SG NARVA Berlin e.V.

Der süße Geschmack des Erfolges

 

mB-Jugend I – Füchse 13:40
mB-Jugend I– Neubrandenburg 25:33
mB-Jugend I– SG Vorpommern 36:35

Nach der Niederlage gegen die SG AC Eintracht war allen klar: Mit solch einer Moral im Team und kontinuierlicher Arbeit würde es nicht mehr lange dauern, bis auch wieder etwas Zählbares auf das Punktekonto der u17 fließen wird. Dass gegen die Füchse das noch nicht klappte, war allen gegenwärtig. Trotz alledem konnte man eine engagierte Leistung zeigen, steckte nie auf und ging bedingungslos das Tempo eines der besten Teams Deutschlands mit. Wann spielt man schon mal gegen die Besten der Besten? Sehr fair ging es zu und hin und wieder war es den Jungs vorbehalten, gute Akzente zu setzen. Emile (Jahrgang 03) lässt im Gegenstoß einen Fuchs ins Leere laufen, Janik schweißt aus dem Rückraum ein paar Dinger ein. Simon (ebenfalls 03) warf sein erstes Tor im zweiten Spiel. Es gab viele gute Momente, doch war man zu keiner Zeit auch nur ansatzweise auf Augenhöhe. 2 Kempa-Versuche konnte man verhindern, doch leider das 40. Tor nicht.

Eine Woche später gegen Neubrandenburg rechnete sich das Team dann schon mehr aus, schließlich hatte OSF für Aufsehen gesorgt und ein Unentschieden gegen die Sportschüler aus dem Meck-Pomm geholt. Es entwickelte sich ein munterer Schlagabtauch, bei dem unsere Farben die Aggressivität in der Deckung vermissen ließen, sodass die Vier-Tore-Städter wenig Aufwand für ihre Tore betreiben mussten. Auf unserer Seite konnte das neu Erlernte vorne gut angewendet werden, sodass vor allem Janik davon profitierte und 10 Tore größtenteils aus der Ferne beisteuerte. Die konsequentere Verteidigung entschied allerdings das Spiel. Die Gäste zwangen unsere Jungs zu technischen Fehlern und konnten über Gegenstöße einen Vorsprung aufbauen. Erst im zweiten Durchgang, bei einem 6-Tore-Rückstand, wollte man es nochmal wissen und konnte durch eine bewegliche Abwehr viele Bälle erobern und verwerten. Die Folge war eine Aufholjagd bis zum 19:21. Nun verzettelten sich die Jungs zu viel im Kleinklein und verloren ein wenig zu hoch mit 25:33.

Am vergangenen Samstag dann der zweite Auftritt dieser Saison mit 14 Mann im Kader. Julian Volkmer konnte das erste Mal eingesetzt werden und sorgte für wichtige Entlastungen. Dass die Jungs anscheinend diesen Wechsel-Luxus brauchen, bewiesen sie im Laufe des Spiels. Zu Beginn nahm man sich viel vor, schließlich erwartete man einen körperlich robusten, der durchaus Ressourcen im spielerischen Bereich offen hält. Der Beginn war zum Vergessen. 2:7 nach 5 Minuten und die Grüne Karte musste “geschmissen” werden. Keine Tiefe, nur sinnloses Geballere und keinen Zugriff in der Abwehr. Was die u17 mittlerweile gelernt hat und aller Ehren wert ist: Das Spiel ist erst nach 50 Minuten zu Ende und die Trainer haben eben doch meist recht. Durch fokussiertes Angriffsspiel und einer endlich beherzteren Abwehr erzielten die Jungs beim 10:10 den Ausgleich. Bis zum 16:16 Pausenpfiff verlief der Rest im Gleichschritt, wobei wir die Übergänge des Gegners zu schlecht verteidigten und die Zuordnung fehlte. Anton, der trotz Krankheit mit auf der Bank Platz nahm, stellte sich nun in den Dienst der Mannschaft und verteidigte im zweiten Abschnitt auf wichtiger Position gegen die Übergänge. Im Angriff sollte weiter keine Eile entstehen, denn mit etwas Geduld knackten die Jungs ein ums andere Mal die Abwehr der Gäste.

Wacher kam die u17 dann aus der Pause und legte vor. Max und Janik lieferten – besonders in Halbzeit 2 – ein überragendes Spiel ab und steuerten insgesamt 16 Treffer bei. Nun konnte sich vermehrt auch die rechte Seite in Szene setzen mit Julian und Mohamed. Beim 23:20 hatte man das erste Mal eine 3-Tore-Führung erzielt. Anscheinend bekamen die Jungs nun Respekt davor, das Spiel zu gewinnen. Die Insulaner kamen wieder heran, doch mit einer tollen Siegermentalität und einer gewissen Abgezocktheit war es dem beinah Jüngsten (2003 geboren) vorbehalten, zwei der letzten drei Treffer von Rechtsaußen beizusteuern. Der Jubel nach dem Schlusspfiff war unfassbar. Die Jungs lagen sich in den Armen. So viele teilweise hohe Niederlagen mussten sie einstecken, bauten sich immer wieder auf und wussten, dass ihr Tag irgendwann kommen würde. Mit dieser Mannschaftsleistung kann man sicherlich noch mehr Punkte einfahren. Die Jungs haben Blut geleckt.

Doch nun geht es in die Winterpause. Die Hälfte der Saison ist vorbei. Nach einem großen Umbruch findet sich die Mannschaft jetzt endlich. Mit 4 Punkten sind wir lediglich 2 vom nicht Abstiegsplatz entfernt. Das ist das hochgesteckte Ziel des Teams. Daran wird weiter hart gearbeitet. Am kommenden Sonntag kommt es zum Pokalspiel gegen den Ersten der Verbandsliga. TuS Neukölln ist zu Gast und will den Ostsee-Spree-Ligisten ärgern. Die u17 wird mit dezimierter Truppe ins Rennen gehen, da parallel die C-Jugend in Spandau spielt. Dennoch peilen alle den Einzug ins Halbfinale an. Wir können also gespannt sein. (by O.O.)