zu einem Weggucker, weil hüben wie drüben Bälle neben, über oder gefühlt unter das Tor geworfen wurden. Unter dem Strich sind 4 erzielte eigene Treffer in der zweiten Hälfte schlicht und ergreifend zu wenig, um bestehen zu können. Diese Halbzeit gehört wohl nicht zu unseren besten. 3:1 Zeitstrafen tun ihr übriges. Endstand 11:20.

Was jedoch nicht untergehen darf, ist die gute Arbeit sowohl vom Sonntag, als auch in den Vorwochen beim Training (wobei die Teilnahmequote noch höher sein könnte) und die Tatsache, mit nur -9 verloren zu haben. Das kommt ganz sicher nicht von allein. Mit dem Geist des Anspruches, welcher in den letzten Tagen/Wochen zu spüren war, kann man sich durchaus sehen lassen. Diesen und dem damit Verbundenen Ausblick auf die kommende Saison muss man mitnehmen, dann kann daraus zukünftig noch eine ganz große Nummer werden. Platz 5 ist für das Potential, was in der Mannschaft steckt auf die ganze Saison gesehen zu wenig, wird aber der Tabellenplatz für die Mädels der SG NAVRA am Ende, egal was kommt, stehen. Ein Ausgeglichenes Punkteverhältnis ist dennoch für den kommenden Samstag anzustreben. Wir wollen zum Abschluss nochmal ein Sieg einfahren!

Tor: Anne Schmidt, Mandy Ogrowsky, Mandy Weinitschke (o.E.)

Feld: Frances Klammer (4/1), Stephanie Hürland (3/1), Sarah Fuhrmann (2), Josephine Stampka (1), Kerstin Thomsen (1), Stefanie Rähm, Stefanie Grunert, Franziska Colby, Isabell Seiler, Melanie Fries, Jana Jaffe

AW

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