SG NARVA Berlin e.V.
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In Schöneberg nichts zu holen – 1. Männer mit erster Saisonniederlage

Foto: @alter.keeper – mehr: Facebook

SG OSF II – 1. Männer 27:20 (15:10)

Nach dem gewonnenen Spitzenspiel vor zwei Wochen hatte die 1. Männer am vergangenen Wochenende spielfrei. Nach der Absage des Pokalspiels durch den CHC musste man erneut ein spielfreies Wochenende überbrücken. Gegen die SG OSF traf man auf einen Gegner, der bereits mit einer knappen, unglücklichen Niederlage gegen Titelaspirant Lichtenrade aufhorchen ließ, seinerseits mit bisher 3 Ligaspielen allerdings auch noch keinen festen Spielrhythmus aufbauen konnte.

Warum die Schöneberger gegen Lichtenrade nur knapp verloren hatten, zeigten die Gastgeber von Minute 1 an. Mit sehr langen Angriffen war man gut vorbereitet und schloss dann in der Anfangsphase immer wieder auf den Punkt ab. Unseren Mannen fehlte in der Abwehr die letzte Konsequenz, um die Würfe schlussendlich zu unterbinden. Da man im Angriff zu Beginn einige gut herausgespielte Möglichkeiten auf Grund falscher Wurfentscheidungen nicht nutzen konnte, lag man nach 6 Minuten bereits mit 5:1 in Rückstand. Fortan berappelte sich der Angriff und beim 7:5 schien soweit alles noch im Rahmen. Doch irgendwie war schon hier zu spüren, dass es ein ganz langer Nachmittag für die NARVA-Mannen werden könnte. Man nahm sich im Angriff wieder vermehrt zu schnelle Abschlüsse und lud somit den Gegner zu einfachen Treffern ein. Beim 14:8 musste man schlimmes ahnen, ehe bis zur Pause zumindest noch etwas Ergebniskorrektur gelang (15:10).

Der Gesprächsbedarf in der Halbzeitpause war selbstredend üppig. Zu den vielen handballerischen Mängeln der ersten 30 Minuten schien auch der Ernst der Lage im Laufe der ersten Halbzeit noch nicht bei allen angekommen. Naturgemäß war auch in diesem Spiel noch alles möglich, schaffte man es, endlich die richtigen Stellschrauben zu finden, um den eigenen Flow wiederherzustellen. Doch beim Versuch blieb es an diesem Abend.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts keimte noch einmal Hoffnung auf, als Bellmann mit einem beherzten Durchbruch nach 20 Sekunden erfolgreich war, doch es war an diesem Tag einfach der Wurm drin. Zu der offenen Defensivreihe konnten in diesem Spiel – anders als in den Wochen zuvor – auch die Torhüter kein Normalmaß in Ihre Leistung bringen. So nahm das Unheil über 20:13 und und 24:15 seinen Lauf, bevor der Rückstand beim 26:16 seinen Höhepunkt erreicht hatte. Immer wieder wurden die wenigen guten Chancen völlig unnötig vergeben und auch die Abwehrumstellungen über eine 5:1 zu einer 3:3 waren an diesem Tag kein Mittel gegen die SG OSF. Am Ende gelang noch zumindest etwas Ergebniskosmetik zum Endstand von 27:20.

Fazit: Ein Tag, an dem einfach nichts gelingen wollte. Kein Spieler erreichte sein normales Niveau und so resultiert die dann gezeigte Leistung in einer – auch in der Höhe – verdienten Niederlage, die mit Sicherheit nicht eingeplant war. Die SG OSF II entwickelt sich so langsam zum Angstgegner der 1. Männer (letztes Jahr 1:3 Punkte in den direkten Duellen) und war an diesem Tag schlichtweg besser. Für die Männer um das Trainergespann Haude/Herter wird es nun darum gehen, die Gründe für die Niederlage zu erkennen und auch den Umgang mit Rückschlägen, die zweifelsohne eingeplant waren, souverän anzugehen. Nach der Herbstpause geht es dann mit einem Heimspiel (11.11.; 16:15 Uhr) gegen die HSG Neukölln weiter, die ebenfalls sehr gut in die Saison gestartet ist und momentan mit 6:4 Punkten in Lauerstellung liegen. (by MaHa)

Tor: Balyemez (01. – 15.; 47. – 60.), Kozik (16. – 46)
Feld: Bellmann (6), Buchwald (4), Kremser (3/1), Lajeunie (2), Basler (1), Teller (1/1), Patzlaff (1), Meye (1), Sparr (1), Reitzig, Heinisch, Surrow