SG NARVA Berlin e.V.

Sieg im Bezirks-Derby

Nach langer Pause über den Jahreswechsel, ging es nach nur einer Trainingswoche bereits ins zweite Rückrundenspiel für unsere wC-Jugend. Die Mannschaft empfing zu Hause den Tabellendritten, die Mädels der SG EBT.

Im Hinspiel unterlagen wir selbiger Mannschaft nach einem schlechten Spiel am Ende mit 8 Toren etwas zu hoch. Dies sollte im Vorfeld genug Motivation sein, sich zu revanchieren. Leider warfen drei sehr kurzfristige Absagen die Personalplanung des Trainers Michael Hagen über den Haufen. Durch teilweise sehr kurzfristiges Einspringen dreier wD-Spielerinnen kam die Mannschaft aber noch auf zwei Wechselspielerinnen.

Die Erwärmung begannen die NARVA-Mädels zu sechst, da drei Spielerinnen noch bei der wB-Jugend aufhalfen. Die Maßgabe lautete, ein ordentliches warm-up ohne sich unnötig kaputt zu rennen. Holly, Vicky und Selina kamen aber wie vereinbart schnell aus der Sporthalle Gürtelstraße rübergefahren (Danke Ralf). So sahen die Spielerinnen in den blauen Trikots auch langsam nach einer Handballmannschaft aus und konnten den Rest der Erwärmung gemeinsam bestreiten.
Auf eine eher defensive 3:2:1-Abwehr eingestellt, ging es pünktlich ins Spiel. Bereits zu Beginn war zu sehen, dass die sonst von der Mannschaft oft gespielte 3:3 Abwehr Spuren hinterlässt. Die Mädels hatten den Drang, offensiver zu verteidigen. Die Bindung zur Nebenspielerin war aber oft da, wenn sie zum Aushelfen benötigt wurde.

Unsere Angriffsbemühungen waren anfangs noch recht zögerlich und aufgrund unnötiger Nervosität und Unkonzentriertheit zu fehlerbehaftet, so dass über Zwischenstände von 1:0 und 1:1 die Mannschaft von EBT mit 1:2 in Führung ging. Positiv an dieser Situation war lediglich, dass es an diesem Tag die einzige Führung für die Gäste sein sollte. Unsere Mannschaft glich kurzerhand aus und setze sich fortan vom Gegner ab. Irgendwie wussten die EBT-Mädels in Halbzeit eins kein Rezept gegen diese agile Abwehr. Sie wurden zu einfachen Fehlern gezwungen. Genau das, was als Zielstellung ausgegeben wurde, konnte am heutigen Tag umgesetzt werden. Nicht nur reagieren, sondern in der Abwehr agieren, die Gegenspielerinnen immer wieder vor neue Situationen stellen und mit den gewonnenen Bällen einfache Gegentore erzielen.

Und genau der letzte Punkt wollte heute einfach nicht funktionieren. Die Mehrzahl der gewonnen Bälle wurde viel zu leichtfertig wieder hergeschenkt. Aufgefangen wurde diese Unzulänglichkeit durch eine gute Rückzugbewegung und ebenso viele Fehler auf der Seite von EBT. Dies bescherte bereits zu diesem Zeitpunkt allen Spielerinnen Einsatzzeiten und NARVA nach einem direkten Freiwurftor einen Halbzeitstand von 14:7. Da hatten Lena und der NARVA-Trainer wohl die gleiche Idee, welche Isi gut umgesetzt hat.  Zitat von Co-Trainer wB Ralf Rosenau in der Halbzeitpause: „Viel Licht………und Schatten.“

In der Halbzeitpause wurde die Abwehrarbeit vom Trainer gelobt und nur zwei Kleinigkeiten zur Verbesserung dieser angesprochen. Für den Angriff gab es gezielte Hinweise und die Bitte gerade die ersten fünf Minuten in Halbzeit konzentriert zu spielen, um der gegnerischen Mannschaft nicht noch eine Chance aufzuzeigen.

Der Mannschaft gelang es gut, die Hinweise aus der Kabine umzusetzen. Zwei schnelle Tore nach Wiederanpfiff ließen uns auf 16:7 enteilen. Von nun an spielten die NARVA-Mädels frei auf. Immer wieder erzielte Ballgewinne in der Abwehr ließen eigentlich zu keinem Zeitpunkt irgendwelche Fragezeichen aufkommen, ob heute ein Sieg möglich ist. Alle Spielerinnen waren überzeugt davon, die Punkte einzufahren. Leider ließen wir aufgrund mangelnder Variabilität bei den Torabschlüssen die eine oder andere Chance aus, uns noch weiter abzusetzen. Aber bis zum 22:14 führte die Mannschaft immer mit 7-9 Toren. Am Ende hat Trainer Michael Hagen auch noch eins zwei neue Konstellationen ausprobiert, alle Spielerinnen haben gespielt und fast alle auch Tore geworfen. EBT konnte die Endphase dann noch zur Ergebniskorrektur nutzen, so dass das Spiel letztendlich 22:18 endete.

Fazit: Das Zitat von Ralf Rosenau setze sich auch in Halbzeit zwei fort. Mädels, Ihr habt das ganze Spiel über gut verteidigt und einfache Ballgewinne provoziert. Sehr gut! Leider haben wir im Spiel nach vorne viel zu viele Bälle mit langen, unpräzisen und riskanten Pässen leichtfertig wieder weggegeben. Daran werden wir weiter arbeiten. Auch in den Positionsangriff muss noch mehr Überzeugung und mehr Bewegung rein sowie die Passungenauigkeit weg. Aber auch das ist nur Übungssache. Also lasst uns fleißig weiter trainieren, um die Fehlerhäufigkeit zu reduzieren, die Laufwege und Abstimmung zu verbessern und in der Rückrunde darüber noch den einen oder anderen Punkt für uns verbuchen zu können.

Dabei waren: Holly, Vicky, Selina, Lena, Cora, Isi, Tori, Alina und Tara
(Vielen Dank an Tori, Alina und Tara für die Unterstützung)

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.