SG NARVA Berlin e.V.

Eine Woche vergangen, der gleiche Gegner wie im Pokal und noch ein paar Verletzungssorgen mehr…

Nach dem Aufeinandertreffen beider Teams im Pokalspielbetrieb vor einer Woche, zog es uns erneut in ein Spiel gegen den Ligaprimus TuS Hellersdorf. Vor Wochenfrist bescherte uns der Vergleich mit den Hellersdorferinnen das endgültige Ausscheiden aus dem Pokal, nachdem ein bereits verlorenes Spiel gegen die SG Hermsdorf/Waidmannslust annulliert und gegen den eigentlichen Sieger gewertet wurde. Wir spielten vorige Woche im Pokal bereits mit zwei wD-Spielerinnen (Tara und Jassy), konnten aber mit Holly im Tor die Partie in Halbzeit eins knapp gestalten (HZ-Stand 8:8), die zweite Halbzeit spielten wir in Unterzahl zu ende, da sich Lena und Isi im Zuge grober Fouls verletzt haben und nicht weiter spielen konnten. Endstand 16:25.

Aber nun hieß es Punktspiel auswärts gegen TuS Hellersdorf:

Angetreten ohne Sila, Mandy, Holly (alle drei verletzt) und Melath (private Gründe) sowie mit angeschlagener Isi und Lena (verletzt aus dem vergangenen Spielen), griffen wir auf vier Spielerinnen der wD-Jugend zurück. Vielen Dank an Lili, Tori, Celina und Jassy. Die Startaufstellung umfasste dann auch gleich drei Spielerinnen der wD-Jugend (TW, LA, RA).

Trotz unnötiger Nervosität und damit verbundenen Ballverlusten gestalteten wir den Spielbeginn ausgeglichen. Anfangs konnten wir die dadurch entstehenden Tempogegenstoßversuche der Gastgeberinnen noch gut unterbinden und standen in der Positionsabwehr solide. Dies bescherte uns anfänglich sogar eine minimale Führung (1:2, 2:3). Leider verpassten wir es in der Anfangsphase, durch das Auslassen einiger hundertprozentiger Chancen uns abzusetzen.

Aus diesem Grund gestaltete sich ein ausgeglichenes Spiel in der ersten Hälfte von Halbzeit eins (3:3, 4:4). Beide Mannschaften machten Fehler und waren nicht ganz auf der Höhe. Leider gelang es im Anschluss den Mädels aus Hellersdorf besser unsere Fehler zu bestrafen, sie erzielten drei Tore in Folge und es stand 7:4. So ging es auch weiter, beim Zwischenstand von 10:5 Auszeit des Gastes. Trainer Michael Hagen versuchte die Mädels nochmal zu fokussieren. Vom 4:4 auf 10:5, so einfach sollte es für den Gegner nicht gehen…

Leider kam zu der nicht besten Leistung an diesem Tag erneut eine nicht geahndete Strafe hinzu, die dazu führte, dass unsere Spielerin auf der Rückraumrechtsposition nicht weiterspielen konnte.

 

Berliner Schiedsrichter:

Bitte ahndet gesundheitsgefährdende Fouls entsprechend. Es ist keine Schande mal 2-Minutenstrafen im Jugendhandball zu vergeben. Vielmehr müssen die Spielerinnen und Spieler verstehen lernen, dass bestimmte Fouls nicht nur unnötig und dumm sind, sondern auch Verletzungen beim Gegner herbeiführen können. Und da seid ihr gefragt. Die Trainer sollten ihren Beitrag hierzu natürlich auch leisten…

 

Die spielerische Ausgeglichenheit war ohne etatmäßige Rückraumrechtsspielerin wie weggepustet. Aber in dieser Phase Kompliment an die Mannschaft, die sich zumindest nicht weiter abhängen ließ, sondern kämpferisch dagegen hielt. Halbzeitstand 14:8 gegen unsere Mädels

Halbzeitpause, Gang in den Vorraum der Halle und einige Worte des Trainers… Die wiederholte Nichtahndung und damit einhergehende Verletzung der eigenen Mitspielerin beschäftigte die Mannschaft aber noch sehr. Also, der Aufruf sich auf das Spiel zu konzentrieren und auch in dezimierte Anzahl gegenzuhalten, war das Ziel.

Einfach gesagt, ist es mitunter schwer, genau dies auch umzusetzen.

Wir gingen in Halbzeit zwei, fast alle Spielerinnen bewegte die Verletzung von Lena noch sichtlich. Hinzu kam, dass Isi übel wurde und eine ganze Zeit nicht spielen konnte. Wir kassierten 10 Gegentore in Folge (24:8), lagen 16 Tore zurück und das Spiel war gelaufen. Fehlender Einsatzwillen, Ideenlosigkeit, viel zu viele einfache Fehler im Angriff und dann nicht zurücklaufen, dass wird von solch einem Gegner eben gnadenlos bestraft. Schade, auch wenn ein Sieg mit solch einer Personalsituation ganz klar nicht umsetzbar ist, hätte die Mannschaft sich ein besseres Ergebnis erarbeiten können. Weitere Zwischenstände (26:10, 27:12, 29:13) zeigen, dass es selbst in der verbliebenen Konstellation (vier Spielerinnen auf der Platte, die bis zu drei Jahre jünger sind) möglich war, den Rückstand nicht weiter anwachsen zu lassen. Am Ende war einfach auch die Luft raus.

 

Fazit:

Ich wünsche der Mannschaft, dass sich das Lazarett nach und nach leert, um wieder mehr Alternativen zu haben. Über weite Phasen in Halbzeit eins wurde eine wirklich gute Zwei-Linien-Abwehr gespielt, allerdings war die Rückzugsbewegung nach Fehlern im Angriff insbesondere zu Beginn der zweiten Halbzeit indiskutabel. Auch wenn wir mit Verletzungspech gebeutelt und mit einer halben D-Jugend spielend, sicherlich spielerisch unterlegen waren, störte mich der fehlende Kampfgeist doch sehr. Auch wenn schützend gesagt werden muss, dass solche gravierenden Entscheidungen der Schiedsrichter selbst erwachsene Spieler eine Zeit lang beschäftigen.

In der Hinrunde verbleiben jetzt noch zwei Spiele (Ajax II und AC/Eintracht), bevor wir uns allen Mannschaften erneut vorstellen werden. Mädels, solche Tage gibt es. Lasst uns daraus lernen und selber noch besser werden.

 

SG NARVA: Lili (TW 2001), Vicky (1999), Selina (1999), Isi (2000), Lena (2000), Cora (2000), Tori (2001), Celine (2001) und Jassy (2002

TuS Hellersdorf: 5 x 1999, 4 x 2000,0 1 x 2001

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