SG NARVA Berlin e.V.

Symbiose aus Jugend und Erfahrung rettet den Sieg

2. Männer – TSV Rudow II 24:23 (16:14)

Nach der Klatsche am letzten Wochenende (19:33 in Kreuzberg), die ganz schön am Selbstvertrauen nagte, wartete heute eine Rudower Reserve, die ähnlich inkonstant in die Saison gestartet war. Ein erneutes Vier-Punkte-Spiel also, um endlich wieder den Anschluss ans Mittelfeld zu finden. Vorab ein riesiges Dankeschön an Pascal (17) und Anton (15), die kurzfristig die Ansetzungsvakanz auf unparteiischer Seite stopften. Natürlich nicht fehlerfrei besonders in Bezug auf Progressivität, da sie im ersten SR-Jahr bisher offiziell meist im unteren Jugendbereich aktiv sind, leiteten sie das Spiel absolut neutral.

Ohne unsere etatmäßigen Halblinken Rucht und Sparr, einen zweiten Keeper sowie Routinier Funda, wohl aber mit Verstärkung aus der A-Jugend konnten wir zwar ein volles Protokoll verzeichnen, Gefahr aus dem Rückraum jedoch kaum ausstrahlen. Dennoch fanden wir offensiv gut in die Begegnung. Immer wieder zeichneten wir uns durch bewegliches Spiel aus und nutzten im Gegenteil zum Kreuzberg-Spiel unsere Chancen. Es kündigte sich ein echtes “Highscore-Game” an, als Rudow unseren zwischenzeitlichen Vorteil (9:6) in der zwölften Minute zum 10:10 ausgleichen konnte. Grund war die bis zu diesem Zeitpunkt unabgestimmte Defensive, die dem Gast entweder Durchbrüche oder Kreisanspiele ermöglichte. Danach stabilisierten sich beide Abwehrreihen bzw. waren die Offensivformationen so harmlos, dass oftmals erst das angezeigte Passive Spiel zum Abschluss nötigte. In die Pause ging es mit einem geringen Polster von zwei Toren (16:14).

Die defensiven Probleme schienen gelöst, zumal Abwehrchef Hagen nun auch ins Geschehen eingriff. Allein vorn wollte nicht mehr viel gelingen. Zwischen Jugend- und Erwachsenenbereich vereinheitlichte Abläufe wurden gut inszeniert, jedoch zu oft der entscheidende Pass ungenau gespielt oder der Durchbruch verweigert. Noch nie habe ich auf der Tribüne so oft ein Raunen gehört, als einmal mehr die Lücke verpasst wurde. Und auch deshalb blieb das Geschehen bis in die Schlussminuten eng. Nachdem wir über die gesamte zweite Periode zwar in Führung lagen, aber einen entscheidenden Vorteil nicht erspielen konnten, war es am erfahrenen Ulf, einen Wurf von der linken Außenposition zu erzwingen und einzunetzen (23:20). Wenige Minuten später (24:22/59.) konnte er einen sicheren Abpraller allerdings nicht kontrollieren, sodass Rudow etwa 60 Sekunden vor Schluss den Anschlusstreffer landete. Ein zäher Angriff ohne echte Torgefahr folgte und mündete in einen Ballverlust. Rudows erweiterte 2. Welle schloss der auffälligste Gästespieler fünf Sekunden vor Abpfiff mit einem Hüftwurf ab, der vom Bein und dann der Hand unseres Keepers den Weg über die Torauslinie fand.

Fazit: Wie zu Beginn erwähnt, muss man sich nicht wundern, dass die Jugend Fehler macht (teilweise eine im Durchschnitt u20 auf dem Feld), wenn sie ins “kalte Wasser” geworfen wird. Was aber erwartet werden kann, ist die Routine älterer Protagonisten, für Stabilität zu sorgen. Diese Symbiose haben wir heute auf die Platte gebracht. Obwohl der Sieg letztendlich glücklich erscheinen mag, hat ihn sich diese Einheit verdient.

Tor: Fehling
Feld: Bogisch, D. (6/3), Wittstock (4), Sekiraca (4), Sitzmann (3), Koch (3), Plaul, T. (2), Christiansen (1), Meinert (1), Hagen, Schäler, Matern, Ansohn, Bayerl, Nguyen