SG NARVA Berlin e.V.

Glanzlos ins Final Four

TSV Marienfelde – ü40 16:25 (6:11)

Als erstes Team der ü40-Staffel hat sich unsere Vertretung bei noch einer ausstehenden Begegnung sicher für das Final Four am 29.03.20 im Horst-Korber-Sportzentrum qualifiziert und kämpft damit zum dritten Mal in Folge um die Veteranen-Krone Berlins. Allerdings gestaltete sich die “Samstagabend-Unterhaltung” (19:00 Uhr) am Südzipfel Berlins (Baußnernweg) größtenteils alles andere als seicht für unsere Farben. Obwohl die eigene Ausfallliste recht üppig zu Buche schlug und der TSV zuletzt mit einem Auswärtssieg im “Südzipfel-Treffen” (Altglienicke) aufhorchen ließ, war eine gewisse Lässigkeit von Beginn an spürbar.

Diese wurde auch noch von einer relativ schnellen 3:0-Führung bestätigt, sodass nie eine echte Einstellung zu erkennen war, dieses Spiel früh zu entscheiden, um dann zum gemütlichen Teil überzugehen. Vielmehr zeigte sich das Feldpersonal – teilweise eilig aus dem Fußballstadion oder von Coachingaufgaben angereist – vom langwierigen Angriffsspiel des Gastgebers und kaum belohnter Abwehrarbeit (Sportfreund Claves pfiff hier bekannt pädagogisch für den vermeintlich Unterlegenen) ebenfalls gehemmt. Entsprechend geriet die erste Hälfte zu einer zähen Angelegenheit, deren Ausgang (6:11) sogar noch knapper sowie unbefriedigender hätte enden können, da die neuen Wunderschuhe unseres Keepers – sind wohl jetzt eine halbe Nummer größer – 4-5 freie Gelegenheiten des Gastgebers verhinderten.

Allen “Einstellungsproblemen” zum Trotz sollte gleich zu Beginn der zweiten Hälfte nun Vollgas gegeben werden, um endgültig für klare Verhältnisse zu sorgen. Manchmal dauert aber die Pause bei der ü40 dann jedoch 20 Minuten. Denn zwischen Minute 31 und 41 fielen zwei Treffer für jede Partei (8:13). Dann, auch geschuldet der nun nachlassenden Kondition und Konzentration beim Gastgeber, stellte sich die erhoffte Klarheit allerdings binnen weniger Minuten 10:20 (48. Minute) ein. Der Rest war dann der tatsächlich gemütlichere Teil der Abendgestaltung, die wir uns zuvor früher erhofft hatten.

Fazit: Im Nachhinein und bei sachlicher Analyse sicherlich kein Ruhmesblatt, jedoch auch etwas Bewegendes: Wurden einem Widerpart doch die ersten Tore seines bisher noch kurzen handballerischen Daseins ermöglicht. Das stimmt dann ebenso noch etwas milder bei der Auswertung wie die vom “besorgten Bürger” gerufene Polizei, da geparkte Autos nicht vorschiftsmäßig in Brandenburg abgestellt wurden. Gelassen ermahnten uns die Beamten pflichtbewusst und verzichteten verständnisvoll auf weitere Maßnahmen. Danke, Team des Abschnitts 47!

Tor: Fehling
Feld: Hagen (5), Klausmeyer (5), Jurzitza (4), Radke (3), Eberhardt (2), Pilatzek (2), Saß (2/2), Schlotterbeck (1), Rosenberg (1), Wagner, H.